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Foto- und Diascanner: Stillstand auf hohem Niveau

| Autor: Klaus Länger

Für die Archivierung von Negativen oder Dias sind neben der passenden Hard- und Software auch Sorgfalt und Expertise notwendig.
Für die Archivierung von Negativen oder Dias sind neben der passenden Hard- und Software auch Sorgfalt und Expertise notwendig. (Bild: © Philipimage - stock.adobe.com)

Bei Foto- und Diascannern findet eine Weiterentwicklung praktisch nicht mehr statt. Neue Geräte kommen kaum mehr auf den Markt. Aber die Scanner sind für die Archivierung von Fotos oder Dias unverzichtbar, und sie werden auch weiterhin verkauft.

Während Mulifunktionsdrucker mit eingebautem Scanner die reinen Drucker in den Stückzahlen längst überholt haben und ständig neue und immer schnellere Dokumentenscanner auf den Markt kommen, ist die Weiterentwicklung bei Flachbett-, Film- und Diacsannern praktisch zum Stillstand gekommen. Nach 2015 sind kaum mehr neue Geräte auf den Markt gekommen. Einige Hersteller haben sich von ­diesem Markt sogar zurückgezogen. Der Siegeszug der Digitalfotografie hat diese Geräte für die meisten Endkunden schlicht überflüssig gemacht, einfachere Flachbettscanner wurden durch die immer günstigeren MFPs vom Markt verdrängt.

Wichtig für die digitale Archivierung

Für die Archivierung von Papierabzügen, Negativen und Dias sind Scanner aber immer noch unverzichtbar. Daher werden sie weiterhin produziert und verkauft. Die Spannbreite der Geräte recht dabei von günstigen Diascannern für unter 100 Euro, die allerdings primär über Retail-Kanäle oder Online-Händler an Endkunden verkauft werden, bis hin zu absoluten Profigeräten mit hohen vier- oder gar fünfstelligen Verkaufspreisen. Diese Geräte werden über spezialisierte Fachhändler angeboten und häufig von Scan-Dienstleistern oder institutionellen Kunden wie etwa Museen eingesetzt. Die günstigeren Geräte dieser Kategorie sind allerdings durchaus auch für Endkunden interessant, die etwa eine große Foto- oder Diasammlung digitalisieren wollen.

Allrounder und Spezialisten

Zu den Gerätekategorien zählen hier semiprofessionelle oder professionelle Flachbettscanner mit Durchlichteinheit und reine Dia- oder Filmscanner. Der Vorteil der ersten Kategorie, die mit Scanauflösungen von mindestens 3.200 dpi arbeitet, ist die Möglichkeit, auch Abzüge zu scannen, wenn keine Negative mehr vorhanden sind. Dias oder Filmstreifen können mit entsprechenden Halterungen fixiert und mit Hilfe der Durchlichteinheit digitalisiert werden. Im Gegensatz zu dem meisten reinen Diascannern erfassen die Flachbettgeräte auch Dias oder Filme im Mittelformat. Speziell mit A3-Scannern können viele Dias oder Filmstreifen in einem Durchgang eingelesen werden.

Bei Dia- oder Filmscannern gibt es im Prinzip zwei Gerätekategorien. Eine ist auf die Erfassung einzelner Dias und zusätzlich das Scannen von Filmstreifen spezialisiert. Teilweise können diese Geräte auch Filmstreifen automatisch einziehen. Teurer wird es, wenn die Geräte nicht nur Kleinbild- sondern auch Mittelformatvorlagen verarbeiten sollen. Magazinscanner bieten den Vorteil, dass sich große Diasammlungen schnell digitalisieren lassen. Diese ­Geräte funktionieren im Prinzip wie Diaprojektoren, arbeiten aber mit LEDs als Lichtquelle. Sie kommen meist mit unterschiedlichen Magazintypen wie Kompakt- oder Rundmagazinen zurecht. Professionelle Filmscanner wie die Coolscan-Geräte von Nikon können für die Stapelverarbeitung von Dias mit zusätzlichen Feedern nachgerüstet werden. Die Königsklasse ­unter den Scannern sind die virtuellen Trommelscanner der Hasselblad-Flextight-Serie mit bis zu 8.000 dpi Scanauflösung.

Die Software macht den Unterschied

Essenziell für das Scannen von Bildern, ­Dias und Filmen ist die richtige Software passend zum Scannertyp. Denn selbst nach sorgfältiger Reinigung der Vorlagen weisen diese immer noch Staubreste oder feine Kratzer auf, die durch eine entsprechende Korrekturfunktion in der Software im ­gespeicherten Bild automatisch beseitigt werden. Eine weitere Aufgabe ist die selektive Farbkorrektur. Bei professioneller Software ist zudem eine IT-8 Farbkalibrierung möglich.

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