Anorganisches Wachstum durch Verkauf Fritz & Macziol setzt auf Kernbereiche und neue Themen

Autor: Sarah Gandorfer

Oliver Schallhorn, Geschäftsführer von Fritz & Macziol sieht sein Unternehmen als „Perle“. Derzeit laufen Verhandlungen über einen neuen Investor. Der Ulmer IT-Dienstleister kann zwar eigenständig weiteres Wachstum vorweisen, hofft aber auf mehr Schwung durch mehr Spielraum.

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Noch weht die Imtech-Fahne vor dem Firmengebäude in Ulm.
Noch weht die Imtech-Fahne vor dem Firmengebäude in Ulm.
(Bild: Fritz & Macziol)

Der Verkauf von Fritz & Macziol (FuM) durch Imtech steht kurz bevor, das bestätigt auch FuM-Geschäftsführer Oliver Schallhorn. Die niederländische Konzernmutter muss durch den Verkauf des Systemhauses ihren Schuldenberg abbauen. Dabei muss die Braut keines Wegs „schön geschmückt werden“, betont FuM-Geschäftsführer Oliver Schallhorn. Er nennt sein Unternehmen sogar eine „Perle“.

Im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Gruppenumsatz bei 396 Millionen Euro lag, konnte der IT-Dienstleister hier, wie auch im Ergebnis, ein weiteres Wachstum verzeichnen. Die offiziellen Zahlen für das erste Halbjahr werden in Kürze bekannt gegeben. Auch betriebsbedingte Entlassungen, seien nicht geplant. Im Gegenteil: die Anzahl der Mitarbeiter ist um rund fünf Prozent gestiegen.

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„Wir investieren in alle Kernbereiche und stehen trotz der mittlerweile fünfmonatigen Verkaufsphase sehr gut da“, so Schallhorn. „Wir haben über 1.500 Kunden im Software-Geschäft, rund die Hälfte unserer Mitarbeiter arbeitet in diesem Bereich. Wir haben beispielsweise eine Applikation, mit der wir jährlich rund zwei Millionen Transaktionen in der Cloud machen.“ Alles in allem hat die FuM also das Potenzial aus eigener Kraft zu wachsen.

Bieter

An wen FuM schlussendlich verkauft wird, ist Sache der Konzernmutter sowie der Banken. Dennoch sagt Schallhorn, dass die FuM-Geschäftsführung einen gewissen Einfluss auf die Bieter hat. „Alle Bieter haben großes Interesse am Erhalt. Abgesehen von der letzten Zeit, hatten wir sieben gute Jahre mit Imtech, die uns Zukäufe ermöglicht. Nun hoffen wir auf einen neuen Investor, der uns ähnlich fördert.“ Voraussichtlich im Oktober, soll der neue Investor bekannt gegeben werden. Schallhorn ist seit rund sechs Wochen wieder beim IT-Dienstleister. Er bezeichnet seine Rückkehr als positives Zeichen dafür, dass die Zukunft für FuM ausgesprochen rosig aussieht: „Ansonsten wäre ich nach zweieinhalb Jahren nicht zurückgekommen ins Unternehmen.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr darüber, in welche Trend-Themen FuM investiert.

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 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS