Bei Auguste Victoria ist null Ausfall in Hardware gegossen

Fehlertolerante Server bei der Ruhrkohle AG

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Fehlertolerante Server sichern die Betriebsfähigkeit

Der Kohlenhobel wird am Flöz entlanggezogen und schneidet mit seinen Meißeln die Kohle aus dem Flöz .
Der Kohlenhobel wird am Flöz entlanggezogen und schneidet mit seinen Meißeln die Kohle aus dem Flöz .
(Bild: RAG)
Die RAG hat in den Grubenwarten der fünf von ihr betriebenen Bergwerke, zu denen auch die Zeche Auguste Victoria gehört, anfangs herstellerspezifische Lösungen eingesetzt, die in den 90er-Jahren durch selbst entwickelte Unix-Anwendungen abgelöst wurden. 2002/2003 wurden diese Lösungen dann auf Windows-Systeme portiert. Auf dieser Grundlage war die IT in allen Bergwerken der RAG vereinheitlicht.

In jeder der vier RAG-Grubenwarten arbeiten heute Gruben- oder Betriebswarten-Rechner, die die Betriebs- und Zustandsdaten wie Spannung, Wasserstand und Wasserdruck erfassen, sowie die Server, die für die direkte Steuerung von Maschinen und Anlagen zuständig sind. Beide Rechnersysteme stellen die Betriebsfähigkeit des Bergwerks sicher.

Es versteht sich von selbst, dass die betreffenden IT-Systeme in höchstem Maße unternehmenskritisch sind. Ausfälle der IT würden unmittelbar zu einer Betriebsunterbrechung führen, was angesichts des komplizierten Ineinanderspielens einer Vielzahl von Maschinen, von Transportanlagen, der Abfuhr von Material, der Zufuhr von Wasser und Luft, schnell zu erheblichen Schäden führen kann.

Redundanz auf allen Ebenen

Dabei müssen Schäden an den Anlagen und Maschinen immer vor dem Hintergrund gesehen werden, dass sie sich in einem Kilometer Tiefe, in engen Stollen und unter äußerst widrigen Arbeitsbedingungen ereignen. Eine falsch ausgerichtete, zu früh angelaufene oder zu spät gestoppte Anlage kann in der Regel nicht einfach von einem Kundendiensttechniker wieder in Gang gebracht werden, sondern erfordert aufwändige Verfahren.

Die Server der Grubenwarte müssen daher hochverfügbar sein. Dafür verfügt die Grubenwarte zur Sicherstellung eines ausfallsicheren Dauerbetriebs über eine unabhängige Stromversorgung und kann Unterbrechungen bis zu zehn Minuten über eine Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) abfangen.

Ergänzendes zum Thema
Über Stratus-Technologie

Stratus baut fehlertolerante Server, die auf Basis von Standard-Technologie arbeiten, also mit Intel-Prozessoren und mit gängigem Windows-, Linux- oder VMware- Betriebssystem. Bei einem fehlertoleranten Server sind alle Hardwarekomponenten doppelt vorhanden.

Fällt eine Komponente aus, wird der Betrieb automatisch und vom Benutzer unbemerkt durch die redundante Komponente weitergeführt. Auf diese Weise können fehlertolerante Systeme bei Störungen ohne Datenverlust kontinuierlich weiterlaufen.

Damit unterscheiden sich fehlertolerante Systeme von softwarebasiertem Failover-Clustering, bei dem ein Ausfall der Hard-oder Software dazu führt, dass der Workload auf einen redundanten Server verlagert wird. Fehlererkennung und anschließendes Umschalten zum neuen System können mehr oder weniger lange Ausfallzeiten verursachen. Fehlertolerante Server reduzieren nicht die Folgen von Ausfällen, sondern verhindern Ausfälle komplett.

Kabel, Anschlüsse und Netze sind redundant ausgelegt. Um die Redundanz auch für die Server selbst herzustellen, hat sich die RAG beim Aufbau des Systems für den Einsatz fehlertoleranter Server von Stratus entschieden.

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