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IT-Security-Messe auf Rekord-Kurs

| Autor: Dr. Andreas Bergler

Hat sich immens vergrößert: Die Nürnberger it-sa 2019
Hat sich immens vergrößert: Die Nürnberger it-sa 2019 (Bild: Vogel IT-Medien)

Mit vier voll besetzten Hallen und über 800 Ausstellern verzeichnete die IT-Security-Messe it-sa in Nürnberg dieses Jahr wieder rekordverdächtige Zahlen. Darauf ist man auch von staatlicher Seite her besonders stolz.

„Die Woche fängt ja schon gut an.“ Mit ­diesen einleitenden Worten zitierte Dr. Alexander Voitl, ­Ministerialdirektor, Leiter Dienstsitz Nürnberg, den bekannten bayrischen Räuber Mathias Kneißl zum Staatsempfang anlässlich der Eröffnung der it-sa 2109. Räuber Kneißl hatte das angeblich gesagt, als er an einem Montag im Jahr 1901 gerichtlich zum Tode verurteilt wurde. ­Ministerialdirektor Voitl wollte es allerdings ganz frei von jeder Ironie verstanden haben: Am Montag, dem Vorabend des ersten Messetages der „IT-Security Messe und Kongress“ it-sa gab er mit seiner Rede den offiziellen Messe-Startschuss des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat.

Und während sich die Nürnberger Messe auf ihrer Website selbst noch als „Europas führende Fachmesse für IT-Sicherheit“ ­bezeichnet, setzte Dr. Roland Fleck, CEO der NürnbergerMesse Group, beim Festakt noch eins obendrauf: Aufgrund der über die Maßen angewachsenen Ausstellerzahl – offiziell waren es 753 – sei die it-sa sogar weltweit die größte IT-Security-­Messe. Angefangen vor genau zehn Jahren mit einer Halle, quasi als Spin-off des ­„Security Forum“ der Systems München, nimmt die it-sa mittlerweile vier Hallen im Messezentrum Nürnberg ein. Schnell fand die Messe daraufhin die Schirmherrschaft des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat in Person von Bundesinnenminister Horst Seehofer.

Dauerproblem Fachkräftemangel

Die Planung des LSI, in naher Zukunft auf bis zu 200 IT-Sicherheitsexperten anzuwachsen, dürfte jedoch von einem großen strukturellen Problem erst einmal im Elan gebremst werden: dem Fachkräftemangel, der in der IT, speziell der IT-Security besonders schlimm grassiert. Dies machte sich auch an den folgenden Tagen bei den Gesprächen mit den ausstellenden Secu­rity-Anbietern bemerkbar: Praktisch kein Hersteller mehr, der seine Produkte und Lösungen nicht in irgendeiner Form auch in der Variante als Managed Security Services (MSS) anbieten würde. MSS ist die pragmatische Antwort auf den Fachkräftemangel in der IT-Security. Weil vor allem kleine und mittlere Unternehmen sich heute kaum mehr gut qualifizierte Spezialisten für IT-Security leisten können, stellt das Outsourcen der Unternehmenssicherheit an externe Dienstleister eine attrak­tive Alternative dar, zumal die Dienstleistungen in der Cloud auch noch sehr passgenau und anwendungsorientiert abgerechnet werden können.

Transformation mit Managed Security Services

Für IT-Dienstleister stellt das eine große ­Geschäfts-Chance dar – sofern sie selbst über die begehrten Fachkräfte verfügen. Michael Gutsch, Head of MSP CEEMEA bei Sophos, spricht hier von einer „Transformation der Systemhäuser“. Jeden Monat kommen bei dem Security-Spezialisten zehn bis zwanzig Partner hinzu, die neu und aktiv ins MSS-Geschäft einsteigen, so der Manager. Holger Suhl, Country Manager DACH bei Eset, berichtet von zweistelligen jährlichen Zuwachsraten bei den Partnern des Security-Anbieters, die als Managed Service Provider (MSP) auftreten. Und während Hendrik Flierman, Global Sales Director bei G Data, sogar eine Verdoppelung der MSP-Partner in Deutschland gegenüber dem Vorjahr meldet, schmiedet Peter Neumeier, Head of Channel Germany bei Kaspersky, am weiteren Ausbau des MSP-Partnerprogramms. Ein Drittel der Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern, so der Manager, überlassen das IT-Sicherheitsmanagement bereits den externen Dienstleistern. Weitere 20 Prozent der ­Unternehmen denken darüber nach, dies in den kommenden zwölf Monaten zu tun.

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