Neue Cloud-Alternative aus Hamburg Impossible Cloud plant Partnerprogramm mit eigener Note

Von Dr. Dietmar Müller Dr. Dietmar Müller 3 min Lesedauer

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Erst vor wenigen Monaten hat Impossible Cloud den Betrieb aufgenommen. Kai Wawrzinek und seine Mit-Gründer stehen vor der Herausforderung, ein europäisches Channel-Netzwerk aufzubauen. Anstatt zu imitieren, wollen sie lieber ihr eigenes Partnerprogramm aufziehen.

Das Führungstrio von Impossible Cloud: Dr. Kai Wawrzinek (CEO), Christian Kaul (COO) und Daniel Baker (CTO) (Bild:  Impossible Cloud)
Das Führungstrio von Impossible Cloud: Dr. Kai Wawrzinek (CEO), Christian Kaul (COO) und Daniel Baker (CTO)
(Bild: Impossible Cloud)

Der Markt für Cloud Computing boomt und lässt immer neue Wettbewerber entstehen – etwa die in Hamburg ansässige Impossible Cloud, die im April den Betrieb einer Objektspeicherlösung aufgenommen hat. Das Führungstrio Kai Wawrzinek (CEO), Christian Kaul (COO) und Daniel Baker (CTO) kann auf viel Erfahrung mit Neugründungen und Management von Unternehmen verweisen. Starthilfe gab es unter anderem durch Investoren wie HV Capital und 1kx, Protocol Labs, TS Ventures und Very Early Ventures. Zuletzt im März 2023 wurde eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von sieben Millionen Euro abgeschlossen.

Das „unmögliche“ Cloud-Angebot will zuerst über den Preis punkten: Eine dezentrale Architektur erlaube um 80 Prozent günstigere Preise als bei AWS S3. Die Daten seien dank der Einhaltung von Standards wie ISO27001, SOC-2, HIPPA, DSGVO, ISO22301 etc. plus Verfahren wie MFA, Objektsperre, dreifacher Verschlüsselung, IAM und CORS absolut sicher. „Zu unseren Vorteilen gehören eine höhere Kapazität, geringere Kosten, eine geringere Komplexität und eine verbesserte Sicherheit im Vergleich zu herkömmlichen Cloud-Anbietern“, so Wawrzinek.

Herausforderung Partnernetzwerk

Nun steht das Trio vor der Herausforderung, ein Partnernetzwerk aufzubauen. Der Startschuss dafür erfolgte im Juni, das Interesse sei von Anfang an hoch gewesen. „Ich denke, ausschlaggebend dafür ist, dass wir den Partnern eine flexible, verbrauchsbasierte Infrastruktur bieten, die es ihnen ermöglicht, die Speicherressourcen, die sie ihren Kunden zur Verfügung stellen, auf eine sichere, effiziente, messbare und zuverlässige Weise anzupassen“, erläutert Wawrzinek. „Hinzu kommt die Tatsache, dass sie einen lokalen Anbieter haben, der ihren geschäftlichen Erfolg durch eine enge Zusammenarbeit unterstützt und dass sie eine DSGVO-konforme Cloud-Speicherlösung von einem deutschen/europäischen Anbieter anbieten können.“

Das Programm soll verschiedene potenzielle Vertriebspartner – Value-Added Reseller (VAR), Systemintegratoren (SI), Managed Service Provider (MSP) und Independent Software Vendors (ISV) – gleichermaßen unterstützen. Ein Partnerportal mit Produktdetails, Schulungsmaterialien, Marketingressourcen und technischer Unterstützung fördere die Zusammenarbeit von Technology-Partnern und Channel-Partnern. „Unser Portal ermöglicht es unseren Partnern außerdem, ihr Ökosystem einfach an einem Ort zu verwalten.“

„Anstelle zu imitieren, bauen wir lieber unser eigenes Partnerprogramm auf, das auf einer engen Zusammenarbeit und einem erstklassigen Partner Sales Enablement basiert“, so Wawrzinek. Es gebe zwar kein spezielles Bewertungssystem, jedoch einen „strukturierten Rahmen für die Zusammenarbeit“, basierend auf den Rückmeldungen von Partnern und der sich entwickelnden Marktdynamik. „Wir sind davon überzeugt, dass starke Partnerschaften auf Vertrauen, Zusammenarbeit und einem Engagement für den gemeinsamen Erfolg beruhen. Aus diesem Grund sind wir immer offen für Diskussionen und Feedback unserer Partner, um unsere Programme zu verbessern und sicherzustellen, dass sie wettbewerbsfähig und lohnend bleiben.“

Acronis, Comet und Veritas sind frühe Partner

Konkret dürften neue Partner nicht nur Standard- und Self-Service-Materialien, sondern auch eine enge Zusammenarbeit erwarten inklusive effektiver Onboarding- und Vertriebsunterstützung sowie der Möglichkeit zur Teilnahme an gemeinsamen Marketingaktivitäten. „Acronis, Comet Backup und Veritas Technologies sind Beispiele für frühe Partner für das Programm, ihre Dienste genießen weltweites Vertrauen, sind in mehreren Sprachen verfügbar und bieten – wie Impossible Cloud – anpassbare Lösungen, die mit dem Wachstum skalieren“, so der Geschäftsführer. Seiner Erfahrung nach wollen VAR und SI ihren durchschnittlichen Umsatz pro Verkauf entweder durch ein höheres Volumen oder eine höhere Marge steigern. Entsprechend seien sie auf der Suche nach Produkten, die sie günstig anbieten könnten, ohne dabei Abstriche bei der Qualität zu machen. Hier sieht er Impossible Cloud gut aufgestellt.

Die Belegschaft in Hamburg befinde sich weiter im Ausbau, insbesondere in den Bereichen Sales, Marketing und Engineering suche man noch nach Verstärkung. Einen Partner-Verantwortlichen für die DACH-Region kann Wawrzinek jedoch schon vorweisen: Interessierte Unternehmen sollen sich an Andre Jez, Sales Director DACH, wenden.

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