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Die Generation Z drängt ins Berufsleben

| Autor: Heidemarie Schuster

Die Generation Z ist technikverliebt. Das macht ihre Angehörigen aber noch lange nicht zu rücksichtslosen Zeitgenossen, die keinen Wert auf menschliche Interaktion legen.
Die Generation Z ist technikverliebt. Das macht ihre Angehörigen aber noch lange nicht zu rücksichtslosen Zeitgenossen, die keinen Wert auf menschliche Interaktion legen. (Bild: Rawpixel Ltd.- stock-adobe.com)

Mitglieder der Generation Z sind Mitte der 90er Jahre geboren, technikverliebt und steigen mittlerweile ins Berufsleben ein. Dell hat nachgeforscht, was von dieser Generation zu erwarten ist und ob ihnen ihr Ruf, rücksichtslose Zeitgenossen zu sein, die keinen Wert auf menschliche Interaktion legen, gerecht wird.

Die Generation Z ist mit Smartphones, Apps und Sozialen Medien aufgewachsen und pflegt damit einen geradezu natürlichen Umgang mit modernen Technologien. Um herauszufinden, welche Einstellungen und Erwartungen, aber auch Befürchtungen sie ins Arbeitsleben mitbringt, hat Dell Technologies eine Studie durchgeführt, für die 717 deutsche Schüler und Schülerinnen und Studierende im Alter von 16 bis 23 Jahren befragt wurden.

Technik im Berufsleben

Für die Generation Z spielen moderne Technologien auch beim Blick auf das Berufsleben eine wichtige Rolle. So gaben 86 Prozent der Befragten an, die vom potenziellen Arbeitgeber angebotene Technologie wäre für sie ein Faktor, wenn sie sich zwischen mehreren gleichwertigen Job-Angeboten entscheiden müssten. 75 Prozent würden gerne an ihrem Arbeitsplatz mit der neuesten Technologie arbeiten wollen. Immerhin ein Drittel kann sich vorstellen, Technologie zum Gegenstand seiner Tätigkeit zu machen und interessiert sich für eine Karriere im IT-Bereich.

Auch die Einstellung der Befragten gegenüber Automatisierung ist zum größten Teil positiv. So denken 73 Prozent, dass Automatisierung eine gerechtere Arbeitswelt schafft, da sie keine Vorurteile und keine Diskriminierung kennt. Vor Robotern ist der Generation Z nicht bange; sie ist ganz im Gegenteil davon überzeugt, dass wir auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Mensch und Maschine zusteuern. 45 Prozent glauben, dass Menschen und Maschinen künftig als integrierte Teams Hand in Hand arbeiten werden. Weitere 36 Prozent sehen Maschinen als hilfreiche Werkzeuge für Menschen, die genutzt werden, wenn man sie braucht. Lediglich 19 Prozent äußern sich pessimistisch und befürchten, dass Maschinen menschliche Arbeitskräfte ersetzen könnten.

Die Jugend und der Datenschutz

Oft wird der Generation Z Naivität und Sorglosigkeit im Umgang mit persönlichen Daten nachgesagt. Die Studie von Dell Technologies zeigt aber, dass dies nicht auf breiter Front der Wahrheit entspricht. So sehen immerhin 71 Prozent der Befragten Datenschutz als Top-Priorität. Vor allem mit dem Berufseinstieg vor Augen lassen die meisten von ihnen Vorsicht walten. So achten 58 Prozent beim Posten in den Sozialen Medien immer darauf, nichts zu veröffentlichen, was ihrer beruflichen Karriere schaden könnte. Weitere 30 Prozent versuchen, das stets zu tun, räumen aber ein, dass ihnen das nicht immer gelingt.

Bauchschmerzen vor dem Arbeitseinstieg

Der Einstieg ins Berufsleben bereitet der Generation Z Sorgen.
Der Einstieg ins Berufsleben bereitet der Generation Z Sorgen. (Bild: Dell Technologies)

So selbstbewusst die Angehörigen der Generation Z ihre technologischen Fähigkeiten beurteilen, so unsicher sind sie oft in Bezug auf ihre übrigen Skills. 68 Prozent schätzen ihre Technologie-Kompetenz als gut bis exzellent ein und 62 Prozent glauben, über Programmierkenntnisse zu verfügen, die brauchbar bis hervorragend sind. Dennoch denken mit über 90 Prozent fast alle Befragten mit Bauchschmerzen an den Berufseinstieg. Nur rund die Hälfte (55%) sieht sich durch ihre Ausbildung gut bis exzellent auf ihre künftige Karriere vorbereitet. 41 Prozent glauben, dass sie zwar die erforderlichen technologischen Skills mitbringen, die ihre Arbeitgeber erwarten, aber nicht unbedingt die nötigen Soft Skills.

Persönliche Kommunikation erwünscht

Trotz aller Technikaffinität spielt die menschliche Interaktion für die Generation Z am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. Auf die Frage nach der bevorzugten Kommunikationsart mit Kollegen nannten 43 Prozent das persönliche Gespräch. Über die Hälfte (56%) bevorzugt es, persönlich in der Arbeit vor Ort zu sein, anstatt von zuhause aus zu arbeiten; und 60 Prozent arbeiten lieber als Teil eines Teams anstatt als Einzelkämpfer. Die große Affinität zur menschlichen Interaktion der Generation Z zeigt sich auch darin, dass 85 Prozent der Befragten bereit sind, ältere Kollegen zu unterstützen, die sich beim Umgang mit modernen Technologien schwerer tun.

Auch wenn man sie hauptsächlich mit dem Smartphone sieht – die Generation Z bevorzugt die persönliche Kommunikation.
Auch wenn man sie hauptsächlich mit dem Smartphone sieht – die Generation Z bevorzugt die persönliche Kommunikation. (Bild: Dell Technologies)

Mit diesen Einstellungen unterscheiden sich die Angehörigen der deutschen Generation Z übrigens nicht wesentlich von ihren internationalen Altersgenossen. Die Umfrage wurde weltweit durchgeführt und die deutschen Zahlen weisen keine signifikanten Abweichungen von den globalen Werten auf.

„Wir haben keine Roboter großgezogen. Bei aller Technikaffinität und trotz eines gesunden Selbstbewusstseins hinsichtlich ihrer technologischen Kompetenzen kennt die Generation Z auch Unsicherheit und legt großen Wert auf menschliche Interaktion“, sagt Doris Albiez, Senior Vice President & General Manager, Dell EMC Deutschland. „Die Tür für eine fruchtbare Zusammenarbeit der verschiedenen Generationen im Unternehmen ist dadurch weit geöffnet. Die älteren Kollegen können dem Nachwuchs fehlende Soft Skills vermitteln, und umgekehrt kann die Generation Z dafür sorgen, dass die technologischen Kompetenzen unternehmensweit ausgebaut werden. Damit kann sie einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung leisten.“

Details zur Studie

Für die Studie führte Dimensional Research im Auftrag von Dell Technologies im August und September 2018 eine Online-Umfrage in 17 Ländern durch. Die Fragen wurden in zwölf Sprachen angeboten und von mehr als 12.000 Schülern und Schülerinnen und Studierenden – 717 aus Deutschland – beantwortet. Die kompletten Ergebnisse der weltweiten Studie gibt es auf https://www.delltechnologies.com/genz.

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