Sapphire Nitro+ und Pulse AMD Radeon RX 6600 XT Dynamisches Duo mit AMDs kleinster RDNA2-GPU

Autor: Klaus Länger

Schnelle und sparsame Grafikkarten für das Gaming mit Full-HD-Auflösung sollen die beiden neuen Sapphire-Modelle der Radeon-RX-6600-XT-Serie sein. Sie basieren auf der bislang kleinsten RDNA2-GPU von AMD und sind mit 8 GB GDDR6 bestückt.

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Sapphire geht mit zwei RX-6600-XT-Modellen ins Rennen: Die Pulse ist das einfacher ausgestattete Modell, während die Nitro+ mit einer RGB-LED-Beleuchtung und einem Dual-BIOS aufwartet.
Sapphire geht mit zwei RX-6600-XT-Modellen ins Rennen: Die Pulse ist das einfacher ausgestattete Modell, während die Nitro+ mit einer RGB-LED-Beleuchtung und einem Dual-BIOS aufwartet.
(Bild: Sapphire)

Sapphire gehört zu den Herstellern von Grafikkarten, die ausschließlich AMD-GPUs verwenden. Mit der Pulse AMD Radeon RX 6600 XT und der Nitro+ AMD Radeon RX 6600 XT bringt der Hersteller zwei Custom-Karten auf den Markt, die auf dem neuen Einsteiger-Chip mit RDNA2-Architektur basieren. Die Navi-23-GPU verfügt über 32 Compute-Units mit insgesamt 2.048 Stream-Prozessoren und 32 Ray-Accelerators. Für die Anbindung des 8 GB großen Grafikspeichers, bestehend aus GDDR6-Chips, ist ein 128-Bit-Speicherinterface zuständig. Ein allerdings nur 32 GB großer Infinity Cache in der GPU sorgt für die Beschleunigung der Speicherzugriffe. Damit ist die GPU primär für das Spielen mit Full-HD-Auflösung ausgelegt. Die RX-6600-XT-Karten unterstützen PCI-Express 4.0, kommunizieren aber nur über acht Lanes mit dem Mainboard und der CPU. Sie beherrschen DirectX 12 Ultimate, DirectX Raytracing und Variable Rate Shading. Im Zusammenspiel mit den passenden AMD-Ryzen-Prozessoren bieten sie zudem Smart Access Memory.

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RX 6600 XT als Nitro+ und Pulse

Nitro+ steht bei Sapphire-Karten für eine gehobene Ausstattung und Leistung. Dabei arbeitet die AMD-GPU mit einem erhöhten Spieletakt von bis zu 2.428 MHz und kommt beim Boost auf bis zu 2.607 MHz. Für einer optimale Spannungsversorgung sitzt hier auf der Platine eine 7-phasige Spannungsregelung, die der einfacher ausgestatteten Pulse fehlt. Die gibt sich mit maximal 2.382 MHz Spiele- und 2.593 MHz Boost-Takt zufrieden, liegt damit aber immer noch über den AMD-Spezifikationen. Beide Karten sind mit jeweils zwei Lüftern ausgestattet und passen mit 24 cm Länge auch in kleinere Gehäuse. Auf ihren Anschlussblenden bieten die doppelt breiten Karten einen HDMI-2.1-Ausgang und drei DisplayPorts 1.4. Die Leistungsaufnahme der beiden RX-6600-XT-Modelle hält sich mit maximal 170 Watt bei der Pulse und 180 Watt bei der Nitro+ in Grenzen.

Für die Kühlung verwendet der Hersteller bei der Nitro+ Lüfter mit einem Rotordesign, das effizienter aber nicht lauter als herkömmliche Axiallüfter sein soll. Praktisch ist laut Sapphire, dass sich die mit einer Schraube gesicherten Lüfter einfach abnehmen lassen, um so angesammelten Staub zu entfernen. Über eine intelligente Lüftersteuerung und eine Backplate aus Metall verfügen dagegen beide Modelle. Eine weitere Besonderheit der Nitro+ ist das Dual-BIOS, mit dem sich die Karte mittels der Trixx-Software von Sapphire zwischen einem Silent- und einem Leistungsmodus umschalten lässt.

Im Gegensatz zur Pulse verfügt die Nitro+ über RGB-LED-Elemente im Gehäuse, die mit verschiedenen Effekten Farbe in Gaming-Rechner mit Seitenfenster bringen. Eine Synchronisierung der LED-Beleuchtung ist über eine Steckerleiste mit drei Pins auf der Karte möglich.

Empfohlene Verkaufspreise für die beiden ab sofort verfügbaren Karten nennt Sapphire nicht.

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