Fujitsu Partnertag 2022 Heimspiel in Hannover

Von Klaus Länger

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Fujitsu hatte zum Partnertag 2022 unter dem Motto „IT is coming home” nach Hannover eingeladen. Bei der Veranstaltung ging es aber nicht um Cebit-Nostalgie, sondern primär um Zukunftsthemen für die Partner, die IT-Branche allgemein und unsere Gesellschaft.

Der Fujitsu-Partnertag 2022 unter dem Motto „IT is coming home“ führte etwa 600 Besucher, Partner, Sponsoren und Referenten, nach Hannover.(Bild:  Vogel IT-Medien)
Der Fujitsu-Partnertag 2022 unter dem Motto „IT is coming home“ führte etwa 600 Besucher, Partner, Sponsoren und Referenten, nach Hannover.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Der Kuppelsaal des Hannover Congress Centrum war über zwei Jahrzehnte hinweg der Ort für die Eröffnung der IT-Messe Cebit. Auf diese Tradition verwies das Motto der Fujitsu-Partnertags 2022, der Ende September in diesem historischen Gebäude stattfand: „IT is coming home”. Daher gab es unter den knapp 600 Teilnehmern natürlich etliche Anekdoten von der einstmals größten Computermesse der Welt zu hören. Bei der Veranstaltung selbst standen aber die aktuelle Situation im Fujitsu-Channel und der Ausblick auf die kommenden Jahre im Zentrum.

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Fujitsus globale Strategie

Einen Einblick in die globale Strategie von Fujitsu gab Rupert Lehner, als Corporate Executive Officer EVP Global Platform Business einer der Entscheidungsträger auf weltweiter Ebene im Konzern. Zunächst schilderte Lehner die aktuellen Aufgaben, die Fujitsu zu bewältigen hat. An erster Stelle stehen hier die Stabilisierung der Lieferketten, der Ausbau des Portfolios um innovative Services und Produkte in Zusammenarbeit mit strategischen Partnern wie SAP und Microsoft, sowie die Verbesserung der Prozesse für den Channel. Die klarere Aufteilung zwischen Services und Produkt-Geschäft, das die Firma vor einem Jahr eingeleitet hat, sieht Lehner als Erfolg. Die Komplexität wurde reduziert und Prozesse vereinfacht, ohne dabei die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen zu beeinträchtigen.

Als Antwort auf die Frage, wo er Fujitsu in fünf Jahren sieht, betonte Lehner, dass die Priorität für den Konzern zwar im Ausbau der Services liegt, aber genauso im Ausbau von Plattformen und Technologie. Denn die Dienste benötigen Hardware als Basis und Clients, um auf sie zuzugreifen. Und beides soll von Fujitsu kommen.

Das On-Premises-Geschäft wird bleiben, auch wenn die Cloud weiter wächst. Als Beispiele für die fortdauernde Unterstützung von Plattformen nennt er das Mainframe- und Sparc-Geschäft, die als profitable Nischen bestehen bleiben werden. Die Erfahrungen der Partner sollen in der Strategie zukünftig wieder mehr Gewicht bekommen. Hier räumte der Manager auf dem Partnertag selbstkritisch ein, dass es da durchaus Defizite gegeben habe. Einen hohen Stellenwert sollen zudem Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung einnehmen, was sich bereits in Fujitsu Uvance widerspiegele. Als Ziele für die Channel-Strategie ergänzt Fernanda Catarino, die Europa-Channelchefin des Unternehmens, den Ausbau der Ecosystem-Platform für die Zusammenarbeit zwischen Partnern und des Co-Creating-Ansatzes.

Mehr Gewicht für die Partner

Eine wichtige Nachricht für die Partner verkündete Dominik Stroh, Sales Director Channel Sales Südwest bei Fujitsu: Zukünftig soll jedes neue Projekt über den Channel laufen mit 90 Prozent des produktbezogenen Umsatzes als Ziel für das Partnergeschäft. Bislang liegt der Channel-Anteil bei etwa 80 Prozent. Eine wichtige Rolle sollen dabei die Champion-Partner für Healthcare, Workstations und Education spielen. Heiko Lühr, Senior Director Channel Distribution, wies noch speziell auf das im April gestartete Rising-Stars-Programm hin, das registrierte Partner ohne Bonusvertrag mit Stückprämien für den Verkauf von Produkten belohnt.

Eines der Themen, die den Partnern wohl am meisten auf den Nägeln brennt, ist die Lieferkettenproblematik. In dem Zusammenhang erwähnte Uwe Romppel als konzernweit Verantwortlicher die Probleme durch Lockdowns in China, den Krieg in der Ukraine, teure Logistik und hohe Energiepreise. Allerdings sei Fujitsu hier durch den Logistik-Hub in Worms, eine Aufstockung der Lager für Komponenten und auch die Einkaufskooperation mit Lenovo inzwischen gut gerüstet. Zudem würden die Dienstleister in Tschechien, die dort einen Teil der Montage übernehmen, künftig von Europa aus gesteuert und nicht mehr aus Japan.

Verzicht ist keine Lösung

Trotz aller Probleme blickt Santosh Wadwa, Head of Product Channel Sales Central Europe, optimistisch in die Zukunft. „Verzicht ist keine Lösung“ sagte er in einem gemeinsamen Vortrag mit dem KI-Experten und Unternehmer Chris Boos. Wadwa sieht stattdessen die IT-Technologie als wichtigen Hebel, um die ökologischen und sozialen Probleme der Zukunft zu lösen. So nennt er als konkretes Beispiel die Optimierung von Logistik durch Fujitsu-Entwicklungen wie den Digital Annealer oder der Energieproduktion sowie Verteilung durch KI. Auch Entwicklungen wie der weltweit schnellste Supercomputer Fugaku, der mit Fujitsu-ARM-Prozessoren arbeitet sowie Web 3.0 mit Metaverse und die Blockchain werden wichtige Impulse setzen.

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