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Lünendonk-Studie

Digitalisierung der Bestell- und Lieferdaten beinahe ein Muss

| Autor: Heidemarie Schuster

So manches Zahnrad hakt bei der Digitalisierung des Beschaffungsprozesses noch.
So manches Zahnrad hakt bei der Digitalisierung des Beschaffungsprozesses noch. (Bild: ©j-mel-stock.adobe.com)

Im Einkauf befindet sich bezüglich der Digitalisierung häufig noch deutliches Ausbaupotenzial, hat eine Studie von Lünendonk & Hossenfelder im Auftrag von Netfira ergeben. Besonders der Austausch von Bestell- und Lieferdaten zwischen Kunde und Lieferant funktioniert oft wenig oder nicht durchgängig digital.

Würden Unternehmen bei den Bestell- und Lieferdaten zwischen Kunde und Lieferant stärker auf eine Einkaufssoftware setzen, ergäben sich schnell nachhaltige Verbesserungen der Performance des Beschaffungsprozesses. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Lünendonk & Hossenfelder im Auftrag von Netfira durchgeführte Kundenbefragung.

Die durchgängige Digitalisierung aller Bereiche dominiert in den meisten Unternehmen gleich welcher Größenordnung die Prioritätenlisten. Neben der Chance, durch moderne Technologien neue Geschäftsmodelle erfolgreich entwickeln und umsetzen zu können, gelten Prozessautomatisierungen als ein wesentlicher Treiber der Digitalen Transformation. Dazu gehört auch die Digitalisierung von Back-Office-Funktionen. Ziel dabei ist, durch Minimierung manueller Tätigkeiten die Prozesseffizienz zu steigern.

Durchschnittlich rund 40.000 Transaktionen mit Lieferanten wickeln die von Lünendonk befragten Unternehmen pro Jahr ab – ein Volumen, das den Schritt in Richtung des digitalisierten Einkaufs maßgeblich beeinflusst. Die Erwartungen dabei sind hoch. So gibt knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) als Hauptgrund für die Einführung einer Einkaufssoftware an, manuelle Tätigkeiten minimieren zu wollen. Weitere aufgeführte Themen sind die Automatisierung beziehungsweise Standardisierung von Prozessen, Effizienzsteigerungen, Kosteneinsparungen und die zunehmende Digitalisierung.

Das A und O: Anwendungskomfort

Ein weiterer wesentlicher Punkt kommt dem Anwendungskomfort der verwendeten Software und der Akzeptanz für deren Nutzung zu, wie die Kundenbefragung darüber hinaus zeigt. „Damit neue Software-Tools akzeptiert und genutzt werden, müssen diese eine hohe Usability haben, sich gut in vorhandene ERP-Systeme, wie SAP, integrieren lassen und flexibel bei individuellen Anpassungen sein“, so Jonas Lünendonk, Studienautor und Geschäftsführer bei Lünendonk & Hossenfelder. „Aber auch die einfache Anbindung der Lieferantenseite ist zwingend erforderlich, um den Mehrwert der Lösung heben zu können. Denn nur wenn die Lieferanten auch damit arbeiten, ist das Projekt ein Erfolg.“ Die Integration muss dabei für die Lieferanten so einfach wie möglich gestaltet sein, um möglichst viele Unternehmenspartner in kurzer Zeit anbinden zu können.

Ausschlaggebend für den Erfolg bei digitalisiertem Einkauf sind eine gute Einführung durch den Anbieter sowie ein damit verbundenes richtiges Projektmanagement. Die Befragten sind übereinstimmend der Meinung, dass eine Software dann erfolgreich und nachhaltig genutzt wird, wenn die Einführungsphase möglichst reibungslos verläuft und auf die individuellen Bedürfnisse des Kunden abgestimmt ist.

Zur Studie

Für die Studie wurden Unternehmen befragt, die einen Umsatz zwischen 20 Millionen Euro und bis 1 Milliarde Euro realisieren. 50 Prozent davon beschäftigen mehr als 500 Mitarbeiter.

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