Gulp Arbeitsleben Studie – Stundensätze und Gehälter Freelancer versus Festangestellte

Von Heidi Schuster

Sind Freelancer die heimlichen Gewinner der Coronakrise? Die Gulp Arbeitsleben Studie 2021 zeigt jedenfalls, dass sich die Stundensätze von Freelancern erhöht haben, während das Bruttogehalt von Festangestellten gesunken ist. Aber warum?

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Freelancer haben ihre Stundensätze in den vergangenen zwei Jahren deutlich erhöht.
Freelancer haben ihre Stundensätze in den vergangenen zwei Jahren deutlich erhöht.
(Bild: Coloures-Pic - stock.adobe.com)

Für Freelancer zeichnet sich in der Gulp Arbeitsleben Studie 2021 ein erfreuliches Bild: Lag der durchschnittliche All-inclusive-Stundensatz der Studienteilnehmer 2019 noch bei 92,96 Euro, waren es 2021 98,37 Euro und damit 5,8 Prozent mehr. Allerdings zeigt das auch, dass die 2019 geplanten Erhöhungen von 7,2 Prozent nicht ganz realisiert wurden. Die teilnehmenden Freelancer planen auch für dieses Jahr eine Preissteigerung von durchschnittlich 7,9 Prozent. Durchschnittlich rechnen die Befragten also mit einer Erhöhung auf 106,13 Euro pro Stunde.

Etwa die Hälfte der Freiberufler berechnet der Umfrage zufolge zwischen 70 und 100 Euro pro Stunde (All-inclusive). Doch auch hier gibt es eine Verschiebung nach oben. Stellten 2019 nur 33,7 Prozent der freien Mitarbeiter über 100 Euro pro Stunde in Rechnung, waren es im vergangenen Jahr bereits 42,2 Prozent. Unter 70 Euro pro Stunde verdienen nur rund 10 Prozent der Freelancer in Deutschland.

Weniger Gehalt für Festangestellte

Bei den Festangestellten kam es zu einem Rückgang des durchschnittlichen Brutto-Jahresgehalts. 2019 gaben die Umfrageteilnehmer an, in Festanstellungen in der IT- und Engineering-Branche durchschnittlich 73.500 Euro brutto pro Jahr zu verdienen. In der neuen Auswertung lag die Angabe des Brutto-Jahresgehalts aller Interviewten in Festanstellung bei 52.081 Euro.

Diese Diskrepanz könnte sich dadurch erklären, dass die letzte Studie nur auf IT- und Engineering-Mitarbeiter begrenzt war, die diesjährige jedoch für Experten aus allen Branchen offen stand, erklärt Gulp. Die Aufschlüsselung des Brutto-Jahresgehalts nach den Branchen, in denen die Befragten tätig sind, stütze diese These.

„Wir sehen weiterhin einen großen Markt und damit gute Verdienstmöglichkeiten für freie Mitarbeitende. In Festanstellung ist es schwerer, beim eigenen Arbeitgeber mit entsprechenden Gehaltsforderungen auf die erhöhten Anforderungen zu reagieren“, sagt Michel Verdoold, CEO von Gulp. „Wir prognostizieren daher eine ausgeprägtere Wechselbereitschaft. Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, eine passende Führungsmentalität und finanzielle Anreize werden vor diesem Hintergrund immer wichtiger.“

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