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Channel Fokus: IT-Security E-Mail: Hohes Risiko, wenig Schutz

| Autor: Sylvia Lösel

Gezielte Angriffe via Mail-Konten nehmen zu. Dagegen könnte man einiges tun, wie Sabrina Eder von ADN erläutert. Schulungen sind ein Baustein, wie man Gefahren eindämmen könnte. Doch oft fehlt das Bewußtsein, dafür Geld in die Hand zu nehmen.

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Sabrina Eder, ADN Business Development Manager Networking & IT-Security
Sabrina Eder, ADN Business Development Manager Networking & IT-Security
(Bild: ADN)

ITB: Inwiefern verstärkt oder verändert Corona das Sicherheitsbewußtsein?

Eder: Die Sicherheit gehört in vielen Unternehmen zwar grundsätzlich zum Tagesgeschäft, allerdings muss künftig aufgrund des veränderten Nutzerverhaltens ein Umdenken stattfinden. Corona verstärkt diesen Trend noch einmal deutlich. Nutzer bewegen sich inzwischen immer seltener innerhalb „sicherer“ lokaler Firmennetze. Das mangelhafte Security-Bewusstsein jedes Einzelnen, als auch ungesicherte private Netze bieten dabei deutlich mehr Angriffsfläche. Individuelle Fehler werden so zu einem echten Sicherheitsproblem.

ITB: Wie agieren Angreifer angesichts der neuen Situation, und wie kann man den Anfälligkeiten Paroli bieten?

Eder: Richteten sich Angriffe bisher meist auf ganze Netzwerke, so werden heute immer häufiger Individuen, meist Inhaber privilegierter Accounts, angegriffen – über Social Media oder via E-Mail. Hersteller, die den Faktor Mensch als Sicherheitslücke erkannt haben, stehen nun mit ihrem Angebot im Fokus und erleben einen Aufschwung. Dazu gehören beispielsweise Security Awareness Trainings.

ITB: Wie verteilen sich die Ausgaben für IT-Security und welche Trends sehen Sie?

Eder: Netzwerksicherheit macht mit 59 Prozent der Ausgaben den Löwenanteil aus, gefolgt von Endpoint-Security mit 19 Prozent. Dass ausgerechnet die Ausgaben für E-Mail-­Sicherheit lediglich bei 10 Prozent liegen, ist überraschend, denn mittlerweile erfolgen rund 94 Prozent aller Angriffe genau über diesen Weg. Darüber hinaus gilt es aber auch beim Thema Netzwerk auf neue Technologien zu setzen. Viele veraltete Technologien wie VPN-Verbindungen führen auf das jeweilige lokale Netzwerk zurück, auch um die lokal installierte Security zu nutzen. Wenn der Mitarbeiterzugriff nun stark zunimmt, kann das Netzwerk zusammenbrechen, das auf diese Doppelbelastung einfach nicht eingerichtet ist. Cloud VPN-Anbieter offerieren hier einen einheitlicheren und flexibleren Ansatz, der auch Security-Lösungen inkludiert.

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Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin