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App-Builder bei D.velop Ein Weg in die Plattform-Ökonomie

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Über eine etablierte Plattform im Internet viele potenzielle Kunden ansprechen – so könnte man das Leitmotiv bei Plattform-Ökonomien beschreiben. Der ECM-Hersteller D.velop leistet hier gerade Aufbauarbeit und legt einen gelungenen Start hin.

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D.velop-Vorstand Mario Dönnebrink erläutert in seiner Keynote die strategischen Weichenstellungen des Unternehmens.
D.velop-Vorstand Mario Dönnebrink erläutert in seiner Keynote die strategischen Weichenstellungen des Unternehmens.
(Bild: D.velop)

Softwareanbieter rufen vermehrt Plattformen für Entwickler ins Leben, damit diese dort SaaS-Anwendungen und Apps rund um die Lösungen des jeweiligen Herstellers entwickeln und vertreiben können. ECM-Anbieter D.velop ist im vergangenen Jahr auf den Zug aufgesprungen. Vertreter aus dem Unternehmen trafen sich nun auf der jährlichen Partnerveranstaltung mit rund 280 Partnern, darunter welche aus den „klassischen“ Bereichen „Sales und Consulting“, „OEMs“ – also Whitelabeling-Partner im ISV-Umfeld –, Technologie-Partner – das sind vor allem Schnittstellen-Partner – und welche aus der jüngsten Partner-Kategorie des Unternehmens, die App-Builder.

Applikationen und Fachanwendungen

Mike Brömmelstrote, Senior Business Development Manager Partner & Alliances bei dem Unternehmen erläutert: „App-Builder erstellen Applikationen und Fachanwendungen, die auf der D.velop Platform vermarktet werden können. Neben vollständigen Stand-Alone-Apps wird hier in der Regel im Sinne eines Add-Ons an eine Basis-Applikation von uns angedockt, beispielsweise D.velop Documents – unsere ECM-Software aus der Cloud.“ Von den 50 neuen Partnern auf der Veranstaltung stammen viele von aus dem App-Builder-Bereich, sagt Brömmelstrote, was auch die strategische Weichenstellung des Unternehmens widerspiegelt: „Im D.velop-Kosmos finden sie durch die Vermarktung über unsere Plattform potenziell über 10.000 Kunden und 2,4 Millionen Anwender.“

„Kleine gekapselte Fachlichkeiten“

Zum Programm gehörten Breakouts zu Trendthemen und teilweise parallel laufende Sessions zu Technologien und Lösungen. „Digitize or Die – Wer jetzt nicht digitalisiert, überlässt die Wertschöpfung anderen“, lautet der Keynote-Titel des Innovationsexperten Philipp Depiereux. In einem Impulsreferat über die strategischen Weichenstellungen begründete CEO ­Mario Dönnebrink (Bild), die Ausrichtung des Unternehmens hin zur Plattform-Ökonomie. Brömmelstrote fasst zusammen: „Alle Beteiligten profitieren bei der Vermarktung vom Umsatz. Ein Teil fließt zu uns als Plattformbetreiber und Anbieter der Basis-Software, der Großteil geht aber in den Partner-Bereich.“ Bis zu 70 Prozent werden an den App-Builder durchgereicht. „Bis zu“, weil davon noch ein Anteil an den Sales-Partner abgezogen wird, wenn dieser die Software an Kunden vermittelt hat.

Stefan Olschewski, Senior Manager Corporate Communications erläutert die Natur der Add-Ons: „Es geht – wenn man so will – um kleine gekapselte Fachlichkeiten, die unsere Basisapplikationen ergänzen.“ Ein Partner stellt dabei beispielsweise eine Vertragsmanagement-App zum Verkauf bereit, bei der es unter anderem um digitale Vertragserfassung, das Management von Fristen, Wiedervorlagetermine und die revisionssichere Archivierung der Vertragsdokumente in der Cloud geht.

Einstieg in die Plattform-Ökonomie

Mit der App-Plattform ist D.velop seit Mai 2019 online und es werden derzeit um die 20 Apps angeboten. Über 70 weitere sind gerade in der Pipeline, heißt es aus dem Unternehmen. Die Ausrichtung scheint aufzugehen, denn die Geschäftsergebnisse für das Jahr 2019 sind positiv. So stieg der Gesamtumsatz auf einen vorläufigen Betrag in Höhe von 76,6 Millionen Euro in der D.velop-Gruppe. „Im Bereich ‚Cloud und SaaS‘ lag das Umsatzwachstum der D.velop AG bei 148 Prozent. Da spielen sicherlich auch Basiseffekte rein, aber die Richtung und Orientierung vieler Kunden hin zum SaaS- und Subscription-Modell wird klar deutlich“, so Olschewski.

Mike Brömmelstrote fasst zusammen: „Unsere Partner können durch unsere Plattform den Wandel der Zeit hin zu SaaS, Cloud und Subscription mitgehen.“ D.velop biete zudem begleitende Schulungen und erleichtere so den Einstieg in die Plattform-Ökonomie.

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