Trends 2026 KI, Ransomware und Souveränität formen IT-Sicherheit

Von Natalie Forell 2 min Lesedauer

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Die Lage der IT-Sicherheit wird angespannt bleiben. Automatisierte Netzwerke, raffiniertere Angriffe durch KI und Multi-Standort-Architekturen erfordern neue Strategien. Riedel Networks identifiziert die wichtigsten Notwendigkeiten für das Jahr 2026.

Die Bedrohungslage verschärft sich weiter. MSP und Systemhäuser müssen 2026 laut Riedel verstärkt auf automatisierte und ganzheitliche Sicherheitslösungen setzen.(Bild:  Canva)
Die Bedrohungslage verschärft sich weiter. MSP und Systemhäuser müssen 2026 laut Riedel verstärkt auf automatisierte und ganzheitliche Sicherheitslösungen setzen.
(Bild: Canva)

Nur wer vorbereitet ist, kann auch Widerstand gegen Cyberkriminelle leisten. Riedel Networks sieht für 2026 eine Intensivierung bestehender Trends: Die Bedrohungslage wird komplexer, gleichzeitig bieten neue Technologien bessere Schutzmöglichkeiten. Wer bei diesen Entwicklungen zu spät reagiert und keine modernen Sicherheitsmodelle nutzt, riskiert teure Ausfälle, schwere Schäden und Vertrauensverlust.

KI als zentraler Motor

In den kommenden Jahren prognostiziert Riedel einen grundlegenden Wandel des Netzwerksmanagements. Der Grund: KI. Nicht nur, dass Prozesse automatisiert und damit Abläufe deutlich beschleunigt werden. Künstliche Intelligenz kann im Unternehmensnetzwerk Konfigurationen, Fehlersuchen und Fehlerbehebungen automatisieren, und selbstständig Probleme erkennen sowie Lösungen vorschlagen. Besonders vorteilhaft: eine automatische Dokumentation. Das hilft vor allem bei der Transparenz und wird zudem immer stärker auch gesetzlich gefordert – für Managed Service Provider (MSP) und Systemhäuser ein wichtiges Verkaufsargument.

Unterstützend sieht Riedel außerdem den Trend hin zu ganzheitlichen Lösungen mit integrierten Sicherheitskonzepten. Dabei werden verschiedene Mechanismen verbunden und automatisiert aneinander angepasst, idealerweise mit einer dauerhaften Überwachung.

Für Managed Security Services bietet sich die Chance, frühzeitig moderne Technologien zu übernehmen und diese sinnvoll in ihre Services zu integrieren. Zentrale Steuerung und externe Expertise seien laut Riedel grundlegend notwendig, damit Unternehmen rechtzeitig reagieren und Prozesse, Daten und Reputation nachhaltig schützen können.

Der Mensch bleibt der verwundbarste Faktor

Die Cybersicherheitslage soll sich 2026 erheblich verschärfen und komplexer werden, skizziert Riedel. Ransomware gilt weiterhin als sichtbarste und auch wirtschaftlich folgenreichste Gefahr. Dabei beeinflusst KI besonders das Social Engineering und rückt damit den Menschen als Angriffsfaktor wieder in den Mittelpunkt. Anders als Maschinen werden Menschen von Emotionen, Fehlern und Täuschungen gelenkt und sind damit besonders anfällig für Social-Engineering-Methoden. Awareness-Kampagnen sollen dadurch mehr Bedeutung gewinnen und so das Risikobewusstsein und die Resilienz von Unternehmen stärken.

Laut Riedel darf auch Industriespionage nicht unterschätzt werden. Gezielte Angriffe passieren oft unbemerkt und greifen sensible Daten ab oder gelangen durch Schwachstellen in Cloud-Umgebungen. Hier entstehen 2026 neue Herausforderungen, denn moderne Netzwerkarchitekturen erstrecken sich über mehrere Standorte. Daher müssen Übergänge zwischen Unternehmensnetz, Internet und Cloud dauerhaft abgesichert werden.

Europa als Standort reicht allein nicht aus

Digitale Souveränität bleibt auch 2026 ein zentrales Thema für europäische Unternehmen. „2026 wird das Jahr, in dem integrierte Sicherheit, Automatisierung und Digitale Souveränität nicht nur strategische Leitlinien, sondern betriebliche Notwendigkeiten werden,“ fasst Michael Martens, CEO von Riedel Networks zusammen. Dabei geht es nicht mehr nur um den Speicherort der Daten. Ein europäisches Rechenzentrum sagt noch lange keine Souveränität aus. Selbst dort steht immer wieder internationale Hardware, bei der man Risiken nur schwer abschätzen kann. Stattdessen geht es um nachvollziehbare und kontrollierbare Datenprozesse und um Unabhängigkeiten von Drittanbietern.

Systemhäuser, Managed Service Provider und Distributoren, die als strategische Partner den technologischen Wandel aktiv mitgestalten, bleiben flexibel und stärken das Sicherheitsgefühl ihrer Kunden. Nur durch aktive Herangehensweisen und ganzheitliche Sicherheitslösungen können Unternehmen nicht nur ihre Netzwerke schützen, sondern auch ihr Geschäft zukunftssicher aufbauen.

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