Good-Morning-Editorial vom 07.08.2017 „Digital Natives“ sind keine IT-Naturtalente

Autor: Klaus Länger

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Mit dem Smartphone aufgewachsen und verwachsen: Die „Digital Natives“.
Mit dem Smartphone aufgewachsen und verwachsen: Die „Digital Natives“.
(Bild: Pixabay - terimakasih0 / CC0 )

Als ich mich das erste Mal intensiv mit Computern beschäftigt habe, war ich 18. Das war 1984 bei einem Basic-Kurs an der Volkshochschule Augsburg mit einem NCR Decision Mate V unter CBM. Mein erster eigener Computer war dann kurz darauf der Commodore 64.

Digital Natives“ sind dagegen mit PC, Internet und später auch Smartphone aufgewachsen. Dadurch sollten sie sich von Natur aus besser mit IT-Technik auskennen, als die Älteren. So jedenfalls die Theorie. Zwei Studien, eine von den belgischen Forschern Paul Kirschner und Pedro De Bruyckere sowie eine des Leibniz-Instituts in Kiel belegen das Gegenteil. Komplexere Aufgaben beherrschen „Digital Natives“ keineswegs automatisch schneller als diejenigen, die noch mit Schreibmaschine und Wählscheibentelefon aufgewachsen sind. Für das spielerische Lernen der Anwendung von IT-Produkten ist das Interesse daran, auf welche Weise sie funktionieren, auch nicht notwendig. Das muss man immer noch selbst mitbringen. Also hat man von den „Digital Natives“ vielleicht etwas erwartet, was diese als Gruppe gar nicht erfüllen können.

Was halten Sie von den IT-Kenntnissen der „Digital Natives“? Oder sind sie selber einer und sind anderer Ansicht?

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