Der ITC Channel Index entwickelt sich gegenläufig IT-Markt hängt von Großkunden ab

Autor / Redakteur: von Martina Sedlmaier und Dr. Rudolf Aunkofer, GfK / Katrin Hofmann

Während sich das Geschäft mit Großkunden nach wie vor positiv entwickelt, sinken die Umsätze mit SMB-Kunden im Vergleich zum Vorjahr weiterhin drastisch. Und auch private Käufer investieren eher verhalten in neue Technik.

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Mit einem Index-Wert von 92 Punkten liegt der ITC Channel Index von GfK und IT-BUSINESS im aktuellen Untersuchungsmonat um zwei Punkte beziehungsweise drei Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Während sich dabei das B2C-Geschäft weiter verhalten entwickelt, ist besonders das B2B-Geschäft im Großkundenbereich nach wie vor die treibende Kraft im Markt.

Die Umsätze im Enterprise-Segment sind um 35 Prozent gegen-über dem Vorjahresmonat gewachsen. SMB-Kunden verhalten sich dagegen weiter abwartend, was der sich erstmals in diesem Jahr zweistellig negativ entwickelnde Index verdeutlicht (Juli 2008 im Vergleich zu Juli 2007). Die divergierende Entwicklung im B2B-Umfeld hat sich damit erneut bestätigt. Und schon seit Jahresbeginn ist zu beobachten: einerseits ein sich langsamer und negativ entwickelndes SMB-Geschäft, andererseits ein positives Großkundengeschäft, das von Innovationen und denen sich daraus ergebenden Nachfrage-trends profitiert hat und auch weiterhin profitieren dürfte.

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Replacement-Aktivitäten tragen zu diesem Wachstum bei. Gerade Office 2007 stellt neue Anforderungen an Computer-Systeme, was weitere Austausch-Investitionen unterstützen dürfte: Sei es a priori, da mit einer Umstellung geplant wird, sei es, weil die bestehenden Rechner nach Aufspielen der neuen Software langsamer arbeiten.

Es ist davon auszugehen, dass das Großkundengeschäft bis ins dritte Quartal hinein positiv bleibt und sich wahrscheinlich mit Beginn des vierten Quartals etwas abschwächt. Das SMB-Geschäft sollte mit dem vierten Quartal oder mit den ersten Monaten des Jahres 2009 wieder höhere Wachstumsraten aufweisen können.

PCs als Hauptumsatzträger

Nachdem der Juni ein leichtes Minus in der Entwicklung zum entsprechenden Vorjahresmonat aufzeigte, stiegen die Umsätze für den Bereich Informationstechnologie im Juli wieder um 2,9 Prozent an. Hauptumsatzträger hierbei sind Computer. Desktop-Rechner konnten im gesamten Markt um sechs Prozent zulegen. Im Consumer-Geschäft geht das Umsatzwachstum jedoch zurück, das heißt ausschlaggebend für die positive Entwicklung ist das B2B-Umfeld mit 13 Prozent Wachstum.

Deutlich positiver ist das Absatzwachstum im Desktop-PC-Markt. Auch dieses wurde vor allem hervorgerufen durch Verkäufe an Business-Kunden. Somit haben Unternehmen in den vergangenen drei Monaten wieder deutlich mehr im Desktop-Bereich investiert. Desktop-Rechner haben im B2B-Geschäft einen Marktanteil von 57 Prozent. Notebooks werden hier zu 33 Prozent abgesetzt. Diese Entwicklung kennzeichnet einen aktuellen Trend, der sich immer häufiger antreffen lässt: hin zu individuellen Lösungen und weg von den oftmals in der Vergangenheit lieb gewonnenen Megatrends, die keine andere Orientierung auf Kundenseite zuließen. Marktsegmentierung erscheint damit als Lösung für die immer heterogener werdenden Anwendungsbereiche.

Ein Blick auf den B2C-Markt zeigt ein komplett anderes Verhältnis zwischen Desktop- und Notebook-Verkäufen. Der Anteil von Desktop-PCs liegt hier bei 24 Prozent und der von Notebooks bei 76 Prozent. Die kontinuierlich steigenden Verkäufe an mobilen PCs prägen diesen Markt stark. Auch im Juli wurden 49 Prozent mehr Notebooks verkauft als im Vorjahresmonat.

Warum Mini-Notebooks, die derzeit die Verkäufe puschen, die anderen PC-Segmente kannibalisieren könnten, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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