Das Jahr 2020 hat beispiellose Umwälzungen in Bezug auf die Digitale Transformation angestoßen, die auch im nächsten Jahr eine wichtige Rolle spielen werden. Nach Meinung von Matrix42 werden vor allem Edge- und Cloud-Computing sowie Security den Arbeitsplatz der Zukunft beeinflussen.
Während der Covid-19-Pandemie wurde deutlich, wie wichtig der digitale Arbeitsplatz für den Erfolg von Unternehmen ist.
Was vorher unmöglich schien, wurde plötzlich doch möglich. Noch nie zuvor arbeiteten so viele Arbeitnehmer im Homeoffice. Wollen Unternehmen weiterhin konkurrenzfähig bleiben, müssen sie mit dieser Entwicklung mehr denn je Schritt halten – ohne dass die IT-Kosten explodieren, sagt Matrix42. Der Softwareanbieter erläutert die Trends, die aus der tektonischen Verschiebung, die gerade im Digital Workspace Management passiert, resultieren:
1. Erweiterung des Digital Workspace in Richtung Edge und Cloud
Der digitale Arbeitsplatz verlagert sich immer mehr in zwei Richtungen: An den Netzwerkrand, also zu Geräten, die remote genutzt werden, und in die Cloud. Die Bedeutung des Cloud-Managements steigt damit deutlich, um die Kosten und die Infrastruktur im Griff zu behalten und für die nötige Sicherheit zu sorgen. Für die Cloud-Transformation müssen Unternehmen schneller denn je die Servicebereiche identifizieren, die relativ einfach aus dem gesamten Infrastrukturgeflecht abgekapselt und in die Cloud „verschoben“ werden können. Das Thema Container-Orchestrierung und Container-Sicherheit wird an dieser Stelle stark an Bedeutung gewinnen. Die Verwaltung und Absicherung von Docker und Kubernetes wird ein wichtiger Teil einer ganzheitlichen Digital-Workspace-Management-Strategie werden. Um dabei den Überblick und die Kosten im Griff zu behalten, ist ein zusätzlich automatisiertes Cloud Expense Management unerlässlich.
Betrachtet man die Edge-Komponente, so ist der Arbeitsplatz der Zukunft immer stärker mit Sensoren und IoT-Geräten verbunden, Smartoffice- und IoT-Szenarien werden auch für den digitalen Arbeitsplatz immer wichtiger. Um hier den Überblick über alle Verbindungen und Tools zu behalten, ist für Unternehmen eine Art „Infrastrukturlandkarte“ notwendig. Diese dient zum einen der Sicherheit, zum anderen der Problemlösung. Der Aspekt Asset Intelligence wird immer wichtiger, damit klar bleibt, welche Geräte wo im Einsatz sind, wie die Daten fließen und wo sie geschützt werden müssen – ein Bereich, dem sich das Matrix42-Tochterunternehmen Firescope widmet.
2. Security „built-in“
Remote Work wird die neue Normalität – das bedeutet auch, Arbeit findet verstärkt im Mixed Workspace statt – geräteunabhängig zwischen Cloud und Edge wechselnd. Gerade in Bezug auf Security ändern sich hier die Ansprüche: Während früher Sicherheitsfeatures vor allem „aufgesetzt“ konstruiert wurden, geht der Trend jetzt immer mehr zu integrierter Security. Der Vorteil: Der digitale Arbeitsplatz wird nicht nur sicherer in allen Schichten, sondern der Anwender merkt im Idealfall nichts von den Vorgängen im Hintergrund wie z.B. der Verschlüsselung von Daten oder dem Schutz vor Malware. Und das verbessert am Ende auch die User Experience. Bereits heute praktizierte Maßnahmen sind Post Infection Protection, auch der Einsatz von Verhaltensanalysen wie z.B. User and Entity Behavior Analytics (UEBA). Mit diesen Maßnahmen und Daten kann die IT den Mitarbeiter noch besser schützen und Schlüsse ableiten, wie sich die Arbeitsumgebung noch angenehmer gestalten lässt.
3. DevSecOps
Softwareentwicklung und IT-Betrieb rücken seit Jahren immer weiter zusammen. Dabei ist das verbindende Element zwischen diesen beiden Arbeitsbereichen ebenfalls das Thema Sicherheit. Eine wichtige Evolution des digitalen Arbeitsplatzes ist die Verschmelzung von Applikationsentwicklung und IT-Betrieb. Hierdurch können Sicherheitsfunktionen bereits zu Beginn des Entstehungsprozesses für den späteren Betrieb und das Management integriert werden. Enterprise-Service-Management-Lösungen wie die von Matrix42 können sich somit nahtlos in die Entwicklungsprozesse von Kunden integrieren und helfen dabei, dieses Zusammenspiel weiter zu optimieren. Hierdurch ist der digitale Arbeitsplatz nicht nur einfacher zu verwalten, sondern vor allem auch sicherer.
4. Hyperautomatisierung und Self Healing
Menschliche Interaktion bei IT-Security auf ein Minimum zu reduzieren, steht voll im Trend. Der Anwender soll sich darum nicht kümmern müssen. Mit Sicherheitslösungen, die auf künstlicher Intelligenz und Machine Learning basieren, lassen sich sicherheitsrelevante Ereignisse erkennen, bevor Probleme entstehen – und ohne dass der Nutzer aktiv an den Service Desk herantreten muss. Sollte beispielsweise ein Malwareangriff bei mehreren Endgeräten erfolgt sein, werden die betroffenen Geräte automatisch in Quarantänenetze verschoben. Gleichzeitig entzieht das System den kritischen Applikationszugriff auf Kundeninformationen und der Angriffsvektor wird automatisch über eine Patch-Installation oder Rekonfiguration der Endgeräte geschlossen. Zuletzt informiert der Chatbot selbstständig IT und Mitarbeiter über den Angriff und die automatisierten Abwehrmaßnahmen.
Stand: 08.12.2025
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Oliver Bendig, CEO bei Matrix42, sagt: „Gerade während der Covid-19-Pandemie ist noch einmal ganz deutlich geworden, wie wichtig und damit schützenswert der digitale Arbeitsplatz für den Erfolg von Unternehmen ist. Dabei hat sich die Geschwindigkeit, mit der Innovationen voranschreiten, deutlich erhöht: Was früher zwei Jahre dauerte, wird heute teilweise in zwei Monaten umgesetzt. Mit unseren Lösungen wollen wir Unternehmen durch die Krise begleiten und ihnen dabei helfen, daraus gestärkt hervorzugehen. Matrix42 wird dazu im Laufe des nächsten Jahres zahlreiche neue Lösungen vorstellen.“