Der Service Provider Summit 2024 findet unter dem Motto „Unlocking The Digital Future: Service Providers Drive Innovations“ auf dem Bonner Petersberg statt. Prakash Panjwani, CEO bei Watchguard Technologies, sprach im Vorfeld des Gipfels über die Zukunft der MSPs.
Beim Service Provider Summit 2024 liegt der Fokus dieses Mal auf Innovationen und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen.
(Bild: Maximilien - stock.adobe.com)
Der Service Provider Summit 2024 steht unter dem Motto „Unlocking the digital future: Service providers drive innovations.“ In welche Technologiefelder sollten MSPs jetzt investieren, um ihr Geschäft weiterzuentwickeln?
Panjwani: Zukunft ist genau das richtige Stichwort. Es geht in erster Linie um Kundenorientierung, gerade auch im Hinblick auf IT-Security. Unternehmen sind vermehrt auf der Suche nach einem Dienstleister, der dieses Thema verlässlich bedienen kann und die zunehmende Last der Gefahrenabwehr souverän schultert. In dem Zusammenhang sind leistungsstarke Technologien und darauf aufbauende, maßgeschneiderte und jederzeit skalierbare Managed-Services-Angebote von entscheidender Bedeutung. Es gilt, jetzt die Weichen zu stellen und sich als Managed Service Provider rechtzeitig sein Stück vom Kuchen zu sichern.
Vor diesem Hintergrund setzen wir als Hersteller natürlich alles daran, unseren Partnern das passende Fundament für unterschiedlichste Anforderungen zu liefern. So haben wir unsere Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung im vergangenen Jahr verdoppelt und werden diesen Kurs auch 2024 verfolgen. Die jüngsten Meilensteine zeigen dabei auf, wo wir – aber auch unsere Partner – einen immer stärkeren Bedarf sehen.
Das ist zum einen ganz klar das Thema MDR (Managed Detection and Response). Der entsprechende und seit Oktober 2023 offiziell verfügbare Watchguard-MDR-Service wurde speziell für MSPs konzipiert, damit diese ihren Kunden einschlägigen Mehrwert bieten können. Angesichts der quantitativ wie qualitativ immer herausfordernden Bedrohungslage bei einer nach wie vor angespannten Fachkräftesituation im IT-Security-Umfeld (mit der nicht zuletzt auch die MSP selbst zu kämpfen haben) eröffnet dieser Service MSP eine einfache Möglichkeit, hochkarätige MDR-Funktionalität ins Angebot zu integrieren, ohne den mit dem Aufbau eines eigenen SOC einhergehenden Aufwand in den eigenen Reihen stemmen zu müssen. Partner können somit nur gewinnen: Sie profitieren mit wenig Aufwand von einer professionellen 24/7-Überwachung und bleiben zugleich der erste und einzige Ansprechpartner gegenüber dem Kunden.
Genau dieses Prinzip verfolgen wir auch bei unserem neuen Service-Angebot im Bereich Network Detection and Response (NDR). Dieses wird Partnern noch in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Dem zugrunde liegt die Technologie des Anbieters CyGlass, den wir 2023 übernommen haben. Die Funktionalität wird derzeit in die Unified Security Platform von Watchguard integriert und kann in Kürze von unseren MSP-Partnern genutzt werden, um Netzwerkanomalien in hochautomatisierter Form zu bekämpfen. Dadurch lässt sich das eigene Angebot weiter ausbauen und mit zusätzlicher Funktionalität stärken … – und zwar zu einem Preis, der auch mittelständische Unternehmen anspricht. Bisher war NDR aus Kostengründen ja meist nur großen Konzernen vorbehalten. Das ändern wir jetzt und bleiben damit unserer Mission treu.
Last but not least rückt der Bereich Identitätsmanagement konsequent weiter in den Fokus. Hier punkten Service Provider mit unserer Lösung „Total Identity Security“, die fortschrittliche Multifaktor-Authentifizierung (MFA), Dark-Web-Monitor-Service und Passwort-Management auf effektive und einfach zu bedienende Weise miteinander vereint.
Damit MSP die jeweiligen Technologien schnell nutzen und nachhaltig ausspielen können, befeuern wir die Watchguard Unified Security Platform massiv. Die Konzentration liegt auf deren Weiterentwicklung und der Ergänzung zusätzlicher Funktionalität im Hinblick auf XDR, Zero-Trust-Identity-Infrastruktur oder stichhaltiges Reporting. Denn am Ende geht es vor allem um eins: höchstmögliche Effizienz und Sicherheit im Managed-Services-Tagesgeschäft.
Künstliche Intelligenz durchdringt sämtliche Bereiche der Digitalisierung. Welche Potenziale sehen Sie hier für Service Provider?
Panjwani: Im Bereich IT-Sicherheit ist die Künstliche Intelligenz (KI) bereits vor Jahren angekommen. Bei unserer XDR-Lösung ThreatSync wird KI beispielsweise eingesetzt, um Bedrohungen stichhaltig zu erkennen und Reaktionen zu automatisieren – neben Effizienz ist Geschwindigkeit ein nicht zu unterschätzender Faktor. Je mehr Telemetrie hinzukommt, umso offensichtlicher kann KI ihre Stärken ausspielen. Sie unterstützt nicht nur bei der Kontrolle von Daten, die sich durch die Korrelation von Endpunkt- und Netzwerkereignissen ergeben, sondern bezieht mittlerweile auch eine Vielzahl von Informationen aus anderer Richtung in die Auswertungen ein. So lässt sich in kürzester Zeit ein noch genaueres Bild von der Gefahrenlage zeichnen, was der Absicherung eines Unternehmens natürlich entscheidend zugutekommt. Wir sind begeistert von den Möglichkeiten, die sich hier bieten, und wissen, wie wir uns diese – nicht zuletzt im Sinne unserer Partner – im Zuge der Bedrohungserkennung und Abwehr zunutze machen können.
Stand: 08.12.2025
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Und auch jenseits rein sicherheitsspezifischer Betrachtungen geht von KI in unseren Augen enormes Potenzial aus. Wir glauben, dass damit jedes Unternehmen in der Lage ist, die tägliche Arbeit effizienter zu gestalten. So können Service Provider KI beispielsweise nutzen, um die Herausforderungen der Kunden besser zu verstehen. Auf Basis solcher Einblicke lässt sich das Dienstleistungsangebot gezielt anpassen und stetig verbessern.
Die rasante Zunahme von Cyberbedrohungen auf Unternehmen und Kunden stellt eine wachsende Herausforderung dar. Wie können Service Provider Gefahren frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen?
Panjwani: Genau an dieser Stelle kommen die „Detection“-Fähigkeiten ins Spiel, die WatchGuard mit seinem MDR- und zukünftig auch dem NDR-Service adressiert. Gleichzeitig zählt eine ganzheitliche Herangehensweise. IT-Umgebungen werden immer komplexer, die Pandemie hat hier deutliche Spuren hinterlassen. Hybride Strukturen sind gekommen, um zu bleiben. Entsprechend sind Sicherheitslösungen gefragt, die Unternehmen und Benutzer gegenüber einer Vielzahl von Bedrohungen und in mannigfaltigen Szenarien schützen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der klassischen Unternehmenssphäre. Konsolidierung ist insofern das Gebot der Stunde. Es kommt zum einen darauf an, das Zusammenspiel unterschiedlichster sicherheitsrelevanter Funktionsbausteine im Zuge einer ganzheitlichen Sicherheitsstrategie zu forcieren. Gleichzeitig gilt es, Kosten, die mit der Zusammenführung oder dem Parallelbetrieb einzelner Lösungen verschiedener Anbieter einhergehen, so gering wie möglich zu halten.
Ransomware stellt für Cyber-Kriminelle ein etabliertes Geschäftsmodell dar. Wie können MSPs Unternehmen helfen, solchen Angriffen vorzubeugen?
Panjwani: Reaktionsstärke und die Flexibilität, sich jederzeit neuen Anforderungen anzupassen, sind essenziell. MSP müssen in der Lage sein, ihren Kunden Leistungen zu bieten, mit denen sie Angreifern stets die entscheidende Nasenlänge voraus sind. Zudem zählt Skalierbarkeit. Auf genau diese Punkte zielt die WatchGuard Unified Security Platform ab. Mit Unterstützung von WatchGuard können Service Provider ihr IT-Security-Lösungsangebot effektiv aufgleisen und durch neue Services wie MDR und NDR das Schutzschild gegenüber Ransomware und Co. nachhaltig stärken – die Folge: mehr Umsatz und zufriedene Kunden.
Der Service Provider Summit 2024
Beim 13. Service Provider Summit, der in diesem Jahr auf dem Bonner Petersberg stattfindet, treffen sich die Vordenker und Experten der Branche, um ihre wertvollen Insights und Best Practices mit der Community zu teilen und sich über innovative Technologien, Strategien und Denkansätze beim High-Level-Networking auszutauschen.