Der gesellschaftliche Nutzen digitaler Medien im Unterricht

Deutschland braucht moderne Unterrichtsmethoden

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Trend 2: Altersgemischte Lerngruppen

Ein weiterer Trend ist das jahrgangsübergreifende Lernen. Am weitesten verbreitet ist die Einführung altersgemischter Lerngruppen in den Grundschulen in den Klassen eins bis drei. Scheer: „Jahrgangsübergreifendes Lernen schafft die Möglichkeit, dass Schüler und Schülerinnen in ihrem eigenen Tempo lernen und gleichzeitig Erlerntes weiter vermitteln können. Soziale Kompetenzen werden so gestärkt und ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass Wissen nicht nur von Autoritäten vorgegeben, sondern gemeinsam erarbeitet werden kann.“

Trend 3: Sprachdefizite abbauen

Ein Drittel aller Schüler in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Viele dieser Schüler haben Probleme mit der deutschen Sprache. Scheer: „Die PISA-Studien haben ergeben, dass die Hälfte aller Leistungsunterschiede zwischen Schülern auf Sprachprobleme zurückzuführen ist. Gerade der Sprachunterricht erfordert eine individuelle Förderung der einzelnen Schüler. Hier kann Lernsoftware sehr sinnvoll eingesetzt werden.“ Zudem regt Scheer an, einen bundesweit einheitlichen Sprachtest einzuführen, da hier jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht: „Es liegt auf der Hand, dass IT-gestützte Tests und Ergebnis-Datenbanken eine Verbesserung darstellen würden. Das mindeste wären einheitliche Standards für die Durchführung und Auswertung der Sprachtests.“

Individuelle Förderung der Schüler

Computer, Internet und intelligente Lernsoftware bieten zahlreiche Vorteile, die eine gezielte individuelle Förderung der Schüler ermöglichen:

• Modularer Aufbau: Lernprogramme und Lern-E-Books bieten mehr Flexibilität als herkömmliche Bücher oder Arbeitsblätter. Je nach Kenntnisstand erhalten die Schüler unterschiedliche Übungen.

• Individuelles Lerntempo: Die Schüler können sich bei Übungen ihre Zeit frei einteilen. Jeder Schüler kommt in der verfügbaren Zeit soweit er kann.

• Lernsoftware übernimmt einen Teil der Betreuung: Lernprogramme haben Feedbackfunktionen, die Fehler korrigieren und richtige Lösungen erläutern.

• Digitale Medien machen das Lernen mobil: Online-Übungsaufgaben können von den Schülern zu Hause bearbeitet werden. Auch das elektronische Tafelbild eines Whiteboards lässt sich auf den heimischen Computer übertragen.

Weiter mit: Spaß am Lernen durch digitale Medien

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