Seagate-HDDs für NAS und Cloud Heliumgefüllte 10-TB-Festplatte von Seagate

Autor: Klaus Länger

Nach HGST verwendet nun auch Seagate das Edelgas Helium für die Füllung der 10-TB-Enterprise-Capacity-HDD. Die ebenfalls vorgestellte 8-TB-HDD für NAS-Geräte kommt dagegen noch mit herkömmlicher Luftfüllung aus.

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Seagate bringt zwei Platten mit hoher Kapazität auf den Markt: ein 8-TB-Modell für NAS-Geräte und eine 10-TB-HDD mit Heliumfüllung für das Rechenzentrum.
Seagate bringt zwei Platten mit hoher Kapazität auf den Markt: ein 8-TB-Modell für NAS-Geräte und eine 10-TB-HDD mit Heliumfüllung für das Rechenzentrum.
(Bild: Seagate)

Seagate hat mit der 10 TB Enterprise Capacity die erste 10-TB-Festplatte der Firmengeschichte vorgestellt und damit mit HGST gleichgezogen. HGST hatte bereits im Juni 2015 mit der Ultrastar Archive Ha10 die erste 10-TB-HDD auf den Markt gebracht. Ebenso wie HGST verwendet Seagate das Edelgas Helium für die Füllung der Festplatte, um so Turbulenzen und damit auch den Abstand der Scheiben zu verringern. So ist es dem Hersteller gelungen, sieben Platter und 14 Köpfe in dem 3,5-Zoll-Laufwerk unterzubringen. Die mit 6 Gb/s-SATA- oder mit 12 Gb/s-SAS-Interface lieferbare 10 TB Enterprise Capacity verwendet ebenso wie die im Dezember 2015 vorgestellte HGST Ultrastar He10 das konventionelle Perpendicular Magnetic Recording (PMR) als Aufzeichnungsverfahren. Die erste 10-TB-Platte Ultrastar Archive Ha10 hingegen arbeitet mit Shingled Magnetic Recording (SMR). Dieses Verfahren erlaubt zwar engere Spuren und damit eine höhere Kapazität pro Magnetscheibe, allerdings um den Preis einer deutlich geringeren Schreibrate. Daher lassen sich SMR-Platten auch nur für Cold-Storage-Anwendungen sinnvoll einsetzen. Eine PMR-HDD wie die Seagate 10 TB Enterprise Capacity ist dagegen beim Schreiben schnell genug für den Einsatz im Data-Center. Durch die höhere Kapazität lassen sich so mehr Petabyte pro Rack unterbringen. Seagate will damit vor allem Kunden aus dem Cloud-Umfeld ansprechen. Nach Angabe von Seagate ist die heliumgefüllte Festplatte die in Relation zur Kapazität sparsamste und leichteste Festplatte auf dem Markt. Sie soll zudem durch die Verwendung besserer Cache-Algorithmen auch eine höhere Leistung liefern als bisherige HDDs ihrer Klasse. Beim Einsatz in 24/7-Multidrive-Umgebungen soll die Festplatte eine MTBF von 2,5 Millionen Stunden bei konsistenter Leistung erreichen, 0,5 Millionen Stunden mehr, als bei den bisherigen Enterprise-Capacity-HDDs. Angaben zur Drehzahl und Cache-Größe der 10-TB-Platte macht Seagate nicht, wahrscheinlich sind aber 7.200 U/Min und 256 MB.

Seagate liefert die 10 TB Enterprise Capacity vorerst nur ausgewählten Kunden aus, Informationen zum Preis gibt es derzeit nicht.

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8 TB für NAS-Geräte

Die zweite neue Seagate-Platte mit hoher Kapazität ist die NAS HDD 8TB. Laut Hersteller soll sie die größte NAS-optimierte Festplatte auf dem Markt sein. Im Gegensatz zu Desktop-HDDs ist die NAS-Platte für den 24/7-Betrieb in Multi-HDD-Anwendungen optimiert, die einen höheren Anspruch an die Vibrationsresistenz stellen. Seagate gibt für die luftgefüllten PMR-Platten mit 6-Gb/s-SATA-Schnittstelle eine kontinuierliche Datenrate von bis zu 216 MB/s an. Die Drehzahl liegt bei schonenden 5.900 U/Min, den Cache hat Seagate auf 256 MB verdoppelt.

Die Ausdauer der Platte soll zudem mit 180 TB pro Jahr um 50 Prozent höher liegen, als bei anderen NAS-Festplatten. Für die MTBF nennt der Hersteller eine Million Stunden, den Preis für die 8-TB-NAS-HDD aber noch nicht.

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