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Drei Schritte zur Cloud-Infrastruktur

| Autor: Sarah Nollau

Für die Umstellung auf die Cloud gibt es keinen konsistenten Fahrplan. Es sollten deshalb drei Dinge besonders beachtet werden.
Für die Umstellung auf die Cloud gibt es keinen konsistenten Fahrplan. Es sollten deshalb drei Dinge besonders beachtet werden. (Bild: Pixabay / CC0)

Unternehmen sollten den „Aufstieg“ in die Cloud nicht verpassen. Für die Umstellung der On-Premises-Infrastrukturen empfiehlt Dell Boomi drei Schritte, die es zu beachten gilt. Wichtig ist vor allem, dass alle Mitarbeiter involviert werden.

Noch immer bevorzugen Unternehmen hybride IT-Landschaften und das soll für die nächsten fünf bis sieben Jahre erst einmal so bleiben. Die Cloud wird allerdings immer beliebter. Im kommenden Jahr sollen nur noch 32 Prozent der Anwendungen On-Premises gehostet werden, so eine Umfrage von 451 Research. In diesem Zuge sollten Unternehmen die komplette Umstellung auf die Cloud vornehmen. Dell Boomi empfiehlt drei Schritte für den Wechsel.

1. Das ganze Unternehmen berücksichtigen

Da die Implementierung in die Cloud eine übergreifende Maßnahme ist und damit alle Mitarbeiter beteiligt sind, sollten auch alle Beteiligten ins Boot geholt werden. Das bedeutet für CIOs vor allem, nicht nur andere Führungskräfte in den Vorgang zu involvieren, sondern je nach Unternehmensgröße auch Vertreter der Teams und Business Units einzubeziehen. Dadurch soll verhindert werden, dass in einzelnen Abteilungen Schatten-IT zum Tragen kommt. Denn das Problem der Cloud-Implementierung ist, dass es keinen konsistenten Fahrplan dafür gibt. Wenn einzelne Geschäftsbereiche Cloud-Anwendungen unabhängig und ohne die Aufsicht der IT-Abteilung einsetzen, kann es zu Problemen bei der Interoperabilität, Sicherheit und Compliance kommen und den Ablauf im Büroalltag stören. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und ein allgemeines Regelwerk sollen einen reibungslosen Ablauf garantieren. Wichtige Mitarbeiter sollen zudem für die Thematik Cloud sensibilisiert und über die Vorteile informiert werden. Dies kann beispielsweise über Best-Practice-Lösungen geschehen.

2. Einsparungen und Vorgänge dokumentieren

Wichtig ist, Unterschiede und Verbesserungen in den Abläufen zu dokumentieren. So kann schnell erkannt werden, wo kritische Punkte bei der Umsetzung liegen und ob die Ergebnisse den Erwartungen entsprechen. Unternehmen können auf diese Weise künftige Vorgehensweisen beschleunigen, weil sie sich über jeden einzelnen Vorgang bewusst sind. Drei Faktoren sind laut Dell Boomi besonders wichtig:

  • Kosten: Wie konnten Kosten für Software-Lizenzierung, Server-, Storage- und IT-Personal für Upgrades und Wartung sowie die eingesetzten Berater von Drittanbietern eingespart werden?
  • Geschwindigkeit: Hierunter fallen Zeitersparnisse. Wie viel Zeit wird benötigt, um eine neue Anwendung vor Ort im Vergleich zu einem Cloud-Modell zu implementieren? Auch die Mitarbeiter können eine Zeitersparnis dokumentieren, wenn sie nach der Implementierung einen orts- und zeitunabhängigen Systemzugriff haben. Prozess- und Workflow-Automatisierungen sowie Effizienzsteigerung zählen ebenfalls dazu.
  • Skaliereffekte: Kosten- und Geschwindigkeitsfaktoren im gesamten Unternehmen sollten über mehrere Jahre hinweg dokumentiert werden, um die Skalierung von Geschäftsprozessen in einer reinen Cloud-Umgebung einschätzen zu können.

3. Interoperabilität sicherstellen

Im Falle einer hybriden IT steht das Unternehmen vor der Herausforderung, die Interoperabilität zwischen der Cloud und den lokalen Systemen zu gewährleisten. Diese Herausforderung gilt auch für reine Cloud-Umgebungen. Das Risiko besteht darin, dass Anwendungen auch hier Daten integrieren und gemeinsam nutzen müssen, um zu funktionieren. Gibt es hier Schwierigkeiten, sind Mitarbeiter gezwungen, Informationen aus verschiedenen Silos manuell zusammenzustellen. Middleware wie ETL-Tools (Extract, Transform and Load) oder Enterprise-Service-Busse (ESBs) sind bereits seit Jahrzehnten für die Verbindung von Systemen und den Austausch von Daten im Einsatz. Aber auch hier wird die On-Premises-Lösung von der cloudbasierten Integration-Platform-as-a-Service (iPaaS) abgelöst. Sie verspricht schneller, kostengünstiger und flexibler zu sein.

Die Zahl der Cloud-Adoptionen steigt. Unternehmen, die nicht in der Lage sind, ihre On-Premises-Lösungen schnell auf die Cloud umzustellen, sollten zeitnah die richtige Strategie entwickeln. Denn oft hapert es an zu überhasteten und inkonsistenten Plänen sowie unzureichend gewählten Technologien. Es ist entscheidend, dass die Schere zwischen „cloudfähigen“ Unternehmen und Unternehmen, die On-Premises-Infrastrukturen nutzen, so klein wie möglich bleibt.

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