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Stromversorgung & Klimatisierung

Bei Auguste Victoria ist null Ausfall in Hardware gegossen

Fehlertolerante Server bei der Ruhrkohle AG

| Autor / Redakteur: Rainer Doh / Ulrike Ostler

Der Walzenschrämlader ist eine schneidende Gewinnungsmaschine, die das Flöz im Streb herausschneidet.
Der Walzenschrämlader ist eine schneidende Gewinnungsmaschine, die das Flöz im Streb herausschneidet. (Bild: RAG)

Die Kontrolle und Steuerung von Betriebsanlagen im RAG-Bergwerk „Auguste Victoria“ ist eine in hohem Maße unternehmenskritische Aufgabe. Die Ruhrkohle AG sichert sich mit fehlertoleranten Stratus-Servern ab. Zurecht, wie es aussieht: Seit neun Jahren gab es bei den mittlerweile 38 Servern noch keine einzige Betriebsunterbrechung.

Der Steinkohlebergbau in Deutschland wird seit Jahrzehnten immer weiter zurückgefahren und bis 2018 ganz beendet werden. Zu den wenigen verbliebenen Zechen gehört das seit 1899 bestehende Bergwerk August-Victoria in Marl, am Nordrand des Ruhrgebietes.

Hier arbeiten rund 3.500 Beschäftige, davon etwa zwei Drittel unter Tage. Sie bauen in rund 1.000 Metern Tiefe in einem nahezu 100 Kilometer langen Stollensystem Steinkohle ab. Dafür werden heute riesige Maschinen eingesetzt; Kohlenhobel und Walzenschrämlader schneiden und fräsen pro Tag etwa 14.000 Tonnen Kohle aus dem Flöz.

Die Steuerung und Kontrolle der Anlagen unter Tage werden in der Grubenwarte zusammengeführt. Sie bildet quasi das Gehirn eines jeden Bergwerks, die Koordinationszentrale für Produktionsbetrieb und Sicherheit.

Sicherheit und Dauerbetrieb

Die Grubenwarte hat zwei große Aufgabenbereiche. Sie ist zum einen als Sicherheitswarte für die Sicherheit der Bergleute unter Tage verantwortlich, insbesondere für die „Wetterführung“, also die Ableitung von Grubengasen, vor allem Methan und Kohlenmonoxid, und die Zufuhr von Frischluft. Zum anderen ist sie die zentrale Betriebswarte und in dieser Funktion zuständig für den Betrieb der Anlagen unter Tage.

Ergänzendes zum Thema
 
Die RAG Deutsche Steinkohle

Dabei werden Betriebsdaten der Maschinen gesammelt, also die Daten von Motoren, Pumpen, Förderbändern oder Aufzügen, beispielsweise Spannungsausfallmeldungen, Hoch- und Tiefstandsmeldungen, die Wassereinströmungen und Rohrbrüche unter Tage anzeigen. Viele Anlagen und Maschinen werden direkt von der Warte aus gesteuert.

So werden die großen Kohlehobel unter Tage zwar eingerichtet, die Steuerungsbefehle zum Betrieb werden jedoch einen Kilometer höher in der Grubenwarte abgesetzt. Die Betriebswarte weiß daher immer, welche Maschine sich in welchem Zustand befindet und kann entsprechende betriebliche Veränderungen vornehmen.

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