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Lünendonk-Studie

Die Top 25 der IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland

| Autor: Sarah Nollau

IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen erwarten für 2018 mit erhöhter Nachfrage nach Cloud-Migration und zur Umsetzung von IoT- sowie KI-Projekten.
IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen erwarten für 2018 mit erhöhter Nachfrage nach Cloud-Migration und zur Umsetzung von IoT- sowie KI-Projekten. (Bild: Kara - stock.adobe.com)

Gewinner der Lünendonk-Liste 2018 der führenden IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland ist Accenture mit zwei Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2017. Auf dem zweiten Platz folgt T-Systems und auf dem Dritten IBM. Neuzugänge der Top 25 sind die Unternehmen Wipro und Senacor.

Das IT-Beratungsgeschäft boomt. Die aktuelle Lünendonk-Studie zu den führenden IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen in Deutschland verzeichnet ein Wachstum von 12,8 Prozent im Jahr 2017. Deutsche Unternehmen möchten sich zunehmend digital transformieren und suchen sich beratenden Beistand. Das treibt die externen Ausgaben für IT-Projekte in die Höhe.

Die Top 25 konnten ihre Umsätze um durchschnittlich 13,3 Prozent steigern. „Die Geschäftsentwicklung der IT-Beratungen verdeutlicht, wie stark mittlerweile die Anwenderunternehmen IT-Beratungen in ihre Wertschöpfungsprozesse integriert haben. Dabei stammen 34,7 Prozent der Projektanfragen aus den Fachbereichen“, erläutert Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk.

Auftrieb Digitalisierung

Treiber des Markts rund um IT-Beratung und Systemintegration ist schlicht und ergreifend die Digitalisierung. Unternehmen möchten ihre Prozesse digitalisieren und automatisieren. Hinzu kommt der zunehmende Einsatz von Machine Learning, Künstlicher Intelligenz und Robotics. IT-Beratungshäuser helfen dabei sowohl bei der Umsetzung einer Digitalstrategie, als auch bei der Integration von Lösungen in bereits bestehenden Systeme. Ein weiteres Thema für die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern ist laut Lünendonk häufig die Digitalisierung der Schnittstellen zwischen Kunden und Unternehmen sowie die IT-Security.

Untersucht wurden im Rahmen der Lünendonk-Studie insgesamt 65 IT-Beratungen in Deutschland. Zusammengenommen kommen sie auf eine Umsatzsumme von 14,3 Milliarden Euro im Jahr 2017. Im Vorjahr lag das Marktvolumen noch bei 12,8 Milliarden Euro. Damit repräsentieren sie nach Schätzungen von Lünendonk beinahe das gesamte Marktvolumen. Die 25 führenden IT-Beratungsunternehmen erzielen davon ganze 88 Prozent.

Die Top 3

Auf dem obersten Platz des Siegertreppchens steht wie schon im Vorjahr Accenture, mit einem geschätzten Umsatz von zwei Milliarden Euro in Deutschland. Dabei stieg innerhalb eines Jahres die Stellenzahl bei Accenture um 1.000 Mitarbeiter mehr auf 8.000.

Auf Platz Zwei folgt T-Systems International mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro. 2016 lag dieser noch bei 1,15 Milliarden Euro. Lünendonk führt das Umsatzplus auf veränderte Konzernstrukturen und einen einhergehenden neuen Zuschnitt des Systemgeschäfts zurück. Daher sei der Umsatz hier nicht vergleichbar. Den untersten Platz des Siegertreppchens hat IBM Deutschland ergattert. Der IT-Riese erzielte 2017 einen Umsatz von 1,28 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,3 Milliarden Euro). In die Top 5 reihen sich ferner Capgemini mit 920 Millionen Euro und NTT Data mit 702,2 Millionen Euro Umsatz ein.

Größtes Umsatzplus

Das größte Umsatzplus (in Prozent) konnte Tata Consultancy Services erzielen. Ein Plus von 28,5 Prozent gab dem Unternehmen den Auftrieb, um von Platz 12 auf Platz 10 aufzusteigen. Ebenfalls nennenswert unter den Aufsteigern ist Cognizant aus Frankfurt am Main mit einem Plus von 27 Prozent. Beeinflusst wurde dies zum Teil auch durch die Übernahme der Digitalagentur Netcentric. Neu in der Lünendonk-Liste der IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen ist Wipro. Die Übernahme der Cellent AG im Jahr 2016 sorgte für den Ausbau des IT-Beratungsportfolios. Ebenfalls neu ist Senacor aus Eschborn mit einem Umsatzplus von 26,4 Prozent.

Über die Studie

Für die Studie wurden neben knapp 200 IT-Verantwortlichen aus dem gehobenen Mittelstand, Großunternehmen und Konzernen auch 80 Anbieterunternehmen befragt. Das Aufnahmekriterium der Lünendonk-Liste ist, dass mehr als 60 Prozent des Umsatzes mit IT-Beratung, Individual-Software-Entwicklung und Systemintegration erzielt werden.

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