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Industrie 4.0
ITB: Freudenberg IT hat nach eigenen Angaben vier Megatrends ausgemacht, darunter Industrie 4.0. Können Sie kurz auf Ihre Schwerpunkte eingehen?
Reichardt: Die Themen sind im einzelnen Cloud Computing, Big Data, Mobility und Industrie 4.0 – das alles greift ineinander. Industrie 4.0 ist derzeit ein rein deutsches Thema, von dem sicherlich irgendwann auch der Rest der Welt partizipieren wird. Dabei gibt es schon einige Dinge, die umgesetzt werden können, andere sind noch eine Vision, die aber bis 2025 erreicht werden soll. Letztlich geht es um die Frage, wie der Hochlohnstandort Deutschland seine führende Position auf den globalen Markt halten und ausbauen kann. Eigentlich ist es M2M-Kommuniktion, die hier aufgebaut wird. Big Data spielt eine Rolle, denn es fallen in Produktionsbetrieben große Datenmengen an. Mobility ist ebenfalls nicht mehr wegzudenken, beispielsweise wenn Daten von einem Ende der Produktionsstätte zum anderen gelangen müssen. Die anfallenden Daten müssen wiederum irgendwo gespeichert und verarbeitet werden, dazu bietet sich die Cloud an. Die Idee ist, ohne menschliches Eingreifen ein Werkstück vom Anfang der Produktionskette bis zum Ende zu begleiten.
ITB: Im Mai hat Bechtle bekannt gegeben, mit Freudenberg IT zu zusammenzuarbeiten. Ist eine solche Kooperation zweier IT-Dienstleister nicht etwas ungewöhnlich?
Reichardt: Die FIT verkauft keine Hardware. Ein Bestandteil unserer Strategie war es, uns von den Desktop-Services zu trennen. Wir ergänzen uns hier perfekt, es ist sozusagen eine ‚Win-Win‘-Situation.
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