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Channel Fokus: Digital Signage Die Zukunft beginnt am Point of Sale

Autor: Sarah Gandorfer

Die Point-of-Sale-Technologie geht mittlerweile weit über den simplen Flachbildschirm mit Informationen darauf hinaus. Heutzutage entsteht via Smartphone oder Touchscreen ein interaktiver Kontakt zum Kunden.

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Der Kunde wünscht sich ein Einkaufserlebnis.
Der Kunde wünscht sich ein Einkaufserlebnis.
(Bild: ekkasit919 - stock.adobe.com)

Der Kunde informiert sich immer häufiger vor seinem Einkauf im Laden über ein Produkt. Deshalb muss der Handel sich an die genutzten Technologien anpassen und sich neuen öffnen. Digitalisierung des Ladengeschäfts ist hierzu ein wichtiger Schritt. Zudem wünscht sich der Kunde „Erlebnisse“. So kann ein Ladengeschäft vor Ort Interaktionen bieten, wie sie online nicht möglich sind.

Dabei spielen Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen eine attraktive Produktpräsentation. Laut dem Zahlungsanbieter Worldpay glaubt mit 48 Prozent fast die Hälfte der Verbraucher, die Zukunft des Einkaufens liege in VR. Diese Technologie wird aber nur dann eine Wirkung zeigen, wenn sie das Einkaufserlebnis sinnvoll ergänzt, zum Beispiel mit Produktdemos oder zusätzlichen Informationen. Darüber hinaus müssen In-Store-Technologien die Konsistenz zwischen der Kundenerfahrung im Laden und in der Online-Welt sicherstellen.

Auch die Hälfte der 300 IT-Entscheider aus der Einzelhandelsbranche in den USA, Australien und Deutschland, welche für den „Riverbed Retail Digital Transformation Survey 2018“, befragt wurden, setzt auf neue Technologien, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Bei kundenseitigen Technologien zeigt sich eine Diskrepanz: 74 Prozent der internationalen Händler verfügen nicht über virtuelle Assistenten (Deutschland: 73 %), und 67 Prozent bieten keine Push-Nachrichten (Deutschland: 73 %), um Kunden im Laden beispielsweise über Empfehlungen oder Angebote zu informieren. Die Retailer müssen also einiges nachholen, um mit den sich rasch ändernden Kundenanforderungen mitzuhalten.

Smartphone für Virtual Reality

Dabei sind 88,8 Prozent der befragten Kunden, welche AR bereits einmal auf ihrem Smartphone genutzt haben, bereit, dies wieder zu tun, wie eine Studie von Splendid unter 1.008 Deutschen im Alter von 18 bis 69 Jahren belegt. Auch das Interesse von jenen, die noch nie in Berührung mit AR gekommen sind, ist relativ hoch und liegt immerhin bei 47,7 Prozent. Einen Pluspunkt sehen die Verbraucher in der „Unterstützung im Alltag“ und begründen die Nutzung mit einem hohen „Interesse an Technik“. Doch auch die Gründe, die laut der Kunden gegen eine Nutzung sprechen, geben Aufschluss über mögliche Handlungswege: Die Ablehner bevorzugen eine persönliche Beratung und sehen keinen Mehrwert in der Nutzung von AR.

Allerdings gibt es noch einiges zu tun im Bereich der Augmented Reality: Da steht die Frage nach einer Smartphone-App im Vordergrund. Denn die User geben mit 77,2 Prozent an, eine universelle App für alle Geschäfte einer App für jedes einzelne Geschäft vorzuziehen. So hat der Kunde alles auf einer Anwendung und muss sich lediglich eine Applikation herunterladen. Das vereinfacht den Gesamtprozess enorm und erhöht die Bereitschaft, AR auch tatsächlich zu nutzen. Vier von fünf Kunden erhoffen sich durch AR reine Produktinformationen. Von jenen möchten 94,6 Prozent den Produktpreis sehen, 69,2 Prozent möchten über die Verwendung des Produkts informiert werden, und knapp sechzig Prozent wünschen sich Informationen zu Material sowie zu Inhaltsstoffen.

Knapp dreißig Prozent haben Interesse an Produktempfehlungen. Befragt danach, welche Branche sich besonders für AR eignen, fanden 55,3 Prozent, dass sie sich AR im Lebensmittel-Einzelhandel vorstellen können. Hier könnten ganze 5,44 Milliarden Euro Netto-Umsatz pro Jahr mehr erwirtschaftet werden. Fast ebenso viele potenzielle User existieren für Bekleidungsgeschäfte, die mit 53,8 Prozent Platz zwei belegen.

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS