Thomas Kitz im Interview Greenlake findet Anklang bei Service Providern

Von Michael Hase

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Der Trend bei Service Providern geht zu Asset-Light-Strategien, beobachtet Thomas Kitz, Director Sales bei HPE. Das bedeutet nicht zwingend Bereitstellung in der Public Cloud. Partner des IT-Konzerns nutzen vermehrt dessen Consumption-Modell Greenlake.

Thomas Kitz, Director Sales Service Provider bei HPE Deutschland, sieht die wachsende Bedeutung von Datensouveränität als Chance für lokale Provider.
Thomas Kitz, Director Sales Service Provider bei HPE Deutschland, sieht die wachsende Bedeutung von Datensouveränität als Chance für lokale Provider.
(Bild: Vogel IT-Medien )

ITB: Wie haben sich die Marktbedingungen für regionale und mittelständische Service Provider in den vergangenen zwei, drei Jahren aus Ihrer Sicht entwickelt?

Kitz: Nach unserer Wahrnehmung ist der Service-Provider-Markt gut gewachsen, beschleunigt durch die Pandemie, mit der sich der Transformations- und Digitalisierungsdruck bei Unternehmen erhöht hat. Aktuell sehen wir einen verstärkten Trend, dass das Thema der Datensouveränität an Stellenwert zulegt, was dazu führt, dass mehr Projekte bei lokalen Service Providern umgesetzt werden.

ITB: Die Hyperscaler wachsen rasant, die vergangenen Quartale mit Zuwachsraten von mehr als 40 Prozent. Führt diese Entwicklung dazu, dass Service Provider vermehrt Asset-Light-Strategien verfolgen und ihre Services in der Public Cloud bereitstellen?

Kitz: Wir sehen eindeutig einen Trend zu Asset-Light-Strategien bei Service Providern, die nicht durch Private Equity oder Venture-Kapital finanziert sind. „Asset Light“ bedeutet in diesem Fall aber nicht das Deployment in der Public Cloud. An der Stelle setzten wir zum Beispiel mit unserem Consumption-Ansatz an, dem Greenlake-Angebot für Service Provider und Systemintegratoren, welches im zuvor genannten Kontext gute Resonanz im Markt findet.

ITB: Unternehmen nutzen Managed Services, um sich vom Infrastrukturbetrieb zu entlasten und auf ihre Kernprozesse zu fokussieren. Geht es für Service Provider somit primär um technische Dienstleistungen, oder sollten sie Kunden auch auf der Ebene der Geschäftsprozesse unterstützen?

Kitz: Beides kann funktionieren. Wir beobachten in unserer Klientel zwei erfolgreiche Strategien: Scale-Out-Konzepte für standardisiertes IaaS-Volumen-Geschäft und auf der Scale-Up-Seite vertikalisierte oder spezialisierte Workloads wie zum Beispiel SAP-Anwendungen oder Lösungen für Virtual Desktop Infrastructure (VDI). Solche Workloads erfordern ein gutes Verständnis der Geschäftsprozesse des Kunden.

ITB: Welche Fähigkeiten brauchen Service Provider, um sich künftig am Markt zu behaupten?

Kitz: Die Service Provider benötigen entweder eine Spezialisierung, indem sie sich zum Beispiel auf industriespezifische Lösungen fokussieren. Oder sie verfolgen einen Ansatz, der auf horizontale Skaleneffekte abzielt, was zurzeit bei den vielen Zusammenschlüssen und Übernahmen im Service-Provider-Umfeld zu beobachten ist.

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