Zu wenig Geld und Fachkräfte, zu viele Angriffspunkte Kaspersky-Studie zum Security-Dilemma

Autor Sylvia Lösel

Zu wenig Geld, zu wenig Fachkräfte: die Sicherheitslage in deutschen Unternehmen sieht alles andere als rosig aus. Abhilfe können Managed Services schaffen. Dafür braucht es den Channel, der allerdings mit ähnlichen Themen kämpft, wie die Kunden. Kaspersky hat die Lage analysiert.

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Hybride Umgebungen, Remote Work und neue Anwendungen sorgen für eine Vervielfachung der Angriffspunkte. Das kann Sicherheitsverantwortlichen Kopfschmerzen bereiten.
Hybride Umgebungen, Remote Work und neue Anwendungen sorgen für eine Vervielfachung der Angriffspunkte. Das kann Sicherheitsverantwortlichen Kopfschmerzen bereiten.
(Bild: pathdoc - stock.adobe.com)

„Unser EDR- und MDR-Portfolio bietet Channel-Partnern Wachstumspotenzial, indem es den Mangel an externen Sicherheitsexperten ausgleicht und die starke Nachfrage nach modernen Lösungen bedient“, sagt Christian Milde, General Manager Central Europe bei Kaspersky, auf der IT-Sicherheitsfachmesse it-sa.

Christian Milde, General Manager DACH bei Kaspersky
Christian Milde, General Manager DACH bei Kaspersky
(Bild: Kaspersky)

„Darüber hinaus können sie durch zusätzliche und beratungsintensive Dienstleistungen weitere Geschäftsfelder für sich abdecken und sich bei ihren Kunden als externe IT-Sicherheitsexperten auf Augenhöhe etablieren. Wer jetzt nicht auf EDR und MDR im eigenen Portfolio setzt, verpasst den Anschluss an aktuelle und zukünftige Umsätze im Cybersicherheitsbereich.“

Waldemar Bergstreiser, Head of Channel Germany bei Kaspersky
Waldemar Bergstreiser, Head of Channel Germany bei Kaspersky
(Bild: Kaspersky)

Und sein Kollege Waldemar Bergstreiser, Head of Channel Germany bei Kaspersky, betont: „Mit EDR und MDR bereiten sich unsere Partner auf einen erfolgreichen Vertrieb von IT-Sicherheitslösungen für das Jahr 2022 vor. Unser Partnerprogramm bietet Schulungen und Support vor Ort.“

Geld- und Fachkräfte-Mangel

Laut einer aktuellen Studie des Security-Spezialisten, würde knapp die Hälfte (49 %) der Unternehmensentscheider in Deutschland gerne externe Sicherheitsexperten einbinden, verfügt aber nicht über die notwendigen Ressourcen. Die Ergebnisse der Kaspersky-Studie decken sich mit einer Gartner-Analyse. Demnach verfügen Unternehmen nicht nur in finanzieller Hinsicht nicht über ausreichend Ressourcen für ihre IT-Sicherheit, sondern vor allem auch bezüglich Knowhow im eigenen Unternehmen – mit negativen Folgen für die IT-Sicherheit. Denn heute sind nicht nur Technologie, Lösungen und Dienstleistungen, sondern zunehmend auch menschliche Expertise gefragt, um Cybersicherheitsvorfälle auf dem dafür notwendig hohen Niveau zu analysieren, zu bewerten und entsprechend zu reagieren.

Eine weitere Kaspersky-Studie aus diesem Jahr hat ergeben, dass sich die Kosten einer Datenpanne für Großunternehmen in Europa durchschnittlich auf 1,1 Millionen US-Dollar und für KMUs auf 95.000 US-Dollar belaufen. Glücklicherweise sind jedoch in den vergangenen Jahren die durchschnittlichen Kosten weltweit gesunken sind, da sich bereits getätigte Investitionen in geeignete und moderne Cybersicherheitslösungen auszahlen. Milde gibt allerdings zu Bedenken: „Dies könnte jedoch auch daran liegen, dass die Unternehmen weniger Datenschutzverletzungen gemeldet haben als früher. Möglicherweise scheuen Unternehmen den Zeit- und Kostenaufwand für eine Untersuchung oder wollen keinen Imageschaden riskieren, sollte ein Verstoß öffentlich werden. Trotz allem sind die sinkenden finanziellen Schäden von Datenschutzverletzungen prinzipiell eine gute Nachricht für die Branche.”

Unternehmen, die externe Experten setzen, sind laut der Kaspersky-Befragung im Vorteil. Sie sehen sich mit fast zehn Prozent weniger Cybervorfällen konfrontiert als Unternehmen, die vollständig oder überwiegend mit internen Ressourcen arbeiten. Die Herausforderung ist jedoch die Finanzierung. Fast die Hälfte in Deutschland (48 %; europaweit 54 %) bekennt sich zu Schwierigkeiten bei der Beschaffung finanzieller Mittel für Security-Maßnahmen.

„Wir stehen vor der Herausforderung, dass Unternehmen meist überzeugt sind, ihr interner Cyberschutz sei besser als er in Wirklichkeit ist”, so Milde.

United Partner-Programm

Damit Partner gut gewappnet sind für Security-Anliegen ihrer Kunden, deckt das United-Partner-Programm von Kaspersky die Bedürfnisse von Vertriebspartnern ab: durch Automatisierung routinemäßiger Sicherheitsaufgaben, einen Überblick über die IT-Infrastruktur, Dienstleistungen für MSPs sowie ein MSP-Programm, Up- und Cross-Selling-Möglichkeiten sowie Unterstützung im Marketing.

Kasperskys United-Partner-Programm ist gedacht für Software-Reseller, Systemintegratoren, MSPs oder Security Service Provider – unabhängig davon, ob der Partner IT-Schutz an KMUs oder Enterprise-Lösungen an Telekommunikationsbetreiber, Finanzinstitute oder Behörden verkauft.

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