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EMC-Studie

Ein Fall von Datenverlust kostet 558.000 Euro

| Autor: Heidemarie Schuster

Der Datenverlust in Unternemhen durch technische Störungen nimmt ab.
Der Datenverlust in Unternemhen durch technische Störungen nimmt ab. (Bild: www.pixabay.com)

Aus der Studie „Global Data Protection Index“ von EMC geht hervor, dass deutsche Unternehmen immer mehr Daten aufgrund von Hackerangriffen verlieren und dafür teuer bezahlen.

Der „Global Data Protection Index“ von EMC zeigt, dass die untersuchten internationalen Unternehmen während der vergangenen zwei Jahre die Zahl der Datenverluste reduzieren konnten, die sie aufgrund von Strom- oder Hardware-Ausfällen, Software-Fehlern oder Datenschäden erlitten. Doch sie verloren weit mehr Daten aufgrund von Hackerangriffen und anderen Bedrohungen als je zuvor. Insgesamt lag die Anzahl der Unternehmen, die im vergangenen Jahr einen Datenverlust oder einen Systemausfall verzeichneten, 13 Prozent über dem Vergleichswert einer Vorgänger-Untersuchung aus dem Jahr 2014.

558.000 Euro kostet ein Fall von Datenverlust hierzulande im Durchschnitt. 37 Prozent der untersuchten deutschen Unternehmen verloren während der vergangenen zwölf Monate mindestens einmal Geschäftsdaten.

Angriffe von außen

Ganze 23 Prozent aller untersuchten Unternehmen erlitten im vergangenen Jahr Datenverluste oder Ausfälle aufgrund von Angriffen von außen; zählt man auch die Opfer von Angriffen innerhalb des Unternehmens hinzu, wächst die Zahl der „Hacker-Geschädigten“ auf 36 Prozent der Gesamtstichprobe.

In Deutschland wurden sogar 40 Prozent der Firmen Opfer von Angriffen. Auffällig sei hier laut EMC, dass die Angreifer offenbar nicht mehr nur die Stamm- und andere Geschäftsdaten der Firmen ins Visier nehmen, sondern auch Backup- und Archivkopien – etwa mittels so genannter Ransomware. IT-Verantwortliche bräuchten deshalb Mittel und Wege, um auch diese so wichtigen Datenkopien besser zu schützen, heißt es in dem Bericht.

Public Clouds

Mehr als 80 Prozent aller der für die Untersuchung befragten Entscheider sind der Meinung, ihr Unternehmen werde künftig zumindest einen Teil der acht wichtigsten Geschäftsanwendungen (E-Mail, CRM, ERP, Data Warehousing, CMS, BI, Produktivitäts-Apps, Customer-Service-Anwendungen sowie Archivierungssoftware) in Public Clouds betreiben. 47 Prozent gehen davon aus, dass die in der Cloud gespeicherten Daten nicht vollständig geschützt sind.

Mehr als die Hälfte gibt zudem an, dass ihre IT-Organisation bereits die unternehmenseigene E-Mail-Anwendung in die Cloud verlegt hat. Insgesamt betreiben alle untersuchten Unternehmen derzeit etwa 30 Prozent ihrer IT-Umgebung in der Public Cloud (in Deutschland: 27 Prozent). Nach Einschätzung von EMC gehen die Unternehmen hiermit ein Risiko ein, da viele SaaS-Dienstleister keine Absicherung gegen das versehentliche oder absichtliche Löschen von Kundendaten durch die eigenen Mitarbeiter böten. Und der Befragung zufolge treffen nur jeweils fünfzig Prozent der untersuchten Unternehmen entsprechende eigene Sicherheitsvorkehrungen.

Zweifel

Mehr als 70 Prozent der Untersuchungsteilnehmer zeigten sich zudem nicht sehr überzeugt von der eigenen Fähigkeit, Systemdaten im Falle einer Störung oder eines Verlusts vollständig wiederherstellen zu können; in Deutschland äußerten 67 Prozent der Befragten ähnliche Zweifel. 73 Prozent aller Teilnehmer zweifelten zudem an der Leistungsfähigkeit der ihnen zugeteilten IT-Ressourcen und glauben, diese könnten nicht mit der Spitzenleistung mithalten, wie sie etwa Flash-Speicherlösungen schon heute böten. Von den befragten deutschen IT-Verantwortlichen waren nur 26 Prozent „sehr sicher“, dass ihre derzeitigen Datenschutz-Anwendungen für den Schutz schneller Flash-Arrays geeignet wären.

Zur Studie

Das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne führte die Studie „Global Data Protection Index“ im Auftrag von EMC durch. Dabei wurden in 18 Ländern insgesamt 2.200 Unternehmen mit mehr als 250 Angestellten befragt. In Deutschland nahmen 200 Firmen teil.

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