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AMD jubelt über neue Chip-Generation

Hype um Rome

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Ulrike Ostler

Anfang August stellte AMD die zweite Generation seines Server-Chips Epyc vor, genannt „Rome“. Nun jubelt der Hersteller.
Anfang August stellte AMD die zweite Generation seines Server-Chips Epyc vor, genannt „Rome“. Nun jubelt der Hersteller. (Bild: gemeinfrei, Tama66 / Pixabay)

Anfang August stellte AMD erstmals die zweite Generation seines Server-Chips Epyc vor, genannt „Rome“. Nun verschärfte der lange Zeit abgeschlagene Chip-Hersteller das Design und schickt den „7H12“ ins Rennen um die Supercomputing-Krone. Sogar Intel zollt Respekt.

Scott Aylor, General Manager Datacenter Solutions Group, AMD
Scott Aylor, General Manager Datacenter Solutions Group, AMD (Bild: AMD)

„Sechs Wochen nach dem Launch sind wir ob der Reaktionen ganz aus dem Häuschen“, erklärte diese Woche pflichtbewusst Scott Aylor, Corp VP und General Manager der Datacenter Solutions Group bei AMD, gegenüber unserer Schwesterpublikation DataCenter Insider. In praktisch jeder Beziehung habe der AMD EPYC 7002 bombastisch eingeschlagen. Das hat zwar auch die erste Generation des Chips bereits getan, diesmal aber ist der Effekt unvergleichlich größer.

Und er soll noch größer werden: Der gestern präsentierte AMD Epyc „7H12“-Prozessor mit 64-Kernen, 2,6 GHz Grundfrequenz (maximaler Boost bei 3,3 GHz) sowie 280 statt 225 Watt Thermal Design Power (TDP) wurde speziell für HPC-Workloads auf flüssiggekühlten Supercomputern entwickelt. Das passt, will doch die US-Regierung die AMD-Chips im für 2021 angekündigten weltschnellsten Exascale-Supercomputer „Frontier“ nutzen.

Noch mehr Anwender und Partner

Den „normalen“ 7742 werden darüber hinaus praktisch alle Produzenten von Servern wie HPE, Dell und Lenovo sowie unzählige kleinere Hersteller einsetzen. Zu der bislang schon beeindruckenden Liste haben sich weitere Namen und Projekte gesellt: IBM beispielsweise will seinen Cloud-Kunden speziell den Einsatz des Epyc-Chips etwa für Big Data-Analysen anbieten, ähnliches planen OVH und Nokia. Google und Twitter hatten sich bereits vor Wochen als Fans und Anwender geoutet.

Das hat gute Gründe: Vor wenigen Tagen wurde in Amsterdam bekannt, dass der 7742 nun bei den Benchmark-Programmen Cinebench und V-Ray führend ist, genau wie bei diversen anderen. Neu ist der Linpack-Score des 7H12 von 4,2 TeraFLOPS auf einem BullSequana XH2000-System von Atos, ein um elf Prozent besseres Ergebnis als mit dem 7742. Presseberichten zufolge hat da sogar Intels Corporate Vice President Jason Grebe öffentlich den Hut gezogen.

Architektur stellt tatsächlich einen Meilenstein dar

Die zweite Generation des von TSMC gefertigten Server-Chips Epyc verfügt über bis zu 64 „Zen 2“-Kerne in 7-Nanometer-Technologie. Gleichzeitig ist man zum bislang genutzten Sockel kompatibel. Aylor wurde gegenüber DataCenter Insider nicht müde zu betonen, dass man im Vergleich zum konkurrierenden „Cascade Lake“-Prozessor von Intel sehr viel günstiger in der Anschaffung sei. Wie bereits berichtet, ist der Xeon Platinum 9282 mit seinen 56 Cores nur als komplettes Dual-CPU-System erhältlich, da die Prozessoren mit dem Mainboard verlötetet sind. Dagegen seien die AMD-Prozessoren mit maximal 6.950 US-Dollar vergleichsweise preisgünstig.

Der Chiplet-Ansatz von Rome kombiniert einen zentralen I/O-und-Memory-Die mit bis zu acht kleinen CPU-Dies, die über ein Infinity-Fabric angebunden sind, und in dem jeweils acht Cores mit 2-fach-SMT und damit 16 Threads sitzen.

Rome kommuniziert über acht Speicherkanäle mit den DDR4-ECC-Modulen und packt bis zu 4 TB Speicher pro Sockel. 128 PCI-Express-Lanes unterstützen PCIe 4.0 mit doppelter Geschwindigkeit. Deswegen reklamiert Aylor nun die „Performance Leadership“ für sich und sein Unternehmen. Auch in Sachen Security sei man den Wettbewerbern mittlerweile enteilt. Die Fachpresse war bei der Präsentation so angetan, dass die AMD-Aktie am Tag danach ihr 52-Wochen-Hoch bei 31,69 Euro erreichte.

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