Kaspersky Lab wagt einen Blick aufs digitale Leben in 30 Jahren Leben im Jahr 2045: Robots an der Macht

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Prognosen von Trendforschern, wie die Menschheit in der Zukunft leben und arbeiten wird, gibt es viele. Mit Kaspersky hat sich jetzt ein IT-Security-Anbieter an das heikle Thema gewagt. Ein Ausblick auf das Jahr 2045.

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Die digitale Welt in 30 Jahren: Kaspersky sieht auch eine technik-kritische Gegenbewegung.
Die digitale Welt in 30 Jahren: Kaspersky sieht auch eine technik-kritische Gegenbewegung.
(Bild: Kaspersky Lab)

Vor rund 30 Jahren ist der PC in den Alltag der Menschen eingezogen. Grund genug für Kaspersky, in die entgegengesetzte Richtung, nämlich 30 Jahre in die Zukunft zu schauen. Im Jahr 2045 wird den Security-Experten zufolge die Digitalisierung im gewohnt rasanten Tempo vorangeschritten sein. Ob die Menschen wollen oder nicht: Roboter, smarte Geräte und digitale Identitäten werden unser Leben grundlegend bestimmen.

Mensch und Maschine

Zu den Milliarden von Menschen auf der Erde werden sich Milliarden von Robotern gesellen. Lästige und schwere Arbeiten, so die Hoffnung von Kaspersky, werden dann die Roboter übernehmen. Statt mit Apps werden die IT-Unternehmen mit der Entwicklung von Robotersoftware beschäftigt sein. Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Maschine. In 30 Jahren könnten elektronisch gesteuerte, künstliche Organe und Prothesen hergestellt und transplantiert werden. Nano-Roboter geben im Körper gezielt Medikamente ab oder führen selbstständig kleinere Eingriffe durch.

Was sicher noch viele Diskussionen um Datenschutz und Datenhaltung auslösen wird: Unser Gesundheitszustand wird von Sensoren im Körper überwacht, die die Werte dann in Cloud-basierte Speicher ablegen, auf den Mediziner Zugriff haben sollen.

Smart Home und Vernetzung

Trotz der heutigen Unpässlichkeiten werden Smart Homes Realität sein. Das Haus selbst kümmert sich automatisch um die alltäglichen Pflichten, wie die Wasser-, Energie- und Nahrungsversorgung seiner Bewohner. Diese könnten sich dann darauf konzentrieren, das Geld für die Begleichung der Rechnungen ranzuschaffen.

„Hyper Intelligence“ nennt Kaspersky die Art von selbstregulierter, weltweiter Infrastruktur, in der die digitalen Alter Egos miteinander vernetzt sind. In Anlehnung an die Arbeitsweise des „Tor-Netzwerks“ kümmert sich dieses System um die Lebensgrundlagen auf der Erde und die Verteilung der Ressourcen. Moderatorenrechte für diese Infrastruktur – und damit den meisten Einfluss – sollen laut Kaspersky die aktivsten und erfolgreichsten Nutzer erhalten. Wohl etwas optimistisch von den Security-Experten gemutmaßt, soll das System auch vor bewaffneten Konflikten schützen und humanitäre Aktionen organisieren.

Intelligente Geräte

Auch in den Geräten selbst bleibt die Weiterentwicklung nicht aus. 3D-Drucker können in 30 Jahren Geschirr oder Kleidung ausdrucken, sodass jeder seine nähere Umgebung und Lebensweise noch individueller gestalten kann – bis hin zur Eigenentwicklung von Baumaterialien für Häuser. Natürlich wird auch der PC von hochspezialisierten, smarten Geräten abgelöst sein. Lediglich in Form eines Servers, der in Unternehmen noch Controlling-Routinen selbstständig übernimmt, sieht Kaspersky den guten alten Rechenknecht, der die Menschheit in den vergangenen 30 Jahren so stark verändert hat.

„Wie auch immer die Welt in 30 Jahren aussehen wird, wir sollten schon jetzt damit anfangen, sie angenehmer und sicherer zu gestalten“, gibt Alexander Gostev, Chief Security Expert bei Kaspersky, zu bedenken. „Die Technologie gibt uns dafür die Werkzeuge an die Hand. Ob wir sie zum Guten oder Bösen nutzen, liegt einzig und allein an uns selbst.“

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