Neue Windows-11-Version und Surface-Modelle KI für Windows 11 und stärkere CPUs für Surface

Von Klaus Länger 5 min Lesedauer

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Schon längere Zeit arbeitet Microsoft an der Integration von KI-Funktionen in Windows 11 und Microsoft 365. Die werden nun Schritt für Schritt ausgerollt. Zudem bekommen einige Surface-Modelle ein Hardware-Upgrade mit neueren Intel-Prozessoren.

Das kommende Update für Windows 11 bringt KI-Funktionen mit, darunter den Microsoft Copilot, der die Arbeit am Rechner erleichtern soll. Zudem kündigt Microsoft neue Surface-Modelle mit stärkerer Hardware an, darunter das Surface Laptop Studio 2 und das Surface Laptop Go 3.(Bild:  Microsoft)
Das kommende Update für Windows 11 bringt KI-Funktionen mit, darunter den Microsoft Copilot, der die Arbeit am Rechner erleichtern soll. Zudem kündigt Microsoft neue Surface-Modelle mit stärkerer Hardware an, darunter das Surface Laptop Studio 2 und das Surface Laptop Go 3.
(Bild: Microsoft)

Die Künstliche Intelligenz ist bei Microsoft gerade ein großes Thema. Der Hersteller hat mehrere Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert und nutzt dessen KI-Anwendung ChatGPT unter anderem im Edge-Browser, für den Github Copilot und den OpenAI-Service auf Azure. Nun sollen KI-Funktionen auch in Windows 11 und in Microsoft 365 Einzug halten.

Bei Windows 11 sitzt demnächst in der Taskliste direkt neben dem Suchfeld eine neue Schaltfläche, die den Windows Copilot startet. Er präsentiert sich als Seitenleiste ähnlich wie Bing Chat, der KI-Copilot des Webbrowsers. Mit ihm können beispielsweise über den Text-Prompt Windows-Funktionen oder Apps aufgerufen werden. Texte aus der Zwischenablage können per KI zusammengefasst oder mit zusätzlichen Informationen angereichert werden. Der KI-Bildergenerator DALL-E von OpenAI wird ebenfalls verwendet, beispielsweise in der Foto-App und vor allem in Paint, wo eine Funktion namens Cocreator mit der generativen KI Bilder erstellt. Zudem unterstützt Paint nun endlich mehrere Ebenen.

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Copilot für Microsoft 365

In Microsoft 365 ist die KI auf mehreren Ebenen als kostenpflichtige Erweiterung aktiv: als Zusatz für einzelne Applikationen und als eigenständiges Tool mit dem Namen Microsoft 365 Chat. In Word hilft der Copilot beim Erstellen von Texten,Tabellen und Zusammenfassungen, in Excel bei der Formatierung und der Analyse sowie Visualisierung von Daten. In Powerpoint erstellt die KI Entwürfe für Präsentationen und Zusammenfassungen. In OneNote kann die KI Aufgabenlisten und Pläne aus Notizen erstellen und per Chat Informationen aus gespeicherten Daten filtern. Bei der Arbeit mit Outlook soll Copilot Zusammenfassungen langer E-Mail-Threads erstellen und beim Schreiben von Nachrichten helfen.

Microsoft 365 Chat dient schließlich dazu, aus großen Datenmengen durch Fragen in natürlicher Sprache Informationen zu gewinnen oder als Brainstorming-Partner Ideen zu entwickeln. Der Zugriff auf die Daten erfolgt über Microsoft Graph. Der Hersteller betont, dass Eingabeaufforderungen, Antworten und Daten nicht für das Training des Sprachmodells verwendet werden und dass Daten immer im Kontext der Berechtigungen der User angezeigt werden.

Surface Laptop Studio 2 mit KI-Chip

Das Convertible-Notebook Surface Laptop Studio 2 stattet Microsoft sogar mit einem eigenen KI-Chip aus, der den diversen Copiloten auf die Sprünge helfen soll, ohne dabei die CPU zu belasten. Zum Einsatz kommt der Intel Movidius 3700VC, der zudem noch die Windows-Studio-Effekte bei Videokonferenzen unterstützt. Als CPU dient ein Intel Core i7-13700H mit sechs P- und acht E-Cores. Die Raptor-Lake-CPU soll im Vergleich zu den Quadcore-Prozessoren aus der Tiger-Lake-H-Serie im ersten Surface Laptop Studio die doppelte Leistung liefern. Der maximale Arbeitsspeicher wird ebenfalls verdoppelt auf bis zu 64 GB LPDDR5x. Auch bei den GPUs hat das 14,4-Zoll-Convertible ordentlich zugelegt. Zur Wahl stehen hier neben der integrierten Xe-GPU des Basismodells die Geforce-RTX-Modelle 4050 und 4060 sowie die RTX-2000-Ada-GPU. Bei den Schnittstellen gibt es nun neben den beiden Thunderbolt-4-Ports noch eine USB-Typ-A-Buchse. Ansonsten hat der Hersteller nichts verändert. Das 120-Hz-Display mit Touch- und Stifterkennung liefert weiterhin eine Auflösung von 2.400 x 1.600 und auch die SSD ist maximal zwei TB groß. Die typische Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu 19 Stunden an. Das Top-Modell der Surface-Familie ist ab dem 3. Oktober verfügbar. Der Preis liegt dabei zwischen 2.239 Euro (UVP) für das Einstiegsmodell mit Xe-Grafik und 4.159 Euro (UVP) für die Variante mit Nvidia RTX 2000 Ada. Der Surface Slim Pen 2 gehört nicht zum Lieferumfang.

Surface Laptop Go 3 und Surface Go 4 for Business

Für schmalere Budgets sind die beiden anderen mobilen Surface-Modelle bestimmt, die Microsoft ebenfalls ab 3. Oktober auf den Markt bringt: Das Surface Laptop Go 3 und das Surface Go 4 for Business. Mit einem Startpreis von 899 Euro (UVP) ist das kleine und 1,13 kg leichte 12,4-Zoll-Notebook Laptop Go 3 allerdings ein gutes Stück kostspieliger als die vorhergehende Version, deren UVP bei 769 Euro liegt. Den Antrieb des neuen Modells übernimmt nun ein Intel Core i5-1235U aus der Alder-Lake-Familie. Die CPU bietet insgesamt 10 Cores, zwei davon P-Cores, und eine integrierte Iris-Xe-GPU. Sie kann im Microsoft-Notebook, je nach Modellvariante, auf 8 oder 16 GB LPDDR5 als Arbeitsspeicher zugreifen. Die gesockelte SSD im M.2-2230-Format ist nun immer 256 GB groß. Die Basisversion des Laptop Go 2 musste noch mit 128 GB auskommen. Zugelegt hat zudem die Akkulaufzeit, die Microsoft mit bis zu 15 Stunden angibt. Gleich geblieben sind dagegen der PixelSense-Touchscreen im 3:2-Format mit 1.536 x 1.024 Pixel Auflösung, die HD-Frontkamera sowie die Schnittstellen.

Exklusiv für Firmenkunden oder Selbstständige bestimmt ist das Surface Go 4 for Business. Das ohne Keyboard 521 Gramm leichte Windows-Tablet nutzt einen Intel N200 als Prozessor. Die sparsame Alder-Lake-N-CPU besteht im Prinzip nur aus vier E-Cores und einer UHD-Grafikeinheit. Sie soll 12,5 Stunden Akkulaufzeit bei typischen Arbeiten ermöglichen. Auf dem Mainboard des Tablets sitzen 8 GB Arbeitsspeicher sowie 64, 128 oder 256 GB Universal Flash Storage (UFS). Das 10,5-Zoll-Touch-Display liefert wie beim Surface Go 3 eine Auflösung von 1.920 x 1.280 Bildpunkten. Die Full-HD-Frontkamera unterstützt Windows Hello. Laut dem Hersteller lässt sich das Gerät durch Fachpersonal nun leichter warten, da die meisten Teile verschraubt sind. Das Surface Go 4 for Business kostet an 629 Euro (UVP). Für die passenden Eingabegeräte Surface Pen for Business und Surface Go Type Cover for Business kommen 110 Euro (UVP) beziehungsweise 100 Euro (UVP) hinzu.

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Surface Hub 3

Von anderem Kaliber als die Mobilrechner ist eine weitere Surface-Neuheit: der Surface Hub 3. Mit ihm bringt der Hersteller einige Funktionen, die schon lange Zeit angekündigt waren, wie etwa die intelligente Rotationsfunktion beim 50-Zoll-Modell. Ansonsten unterscheiden sich die Geräte, neben dem 50-Zöller gibt es noch einen 86-Zöller, vor allem durch eine stärkere PC-Hardware vom bisherigen Surface Hub 2S. Der lässt sich durch den Austausch des Rechnermoduls auf den Stand des Surface 3 bringen, den Microsoft als Surface Hub 3 Pack for Business bezeichnet. Die dritte Generation des Surface Hub kommt mit einer neuen Software-Version, die neben einer überarbeiteten Touch-Oberfläche weitere Teams-Funktionen wie Persistent Chat, Front Row oder die automatische Zoom-Funktion IntelliFrame bietet. Zudem enthält das Whiteboard nun ebenfalls einen KI-Copiloten. Die digitalen Whiteboards der Surface-Hub-3-Familie können ab sofort vorbestellt werden, einen konkreten Liefertermin nennt Microsoft nicht..

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