Bündelung der Messen in München

Ingram Micro packt Retail-Summer und IM.Top unter ein Dach

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Umsatz-Bringer vor Ort: Auto-Replenishment und IM.Sunny

Leere Regale treten in den Flächenmärkten überwiegend deshalb auf, weil keine ausreichend hohe Stückzahl bestellt wurde oder die Planung daneben lag. Um diese Situation für A- und B-Sortimente, den »Renner«-Produkten auszuschließen, ohne den Lagerbestand des Retailers zu erhöhen, bietet Ingram Micro die »Auto-Replenishment«-Lösung an. Sie sieht vor, dass der Retail-Verantwortliche gemeinsam mit Ingram Micro eine bestimmte Stückzahl für den maximalen und minimalen Lagerbestand jener Produkte definiert, die sich im Ladengeschäft als Renner erwiesen haben und daher immer vorrätig sein sollten.

Unterschreitet der Warenbestand die Minimal-Grenze, wird beim Broadliner automatisch ein Versandauftrag gestartet und die fehlende Ware geliefert. Auf diese Weise werden nicht nur die Warenbestände am Point of Sale (PoS) auf maximaler Stückzahl gehalten, sondern auch Lagerüberhänge vermieden. Der organisatorische Aufwand für den Retailer beschränkt sich darauf, die Abverkaufs- und Bestandzahlen sowie die Backlog-Daten an Ingram Micro zu senden.

80 Märkte setzen diese Lösung bereits ein, mit großem Erfolg, wie Maier berichtet: »Die Out-of-Stock-Zeiten wurden im Schnitt um 80 Prozent verringert, was zur Folge hatte, dass der Umsatz in diesen Märkten um 12 bis 15 Prozent höher lag als in vergleichbaren Flächenmärkten, die keine Replenishment-Lösung einsetzten.« Ein weiterer Vorteil, gerade in diesen Zeiten: Die optimalere Auslastung des Lagers verkleinert außerdem die Kapitalbindung und die damit verbundenen Lager-Abwertungs-Risiken.

Virtueller Verkäufer IM.Sunny

Für durchschnittlich 20 Prozent mehr Umsatz sorgte der virtuelle Verkäufer »IM.Sunny« im Vergleich zu Märkten in ähnlicher Größe und Lage, die diesen elektronischen Verkäufer nicht einsetzten. Mithilfe dieses Terminal können sich Endkunden auch über all jene Produkte informieren lassen, die es im Geschäft nicht gibt, Bestellmöglichkeiten eingeschlossen. Interessanterweise wurden über dieses Terminal nicht nur wie erwartet Zubehör-Artikel gekauft, sondern auch hochwertige Geräte wie beispielsweise Flachbild-TVs oder Notebooks.

Sechs Test-Terminals sind derzeit im Einsatz. Diese möglichst bundesweit auszurollen, bleibt nach wie vor das Ziel des Retail-Chefs. Allein es hapert derzeit an der Finanzierung, um das verhältnismäßig teuer Gerät in großer Stückzahl beim Kunden zu platzieren. Denn dafür sollten vor allem die Marketing-Zuschüsse der über den Terminal verstärkt vermarkteten Hersteller sorgen. Die aber halten ihr Budget momentan zurück. »Wir fahren aber mit den Testphasen weiter fort, denn ich glaube an das Konzept und ich bin sicher, dass wir langfristig dafür auch die entsprechende Anzahl an Herstellern begeistern können«, so Maier.

Welche Auswirkungen die Einsparungen der Hersteller auf den Retail-Sommer haben, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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