Canonical, Collabora und Nextcloud Homeoffice-Komplettlösung für Raspberry Pi und ARM-Anwender

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Canonical, Collabora und Nextcloud bieten ab sofort eine Content-Collaboration-Plattform für 64bit-ARM an. Sie baut auf der bisherigen Nextcloud Ubuntu Appliance auf und ist für Privatanwender ebenso wie für Unternehmen geeignet.

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Mit Collabora Online steht die erste brauchbare, selbst gehostete Produktivitätsplattform auf der beliebten Raspberry Pi-4-Plattform zur Verfügung.
Mit Collabora Online steht die erste brauchbare, selbst gehostete Produktivitätsplattform auf der beliebten Raspberry Pi-4-Plattform zur Verfügung.
(Bild: gemeinfrei© Doris Jungo / Pixabay )

Mit der Pi-Serie hat Raspberry die IT-Kosten von IoT-Geräten bis hin zu kleinen Heimservern gesenkt. Auch Ubuntu ist führend in diesem Bereich und bietet einfach zu installierende und verwaltungsfreie Softwarepakete, die die Einstiegshürde weiter senken. Es sind bereits Hunderte von Online-Tutorials erschienen, die das große Interesse an Nextcloud auf dem Raspberry Pi zeigen. Canonical, Nextcloud und Western Digital haben zudem bereits früher an einer Lösung für die Plattform gearbeitet.

Die Ubuntu Nextcloud Appliance machte die einfache Bereitstellung des Nextcloud Hubs sowohl für x86-Geräte wie Intel Mini PCs (NUC) als auch für ARM-Geräte wie den Raspberry Pi bereits möglich. Aber für letzteren fehlte die Unterstützung für eine brauchbare Online-Office-Lösung. Dieses Problem soll jetzt der weit verbreitete, quelloffene Web-Office-Dokumenteneditor Collabora Online beheben.

Für Zehntausende Raspberry Pi-Anwender bedeutet das: sie können ihren Pi 4 in kürzester Zeit in eine selbst gehostete Lösung für die gemeinsame Bearbeitung von Inhalten und Dokumenten verwandeln. Mit der wachsenden Verfügbarkeit von 64bit-ARM-Geräten im Bereich der Unternehmensserver werden auch größere Organisationen von der Verfügbarkeit dieser Plattform profitieren.

Die Installation erfordert folgende Systemvoraussetzungen:

  • Zwei USB 2.0- oder 3.0-Flash-Laufwerke (mindestens 2 GB),
  • ein Raspberry Pi 4,
  • ein Mini-HDMI-zu-HDMI-Kabel,
  • einen Monitor mit VGA- oder HDMI-Anschluss,
  • ein VGA- oder HDMI-Kabel,
  • eine USB-Tastatur und -Maus,
  • eine Netzwerkverbindung mit Internet-Zugang,
  • ein Ubuntu 20.04 LTS Desktop-Image.

Ein ausführliches Tutorial auf der Ubuntu-Website führt Anwender durch die Installation der Nextcloud-Ubuntu-Appliance-Images auf einem Raspberry Pi sowie die schnelle Schritt-für-Einrichtung.

Nach der Installation sind die Geräte einsatzbereit u.a. für das Teilen und Bearbeiten von Dokumenten, Senden und Empfangen von E-Mails, Verwalten der Kalender, Video-Chats ohne Datenverlust und das Planen von Meetings.

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