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Angetestet: Dynabook Tecra X50-F-127

Federleichter 15-Zöller für Business-User

| Autor: Klaus Länger

Das von Sharp hergesestellte IGZO-Panel in Toshiba Tecra X50 liefert eine maximale Helligkeit von 470
Das von Sharp hergesestellte IGZO-Panel in Toshiba Tecra X50 liefert eine maximale Helligkeit von 470 (Bild: Vogel IT-Medien)

Mit einem Gewicht von 1,36 Kilogramm ist das Dynabook Tecra X50-F-127 eines der leichtesten 15,6-Zoll-Notebooks und wartet mit einem sehr hellen IGZO-Panel auf. Wir haben uns das erste unter Sharp-Ägide entwickelte Dynabook im Hands-on-Test angesehen.

Wer ein Business-Notebook mit 15,6-Zoll-Display für den mobilen Einsatz sucht, der sollte sich auf jeden Fall das Dynabook ­Tecra X50 ansehen. Der 17,6 mm flache Mobilrechner mit Magnesium-Chassis bringt nur 1,36 kg auf die Waage und ist somit eines der leichtesten Geräte mit diesem Formfaktor. Das 15,6-Zoll-Tecra ist eine der ersten Neuentwicklungen von Dynabook seit dem Verkauf an Sharp. Daher kommt in dem 2.500 Euro teuren Tecra X50-F-127 ein von Sharp entwickeltes Display mit ­IGZO-TFT-Technologie zum Einsatz. Das Kürzel steht für Indium-Gallium-Zink-Oxid, das im Panel verwendete Halbleitermaterial. Verglichen mit dem bei herkömmlichen TFT-Panels verwendeten amorphen Silizium weist IGZO eine höhere Elektronenmobilität auf, die den Bau kleinerer Transistoren mit höherer Lichtdurchlässigkeit erlaubt und zusätzlich die Leistungsaufnahme vermindert. Für das Full-HD-Panel im Tecra X50-F-127 gibt der Hersteller eine maximale Helligkeit von 470 Nits an. Tatsächlich gefällt das Tecra durch helles und und brilliantes Bild. Da das Display zudem entspiegelt ist, lässt sich das Notebook auch im Freien gut verwenden. Für den Indoor-Einsatz reicht eine Helligkeit von 50 Prozent vollkommen aus. Über dem Display sitzt eine Webcam mit zusätzlichem IR-Sensor für Windows ­Hello. Die Kameralinse kann mit einem Schieber abgedeckt werden.

Verschraubt statt verklebt

Als Prozessor verwendet Dynabook in unserem Testgerät noch einen Intel Core i7-8565U aus der 8. Generation. Laut Hersteller wurde auf diesen gesetzt, da die neueren Ice-Lake- oder Comet-Lake-Prozessoren der 10. Generation noch nicht über eine vPro-Unterstützung verfügen. Der Core i7-8565U mit 4,8-GHz-Turbo-Boost hat vier Cores, acht Threads und 8 MB Cache. ­Allerdings liefert er mit 6,02 Punkten im Cinebench R11.5 eine geringere Leistung als andere Notebooks mit dieser CPU wie ­etwa das Surface Book 2 von Microsoft. Bei der Anwendungsleistung macht das Dynabook mit 4.983 Zählern im PCMark 8 eine deutlich bessere Figur. Hier trägt die schnelle und mit einem TB auch große PCIe-SSD von Samsung ihren Teil bei. Der Arbeitsspeicher ist mit 16 GB für ein Business-Notebook ordentlich dimensioniert. Zudem lässt er sich auf 32 GB aufrüsten, da noch ein Speicherslot für ein weiteres DDR4-Modul auf dem Mainboard frei ist. Der Speicher und der Akku sind relativ leicht zugänglich, da die Bodenplatte nicht verklebt, sondern verschraubt ist. Allerdings sitzt die SSD auf der Rückseite der Hauptplatine und ist so nicht einfach erreichbar. Der einzelne Lüfter im Tecra macht sich nur unter hoher Last bemerkbar. Bei Office-Anwendungen bleibt das Gerät leise.

Bei der Akkulaufzeit messen wir im Öko-Modus bei 40 Prozent Bildschirmhelligkeit fünf Stunden und zwölf Minuten im PCMark 8. Da das Gerät hier permanent ­unter Last läuft, sind im Arbeitsalltag etwa acht bis zehn Stunden realistisch. Bei voller Displayhelligkeit gehen in unserem Test nach 3,5 Stunden die Lichter aus. Für die Grafik ist beim Tecra X50 die im Prozessor integrierte UHD-620-GPU zuständig, die für einfachere 3D-Anwendungen oder ­ältere Spiele ausreicht. Aber Gaming gehört auch nicht zum Anwendungsspektrum eines Business-Notebooks.

Wichtiger ist hier eine gute Tastatur, über die das Dynabook auch verfügt. Die einstufig beleuchteten Tasten arbeiten mit einem knackigen Druckpunkt und einem ordentlichen Hub. Lediglich die Cursor-Tasten und die Space-Taste sind etwas klein geraten. Einen separaten Zifferblock bietet das Tecra X50 nicht. Dafür aber neben dem ebenfalls relativ klein dimensionierten Touchpad noch einen zusätzlichen Trackpoint mit zwei ­separaten Maustasten.

Zwei Thunderbolt-3-Ports

Die Schnittstellen sitzen auf den ­beiden Seiten des robusten und trotzdem leichten Magnesium-Gehäuses: Auf der linken Seite zwei USB-3.0-Ports, auf der rechten zwei Thunderbolt-3-Ports im USB-C-Format, ein HDMI-Ausgang und ein Micro-SD-Card-Slot. Die beiden USB-C-Anschlüsse dienen gleichzeitig als Anschluss für das kompakte Netzteil und für eine optionale Docking-Station. Über einen LAN-Port verfügt das Tecra nicht. Als WLAN-Adapter nutzt Dynabook einen Wireless-AC 9560 von Intel. Einen LTE-Adapter hat das Notebook ebenfalls nicht. Er ist auch nicht optional erhältlich. An der Front des Notebooks sind zwei kleine, aber gut klingende Harman-Kardon-Lautsprecher angeordnet.

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Fazit: Leicht und trotzdem montagefreundlich

Auch ohne Toshiba-Label ist das Tecra X50-F-127 ein Premium-Notebook zum Premium-Preis. Der ist vor allem durch das niedrige Gewicht von 1,36 kg und die hochwertige Ausstattung mit einem TB SSD-Speicher und Thunderbolt 3 gerechtfertigt. Das helle IGZO-Panel hinterlässt einen guten Eindruck. Die Anwendungsperformance und die Akkulaufzeit ist für ein Business-Notebook mehr als ausreichend. Die Verarbeitungsqualität überzeugt ebenfalls. Laut Dynabook hat das Tecra X50 vor dem Serienstart zehn Tests aus dem MIL-STD-810G-Katalog erfolgreich absolviert. Ein weiterer Pluspunkt ist das verschraubte Gehäuse, durch das Speicher, WLAN-Karte und Akku leicht zugänglich sind. Für die SSD trifft das leider nicht zu. Für ein wirklich mobiles Arbeiten wäre ein integrierter LTE-Adapter praktisch. Den bietet Dynabook aber nur für Gold- und Platin-Partner als BTO-Option an, so der Hersteller.

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