Service Hub, Digital Annealer und KI Fujitsu und die Data-driven Transformation

Autor: Sylvia Lösel

Der Channel spielt weiterhin eine zentrale Rolle im Fujitsu-Universum. Dreh- und Angelpunkt wird immer mehr der Service Hub – die Orchestrierungsplattform für zahlreiche Projekte. Zudem hat der Hersteller sein Management-Team erweitert.

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Daten werden immer wichtiger – auch im Fujitsu-Universum.
Daten werden immer wichtiger – auch im Fujitsu-Universum.
(Bild: metamorworks - stock.adobe.com)

„Wir investieren in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiter massiv in Technologien, Partnerschaften, den Channel und in die Aus- und Weiterbildung aller unserer Beschäftigten inklusive des Managements. In den vergangenen zwölf Monaten haben wir zudem bereits mehrere hundert Stellen neu besetzt und sind weiterhin auf der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insbesondere in den Bereichen IT-Services, strategische Beratung und SAP.“ Rupert Lehner, Head of Central and Eastern Europe & Products Europe bei Fujitsu, macht mit diesen Worten deutlich, wohin die Reise für den

Juan Perea Rodriguez ist neuer Vertriebsleiter für Zentraleuropa bei Fujitsu.
Juan Perea Rodriguez ist neuer Vertriebsleiter für Zentraleuropa bei Fujitsu.
(Bild: Fujitsu)

Hersteller geht. Zur Verstärkung des Management-Teams hat Fujitsu deshalb Juan Perea Rodriguez befördert, der nun Head of Sales Central Europe ist. Sein Nachfolger als Head of Public Sector ist Thomas Müller, der ebenfalls aus den eigenen Reihen kommt.

Orchestrierungsplattform für hybride IT

„On-Premises und dedizierte private Dienste werden weiterhin benötigt, wobei Kunden strategisch evaluieren, welche davon durch standardisierte Cloud Services abgelöst werden können. Der Beratungsbedarf diesbezüglich und das Interesse an unserem Fujitsu Service Hub als Orchestrierungsplattform für Hybrid-IT steigen massiv. Wir sind Integrator, Orchestrator und Betreiber solcher hybriden Umgebungen.“ Der japanische Hersteller, einst vor allem bekannt für Hardware, befindet sich genauso im Wandel wie der gesamte Markt.

„Speziell der deutsche Mittelstand war lange Jahre im internationalen Vergleich sehr zurückhaltend beim Nutzen der Cloud. Dies galt ganz besonders für Hyperscaler-Angebote. Spätestens seit Corona ist dies anders. Das gilt auch für die meisten unserer Kunden, die vor zwei, drei Jahren noch nichts von derartigen Diensten wissen wollten. Die Frage für sie ist nun nicht mehr ob, sondern wofür sie Hyperscaler-Angebote nutzen.“ Ebenso sei „die Nachfrage nach Pay-per-use-Modellen und Added-value-Angeboten in den vergangenen Monaten ebenfalls deutlich gestiegen.“ Gleiches gilt für die Beratung zu und Implementierung von Konzepten, wie man vorhandene Unternehmensdaten besser nutzen kann, um Entscheidungsprozesse zu optimieren – Stichwort ‚Data-driven Transformation‘.

Projekt-Geschäft

Wie breit gefächert das Portfolio von Fujitsu inzwischen ist, macht Dr. Joseph Reger, CTO Central and Eastern Europe & Fujitsu Fellow deutlich, wenn er von einem Blockchain-Projekt für netzverträgliches Laden von Elektroautos spricht. Oder von der Jahresfahrplanerstellung für den Güterverkehr der Deutschen Bahn mit Hilfe des Digital Annealer. Ein weiteres Eisen im Feuer hat der Anbieter bei der Digitalisierung der Nordschleife am Nürburgring mittels Lichtwellenleiter, Kameras und KI. „Entscheidend für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ist es, Ergebnisse der anwendungsorientierten Forschung rasch zu adaptieren. Dies ermöglicht es ihnen, ihre Geschäftsprozesse schnell zu verbessern und neue Geschäftsmodelle zu erschließen. Die Kooperation mit der TU Hamburg hat daher ebenso wie unser Digitaler Inkubator den klaren Ansatz, eine möglichst rasche industrielle Einsatzfähigkeit der neuen Technologien zu erreichen."

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Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin IT-BUSINESS, Vogel IT-Medien