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Urgesteine aus der IT-Branche

Jürgen Schäfer tauschte Tipp-Ex gegen Delete-Taste

26.05.2011 | Redakteur: Sarah Maier

Jürgen Schäfer, Vorstand IT-E-Commerce bei Bechtle
Jürgen Schäfer, Vorstand IT-E-Commerce bei Bechtle

Jürgen Schäfer, Vorstand IT-E-Commerce bei der Bechtle AG, wechselte vor 22 Jahren aus der analogen Schreibwaren-Branche in die Informationstechnologie.

ITB: Nach dem Studium Betriebswirtschaft sind Sie in die Schreibwaren-Branche gewechselt. Wie ging es dann weiter?

Schäfer: Aus dem Old-School-Sektor mit Pelikan-Schulfüller bin ich 1988 in der neuen Technologie bei Bechtle gelandet – ein spannender Wechsel.

ITB: Können Sie sich noch an Ihren ersten PC erinnern?

Schäfer: Von der Triumph-Adler-Schreibmaschine ging es direkt an einen IBM-286-Rechner. Das faszinierende an der neuen Technik war zugleich auch ganz profan: Es brauchte für Korrekturen kein Tipp-Ex mehr, dies erledigte die Delete-Taste. Im Grunde war die IT damals aber noch äußerst benutzerunfreundlich. Da waren diese grünblinkenden DOS-Buchstaben und es gab noch keine grafische Benutzeroberfläche – die Erfindung der Maus lag auch noch vor uns. Insgesamt war die Technik damals sehr rudimentär.

ITB: Wo sehen Sie den größten Wandel in der IT?

Schäfer: Aus Sicht des Users finde ich, dass wir uns vom Sklaven zum Nutzer der Technik entwickelt haben. Eigentlich sogar zum Gestalter – Stichwort Web 2.0.

ITB: Was waren Ihre persönlichen Highlights in 22 Jahren IT-Karriere?

Schäfer: Meine erste E-Mail, die ich am 2. Juni 1989 an unseren damaligen IBM-Betreuer sendete. Ich kann mich noch ganz genau an den erfreulichen Inhalt der Nachricht erinnern, dass ich am Vortag Vater von gesunden Zwillingen geworden bin. Ein Meilenstein für Bechtle und ein weiteres persönliches Highlight für mich war im Winter 1997 der Eingang der ersten Online-Bestellung. Bechtle war damals Pionier im IT-Handel via Internet.

ITB: Wissen Sie noch, was bestellt wurde?

Schäfer: Eine Werkzeugzange – also kein Hightech-Gerät. Ich hatte übrigens eingeführt, dass wir täglich unsere Online-Bestellliste überprüfen. Dafür gab es extra Wiedervorlagekärtchen. Auslöser dieser Maßnahme war eine online gebuchte Reise, auf die ich keine Rückmeldung erhalten habe. Bei einem Anruf beim Veranstalter sagte mir die Dame am Telefon, dass selten jemand in ihr Buchungssystem schauen würde. Übrigens war der Blick ins Bechtle-Bestellsystem aufgrund fehlender Bestellungen anfangs ziemlich frustrierend.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, ab wann sich die Aufmerksamkeit der Neckarsulmer auszahlte.

 

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Kurzer Werdegang von Jürgen Schäfer

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