Digitale Unabhängigkeit
Deutschlands digitale Souveränität: Ja, wir können mithalten

Von Johannes Kapfer 6 min Lesedauer

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Die Ankündigung des Deutschen Bundestages, sich von US-amerikanischen Tech-Anbietern unabhängiger zu machen, hat eine längst überfällige Debatte befeuert. Doch wie realistisch ist dieser digitale Befreiungsschlag tatsächlich?

Seit 2024 ist Benjamin Schilz CEO des Kommunikationsanbieters Wire.(Bild:  Wire)
Seit 2024 ist Benjamin Schilz CEO des Kommunikationsanbieters Wire.
(Bild: Wire)

Wenn Benjamin Schilz, CEO von Wire, über digitale Souveränität spricht, dann nicht als theoretisches Konstrukt, sondern aus der Praxis heraus. „Wire wird bereits seit geraumer Zeit von einer Mehrheit der Verwaltungsmitarbeiter und politischen Fraktionen im Bundestag genutzt“, erklärt der CEO. Die sichere Kommunikationsplattform habe dort amerikanische Messaging-Apps und Collaboration-Tools ersetzt – für die tägliche Kommunikation zwischen Abgeordneten, politischen Gruppen, der Verwaltung sowie verschiedenen weiteren Stakeholdern. Ähnliche Implementierungen gebe es in mehreren deutschen Bundesministerien, darunter dem Innenministerium, dem Bildungs- und Forschungsministerium sowie dem Gesundheitsministerium.

Der Umstieg sei also nicht nur theoretisch möglich, er finde bereits statt. „Das Ziel ist sehr realistisch“, betont Schilz, „weil wir es bereits umgesetzt haben.“

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