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Extra Computer startet Exone-Cloud Die Cloud rückt näher

| Autor: Klaus Länger

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen will Extra Computer mit der Exone Cloud ansprechen. Lokales Hosting und eine übersichtliche Preisstruktur sollen Vertrauen schaffen.

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Heimische Cloud: Extra Computer setzt bei der Exone-Cloud das Vertrauen der Kunden in ihre Systemhäuser, die als Wiederverkäufer aktiv sind.
Heimische Cloud: Extra Computer setzt bei der Exone-Cloud das Vertrauen der Kunden in ihre Systemhäuser, die als Wiederverkäufer aktiv sind.
(Bild: photoschmidt - stock.adobe.com)

Eine zweite Cloud-Welle sieht man bei Ex­tra Computer im Anrollen. Und an der will der baden-württembergische Distributor und PC-Hersteller mit der Exone-Cloud partizipieren. Denn nach den Großunternehmen oder den kleinen Startups, die bisher das Gros der professionellen Cloud-Nutzer gebildet haben, beginnen nun auch kleine und mittlere Unternehmen über den Weg in die Cloud nachzudenken. Und da für diese Firmen Datenschutz und Vertrauen in den Cloud-Anbieter zentrale Themen sind, führt Heinz Fetzer, Geschäftsführer von Extra Computer, als Argument für die Exone-Cloud an, dass die Kunden über ihre Systemhäuser die Cloud-Dienstleistung „direkt” beim vertrauten Hersteller kaufen.

Als Fortsetzung der Vertrauenskette in die Cloud charakterisiert Rüdiger Grund, Leiter des Cloud-Teams bei Extra Computer, die Exone-Cloud. Die Exone-Server, auf denen die Cloud-Anwendungen der Kunden laufen, stehen in einem neu gebauten Rechenzentrum eines Partners in Ulm und sind binnen 15 Minuten von Giengen aus erreichbar. Auch Wünsche und Anregungen von Partnern oder Kunden sollen schnell umsetzbar sein.

Startschuss im September

Anfang September soll das Cloud-Angebot offiziell starten, vorher wurde mit einigen Kunden ausgiebig getestet. Das Angebot umfasst zunächst Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Backup in der Cloud auf Basis der Ahsay Backup Software oder als Erweiterung eines lokalen Veeam Backups sowie eine Art Microsoft-Small-Business-Server in der Cloud. Der Kunde bekommt hier zwei Windows Server als VM: einer als ­Domaincontroller und ein weiterer mit ­Exchange. Im Gegensatz zu einer Hosted-Exchange-Lösung bekommt der Kunde hier seinen eigenen Groupware- und E-Mail-Server, was zusätzliche Sicherheit bringt. Beim Windows Server ist die Version 2016 der Standard, auf Wunsch ist auch Server 2012 R2 möglich. Die Basis für die Cloud-Lösung ist Microsoft Hyper-V.

Das Angebot umfasst keine unterschiedlichen Pakete für Rechenleistung und Speicherplatz, sondern startet mit einer VM. Zusätzliche Ressourcen kann der Partner einfach per Schieberegler dazu buchen. Er bekommt die anfallenden Kosten in Echtzeit angezeigt. Das Portal wurde laut Grund durch den Rechenzentrums-Partner Server-Ware in Ulm programmiert. Hochverfügbarkeit im lokalen Rechenzentrum ist immer gegeben, verschiedene Replika­tionsmodelle sind ebenfalls verfügbar.

Vertrieb nur über Partner

Der Vertrieb der Exone-Clouddienste soll ausschließlich über Reseller erfolgen und gesicherte Margen garantieren. Der Endkundenpreis soll sich dabei in marktüblichen Größenordnungen bewegen. Es gibt keine Enrichtungsgebühr. Für die Partner sieht Extra Computer zudem in Hybrid-Cloud-Angeboten weitere Verdienstmöglichkeiten.

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 Klaus Länger

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