Erfolg im Kerngeschäft und Investitionen in die Zukunft Intel und das Internet der Dinge

Redakteur: Klaus Länger

Intels Kerngeschäft läuft derzeit prächtig. Der Chipgigant konnte im vergangenen Quartal 100 Millionen Prozessoren für PCs, Notebooks und Server verkaufen. Nun sollen die x86-Prozessoren von Intel zum Motor für das „Internet der Dinge“ werden. Und dabei kann auch der Channel profitieren.

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Intel hat im vergangene Quartal erstmals mehr als 100 Milionen Prozessoren verkauft.
Intel hat im vergangene Quartal erstmals mehr als 100 Milionen Prozessoren verkauft.
(Bild: Intel)

Intel geht es blendend. Im dritten Quartal 2014 erzielte der Chip-Hersteller einen Rekordumsatz mit 14,55 Milliarden US-Dollar und konnte auch den Gewinn um zwölf Prozent auf mehr als 3,3 Milliarden Dollar steigern. Den Löwenanteil daran erzielte die PC Client Group, die Prozessoren und Chipsätze für Desktop-PCs, Notebooks und die neue Klasse der 2-in-1-Geräte herstellt. Mit acht Prozent plus ist hier von einem Ende der PC-Ära und deren Ablösung durch Android- oder iOS-Tablets mit ARM-Prozessoren nichts zu spüren. Laut einer aktuellen IDC-Untersuchung ist das Wachstum bei diesen Geräten sogar rückläufig.

Auch Apple verdient momentan mehr Geld mit Macbooks und iMacs und Mac-Pro-Rechnern auf Intel-Basis, als mit den eigenen iPads.

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Erfolgreiche 2-in-1-Kategorie, bald auch mit Core-M-Prozessor

Laut Christan Lamprechter, Country Manager Deutschland und Österreich bei Intel, ist vor allem die neue Kategorie der 2-in-1-Geräte sehr erfolgreich. Etwa 40 Prozent der Tablet-Zweitkäufer entscheiden sich laut Intel für ein 2-in-1, da sie damit nicht nur eine Tablet erhalten, mit dem sie per Touch surfen, Medien konsumieren oder surfen können, sondern gleichzeitig einen vollwertigen Windows-Rechner. Der erlaubt mit angedockter oder ausgeklappter Tastatur ein produktives Arbeiten mit der gewohnten Desktop-Software. Für Intel sind diese neuen Geräte auch so attraktiv, dass sie auch langfristig ein gutes Geschäft für die PC-Hersteller und den Channel versprechen. Der derzeitige Aufschwung ist also für Intel keineswegs durch den Bedarf nach neuen Rechnern begründet, die als Ersatz für obsolete XP-PCs und Notebooks beschafft werden.

Ein wichtiger Schritt ist für Intel auch der Umstieg von der 22- auf die 14-Nanometer-Technologie bei der Prozessorherstellung. Intel ist derzeit bei der Prozess-Technologie führend. Kein anderer Chiphersteller kann derzeit 14-Nanometer-Transistoren in Großserie herstellen. Dabei kommt Intel nach eigenem Bekunden sogar bereits auf eine gute Yield-Rate, also Ausbeute gut funktionierender Prozessoren pro Wafer.

Die neuen Broadwell-Prozessoren, den Start macht der für 2-in-1-Geräte und superflache Ultrabooks bestimmte Core M, sollen bei höherer Leistung nur halb soviel Strom verbrauchen, wie ihre Vorgänger auf 22-Nanometer-Haswell-Basis. Mit 4,5 Watt maximaler Leistungsaufnahme kommen Core-M-Geräte sogar ohne Lüfter aus. Windows-Tablets wie die Intel-Studie Lama Mountain oder das Asus-Transformer-Book 300 Chi sind nur wenig mehr als sieben Millimeter dick, bieten aber dieselbe Leistung wie ein herkömmliches Ultrabook.

Lesen Sie weiter, was Intel gegen die ARM-Tablets auf Lager hat.

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