On-Premises-Infrastrukturen und Public-Cloud-Umgebungen bilden immer mehr ein integriertes Ganzes. Deshalb müsse das moderne Monitoring hybrid sein, sagt Checkmk (früher Tribe29). Die Checkmk Cloud Edition sei speziell für dynamische und cloudbasierte IT-Szenarien entwickelt worden.
Die Checkmk Cloud Edition bietet vorgefertigte Cloud-Dashboards, u.a. für Azure.
(Bild: Checkmk)
„Unternehmen betreiben weiterhin eine Vielzahl ihrer Arbeitslasten im eigenen Rechenzentrum oder bei einem Hoster. Und auch wenn sie immer mehr davon zu Public-Cloud-Anbietern migrieren werden, bleibt ein und dieselbe IT-Organisation für deren Betrieb und Monitoring verantwortlich. Was die Unternehmen und ihre IT deshalb benötigen, ist eine Monitoring-Lösung, die beide Welten abbilden und sie auf ihrer Cloud-Reise begleiten kann“, betont Jan Justus, CEO von Checkmk. „Anstatt zwei unterschiedliche Monitoring-Stacks aufzubauen, können Unternehmen mit der neuen Cloud Edition von Checkmk sowohl On-Premises- als auch Cloud-Workloads umfänglich überwachen.“
Die Cloud Edition von Checkmk sei speziell für das Monitoring von cloudnativen, dynamischen Workloads konzipiert worden und verfüge über zahlreiche Erweiterungen für das Überwachen und Visualisieren von Cloud-Diensten. Neben vorgefertigten Cloud-Dashboards stünden Monitoring-Plug-ins für AWS, Azure und Google Cloud Platform zur Verfügung, u.a. in den Bereichen virtuelle Maschinen, Networking, Storage, Datenbanken, Serverless Functions, Container-Management und Caching.
Neue und weiterentwickelte Agenten
Die Monitoring-Agenten der Cloud Edition könnten nun neben dem Pull-Modus auch im Push-Modus arbeiten und somit ihre Messdaten autonom an die Checkmk-Instanzen in der Cloud senden. Der Vorteil dieser per TLS verschlüsselten Einwegkommunikation sei ihr hohes Sicherheitsniveau: Checkmk könne dadurch auch Server überwachen, auf deren Netzwerk die Monitoring-Lösung nicht zugreifen kann, z.B. in einer cloudbasierten Konfiguration oder in einem isolierten Netzwerk.
Ebenfalls neu sei im Monitoring-Agenten der Cloud Edition die Autoregistrierung. Sie könne automatisch neu ausgerollte VMs oder Server in das Monitoring aufnehmen und dabei die zu überwachenden Services erkennen. Das Monitoring von dynamischen Cloud-Infrastrukturen werde somit stets auf dem aktuellen Stand gehalten. Gleichzeitig seien Massen-Rollouts und eine zeiteffiziente Wartung von Checkmk in großen Umgebungen möglich.
Aufbauend auf dem im letzten Jahr vorgestellten Kubernetes-Monitoring werde von der Cloud Edition nun nativ sowohl das Monitoring von OpenShift-Clustern als auch die Managed-Kubernetes-Lösungen von AWS, Azure und Google Cloud Platform unterstützt. Neben den von den Cloud-Hyperscalern angebotenen Kubernetes-Lösungen sei OpenShift von Red Hat eine der wichtigsten und am weitesten verbreiteten Kubernetes-Distributionen. OpenShift sei auch ein Eckpfeiler jener hybriden Welt, für die Checkmk die Cloud Edition entwickelt hat.
Dies untermauere ebenfalls die Integration der Cloud Edition mit Grafana Cloud. Checkmk werde demnächst als Datenquelle im offiziellen Grafana Plugin Store gelistet – somit lasse sich das Grafana Cloud Plugin in Sites der Checkmk Cloud Edition integrieren. Die bestehende Unterstützung von Grafana in der Enterprise Edition bleibe davon unberührt.
Darüber hinaus werde die Cloud Edition auf den Marktplätzen von AWS und Azure gelistet sein. Dies ermögliche einen schnellen Einsatz von Checkmk in AWS- und Azure-Umgebungen. Zudem könnten mit der Cloud Edition die Checkmk-Daten in der Cloud auf AWS S3 und Azure Blob Storage als Backup gespeichert werden.
Checkmk 2.2: umfassend, automatisiert, sicher
Mit der Version 2.2 führt Checkmk Neuerungen und Verbesserungen ein, die sowohl für die Cloud als auch die Enterprise Edition gelten. Dazu zählen u.a. die neu hinzugekommene Unterstützung für Google Cloud Platform sowie 174 überarbeitete und neu entwickelte Checks und Agenten, etwa für das Monitoring von Cisco Meraki und dem MDM-System Mobile Iron.
Auf ein einfacheres und effizienteres Arbeiten mit Checkmk zielen auch die im Zuge des Releases vorgenommenen Verbesserungen an der Automatisierung ab. So sei die REST-API vervollständigt und weiter ausgebaut worden. Mit Version 2.2 würden nun Endpunkte wie SLAs, Site-Management und Benutzerrollen unterstützt.
Checkmk 2.2 biete ab jetzt native SSO-Unterstützung (Single Sign-on). Zugriffsberechtigungen könnten nach dem SAML-Standard, z.B. für bestimmte Rollen, direkt aus der Checkmk-Oberfläche heraus konfiguriert werden. Darüber hinaus biete die Version 2.2 Neuerungen für einen höheren Bedienkomfort und damit für ein effizienteres und effektiveres Arbeiten mit der Monitoring-Lösung von Checkmk, u.a. durch Design- und UI-Verbesserungen.
Ferner habe Checkmk die Nutzung von Labels ausgebaut. User könnten in Tabellenansichten die Host- und Service-Labels nun nach einer booleschen Logik mit AND/OR/NOT filtern und somit die Ergebnisliste der Filter verfeinern.
Stand: 08.12.2025
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