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„Hybrid Working Report“ von Poly Die Coronakrise verändert den Arbeitsplatz

| Autor: Ann-Marie Struck

Homeoffice, Videokonferenzen, virtuelle Meetings und keine Bürotower mehr in Großstädten: Die Corona-Pandemie läutet ein neues Zeitalter des „hybriden Arbeitens“ ein. So das Ergebnis des „Hybrid Working Reports“ von Poly.

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Ob im Großraumbüro, im Homeoffice oder in Coworking-Spaces, die Zukunft des Arbeitslatzes ist hybrid.
Ob im Großraumbüro, im Homeoffice oder in Coworking-Spaces, die Zukunft des Arbeitslatzes ist hybrid.
(Bild: © Marina Zlochin - adobe.stock.com)

Der Arbeitsplatz von heute ist modern, flexibel und digital. Insbesondere durch die Maßnahmen während der Coronakrise haben moderne Arbeitsplätze an Bedeutung gewonnen, und Arbeitsmodelle haben sich gewandelt. Das zeigt der Report „Hybrid Working: Creating the ,next normal‘ in work practices, spaces and culture“ von Poly. Demzufolge liegt die Zukunft im „hybriden Arbeiten“. So soll künftig weniger das „Wo“, sondern vielmehr das „Wozu“ im Fokus stehen, während die Mitarbeiter flexibel und ergebnisorientiert arbeiten.

Experten für Arbeit und Arbeitspsychologie geben im Report Prognosen für das Berufsleben der Zukunft ab. Dabei wurde vor allem der Status quo nach dem Lockdown überdacht und darauf eingegangen, wie kollaborative, mit Technologien ausgestattete persönliche Arbeitsumgebungen gestaltet werden können.

„Die Herausforderungen der aktuellen Pandemie bieten Unternehmen die Gelegenheit, bisherige Strukturen und Prozesse zu hinterfragen und gleichzeitig neu zu gestalten“, sagt Darrius Jones, Executive Vice President und Chief Strategy Officer bei Poly. „Der zukünftige Normalzustand ist geprägt von standortunabhängiger Flexibilität und produktiven Umgebungen, die dem individuellen Arbeitsstil gerecht werden. Die aktuelle Krise und die damit verbundenen notwendigen Veränderungen beeinflussen das ‚Hybrid Working‘ maßgeblich.“

Architektur des Arbeitsraums

Laut der Architektin Sarah Susanka ist die Arbeitsumgebung entscheidend für die Produktivität der Arbeit. Nachdem aufgrund der Schutzmaßnahmen zur Ausbreitung der Coronakrise Mitarbeiter vermehrt aus dem Homeoffice arbeiten, liegt nun der Fokus auf dem heimischen Schreibtisch, der professionell und ergonomisch gestaltet werden sollte.

Zudem werden laut Studie Coworking-Spaces zunehmend an Bedeutung gewinnen, denn der Austausch von Kollegen fördert die Kreativität. Jedoch werden Bürotürme höchstwahrscheinlich aus dem Stadtbild verschwinden, da zwar die Stadt weiterhin als ein soziales Zentrum gilt, der Arbeitsplatz sich aber in Randlagen befinden wird.

Ohne Technik geht nichts

Ein hybrides Arbeitsumfeld bedarf jedoch entsprechender Technologie, die sicheren Fernzugriff und damit flexibles Arbeiten erst möglich macht. Laut Jones spielen Technologien im „New Normal“ eine große Rolle. Denn sie sorgen für eine nahtlose Kommunikation und Zusammenarbeit von Mitarbeitern über verschiedene Standorte hinweg und steigern so die Motivation und das Engagement virtueller Teams.

Kulturwandel

Doch die Anschaffung teurer Technik allein reicht nicht aus, um den modernen Arbeitsplatz umzusetzen. Insbesondere bei hybriden Teams werden grundlegende neue Verhaltensweisen der Mitarbeiter benötigt, damit Teamwork auch standortübergreifend und virtuell funktioniert. Unternehmen müssen jedoch zunächst eine solche Kultur schaffen. Damit Teams agil, innovativ und rücksichtsvoll agieren, basieren Arbeitskulturen auf Werten wie Inklusion, Neugierde und Zielorientierung. So die Ansicht der Professorin für Leadership und Dialog an der Hult Ashridge Business School, Megan Reitz.

Da heterogene Teams verschiedene Perspektiven einnehmen, müssen auch Führungskräfte in der Lage sein, Unterschiede zu nutzen und zu schätzen. Gleichzeitig sollten sie lernen, individuell auf die Kollegen einzugehen, neugierig zu sein und Fragen zu stellen. Zudem wird der nun verstärkte Fokus auf den Zweck der Arbeit laut Megan Reitz auch einen Wandel hin zu einem produktiveren Arbeitsplatz fördern.

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Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin