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Fusion von Also und Actebis: „Keine Lagerbildung“

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„Keine Lager-Bildung“

Insgesamt komme man bei den Fusions-Arbeiten sehr gut voran, wie das Management betont: „Die Kulturen sind einander sehr ähnlich und es hat sich auch ganz klar gezeigt, dass es keine 'Lagerbildung' zwischen ehemaligen Also- und Actebis-Mitarbeitern gibt. Das ist ein großer Vorteil, der auch entscheidend zur Gelassenheit bei unseren Kunden und Lieferanten beiträgt“, so Dressen. Auch die Zuordnung der gemeinsamen Kunden bereite kein großes Problem. „Bei den meisten Partnern ist klar erkennbar, bei welchem der beiden Distributor sie jeweils den Großteil der Ware bezogen haben.“

Wie sehr sich beide Teile bereits als Einheit sehen, war auf der Messe zu sehen und in Gesprächen zu spüren.

Partner-Stimmen: „Nöö, nichts verändert“

Hat sich aus Sicht der Vertriebspartner etwas verändert? „Nöö, es hat sich überhaupt nichts verändert“, sagt Detlef Hörmann, der Geschäftsführer des gleichnamigen Systemhauses und Ingenieurbüros, das dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert. Er bezieht seit vielen Jahren den Großteil seines IT-Bedarfs über Actebis und den kleineren Teil über Also. „Wir werden sehr gut betreut, wie immer, auch sonst gibt es keine Änderungen“, sagt er. Und was hält er von der Fusion generell? „Naja, ist halt schade, dass es immer weniger Distributoren werden.“ Auch wenn sich an den Kreditlimits nichts ändert? „Ja, auch dann. Denn nicht nur die Zahl der Distributoren, sondern auch der Hersteller konsolidiert sich. Es werden immer weniger.“

Ähnliche Aussagen waren von vielen Partnern auf der Messe zu vernehmen. Sie hoffen, „dass für uns alles so bleibt wie bisher“, wie es ein Systemhausbesucher formuliert.

Keine Umstellung auf SAP im Q4

Die Also-Actebis-Manager hoffen, dass die Umstellung des Also-Warenwirtschaftssystems auf SAP ebenso glatt über die Bühne gehen wird. Geplant ist sie zwar noch im Laufe dieses Jahres – allerdings keinesfalls während des vierten Quartals.

Kreditlimits gebündelt

Also-Actebis-Chef Dressen hatte wenige Wochen nach der Fusion versprochen, dass Partner auch beim Thema Kreditlimits kaum mit Veränderungen rechnen müssten. Dieses Versprechen wurde auf der Hausmesse eingelöst, als der Distributor die neue Kreditlinien-Regelung vorstellte: Die Linien, die die Fachhandelspartner bislang jeweils bei Also und Actebis nutzen konnten, werden zu 100 Prozent addiert zu einer Gesamtsumme.

Kreditmanagement erneut TÜV-zertifiziert

Stefan Wisst (v.l.), Leiter Finanzen und Kundenservice, freut sich mit seinen Team-Kollegen Andre Nophut (Kreditcontroller Fachhandel), Kristina Schneider (Kreditanalyst Retail), Christian Herdemann (Kreditcontroller NT Plus) und Julia Vormweg (Kreditcontroller Key Account) über die Auszeichnung. (Archiv: Vogel Business Media)

Der TÜV Rheinland hat erneut das Kreditmanagement von Actebis Peacock für seine Güte zertifiziert und ausgezeichnet. In der IT-Branche ist Actebis Peacock das einzige Unternehmen mit diesem Status, der auch in der gesamten deutschen Unternehmenslandschaft Seltenheitswert hat.

Das 20-köpfige Team des Kreditmanagements von Actebis Peacock betreut aktuell rund 30.000 Partner.

Das Gütesiegel wird verliehen für die Prozesse und die Kundenbetreuung in den Bereichen Organisation, Mitarbeiterqualifikation, Kennzahlensteuerung, Kreditlimitierung und Zahlungszielvergabe. Die Zertifizierungs-Kriterien wurden erstmals Ende 2006 vom Verein für Credit Management e.V. in Zusammenarbeit mit Warenkredit-Versicherern und Rating-Agenturen als Standard definiert. Sie gelten in Deutschland als einziger nachvollziehbarer Maßstab, um die Leistungsfähigkeit des Kreditmanagements eines Unternehmens zu messen und unternehmensübergreifend zu vergleichen.

Mehr zur Strategie von NT plus, zu den Planungen der Value-Division und zu Actebis Network lesen Sie auf der nächsten Seite.

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