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Seit 2004 in der Cloud Fiducia IT blickt auf 90 Jahre Markterfahrung zurück

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sarah Maier / Sarah Gandorfer

Als IT-Dienstleister der genossenschaftlichen Finanz-Gruppe hat sich Fiducia IT am Markt seit 90 Jahren etabliert. Den zehnten Geburtstag feiert zudem das firmeneigene Banksystem „Agree“, dass dank ständiger Weiterentwicklung immer auf dem aktuellen Stand ist.

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Klaus-Peter Bruns, Vorstandsvorsitzender bei Fiducia IT
Klaus-Peter Bruns, Vorstandsvorsitzender bei Fiducia IT
(Bild: Fiducia IT)

Mit 90 Jahren ist Fiducia IT ein Dinosaurier unter den IT-Dienstleistern. Einer, der noch Lochkarten kennt. Das 1924 als Fiducia Revisions- und Treuhandinstitut AG in Karlsruhe gegründete Unternehmen könnte natürlich heute nicht auf so erfreuliche Bilanzzahlen blicken, wäre es auf dem Stand von anno dazumal geblieben. So entwickelte sich das Systemhaus weiter über Journalstreifen sowie Magnetbänder und hat nun seinen Kopf in der Cloud.

Die Karlsruher sind mittlerweile Dienstleister für Informationstechnologie in der genossenschaftlichen Finanz-Gruppe: Über 650 der knapp 1.100 deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie gut 50 Privatbanken setzen auf die IT-Lösungen der Fiducia und vertrauen dem Sicherheitsstandard des Karlsruher Rechenzentrums. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der IT-Dienstleister fast 679 Millionen Euro. Einschließlich der Tochterunternehmen Parc-IT, Peras und TSG Technologie Services lag dieser Wert bei gut 720 Millionen Euro. Der hier zu verzeichnende leichte Rückgang um etwa ein Prozent spiegelt vor allem die Neuordnung der Fiducia-Beteiligungsstruktur wider, insbesondere die Ausgliederung des Mittelstandsgeschäfts für SAP-Leistungen, das der Fidelstädter SAP-Dienstleister und Service-Provider All for One Steeb Anfang 2013 übernommen hat. Die Fiducia IT AG beschäftigt rund 2.600 Mitarbeiter. Konzernweit sind es knapp 3.000 Beschäftigte.

Zehn Jahre „Agree“

„Die anhaltende Niedrigzinsphase und die fortschreitende Regulierung setzen für die gesamte Branche nach wie vor schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen“, sagte Klaus-Peter Bruns, Vorsitzender des Vorstands der Fiducia IT AG, einen Tag nach der Hauptversammlung seines Unternehmens. Als IT-Dienstleister in der genossenschaftlichen Finanzgruppe sei die Fiducia daher gefordert, die gesetzlichen Vorgaben so rasch und effizient wie möglich für ihre Partnerbanken umzusetzen. Gleichzeitig müsse sie jedoch auch deren Tagesgeschäft durch die Entwicklung schlanker und kostengünstiger Anwendungen sowie Prozesse unterstützen. Denn nicht die Gewinnmaximierung sei das Ziel, sondern die Stärkung der Wirtschaftskraft der Fiducia-Teilhaber, die ja gleichzeitig auch Kunden der Fiducia sind.

Bereits seit zehn Jahren ist das Fiducia-Banksystem „Agree“ im Einsatz. Auch wenn dieser zehnte Geburtstag verglichen mit dem 90 jährigen bestehen der Firma unbedeutend scheinen mag, war es ein wichtiger Schritt in der Unternehmensgeschichte.

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„Nach der Fusion der früheren rbg mit der Fiducia im Jahr 2003 war es unser Ziel, die bestehenden Banksysteme der beiden Partner durch eine neue, bessere Lösung zu ersetzen. Die VR-Banken sollten besonders bei den Vertriebsprozessen unterstützt werden“, beschreibt der Fiducia-Chef und zudem einer der „geistigen Väter“ von Agree, die damaligen Überlegungen. Seither sorgen Vorgangsbearbeitung, Assistenten, intuitive und einfache Menüführung oder standardisierte Prozesse für eine schlanke Wertschöpfungskette in den Instituten. Bankmitarbeiter würden überdies von Routineaufgaben entlastet und können sich somit ganz auf ihr Kerngeschäft sowie auf ihre Kunden konzentrieren.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wann und warum Fiducia IT anfing, Services in die Cloud zu verlagern.

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