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Von Grund auf ausgelagert
Nur selten findet der Outsourcing-Anbieter eine grüne Wiese vor, wo er von Anfang an das neue Modell etablieren kann. Matzke nennt als eines der wenigen Paradebeispiele das weltweit agierende Spezialchemie-Unternehmen Cognis. 2001 verkaufte der Mutterkonzern Henkel seine Tochter ohne IT-Abteilung. Vertraglich war gesichert, dass für eine Weile die IT von Cognis weiterhin über Henkel laufen sollte. Zeit genug, um eine passende Lösung zu finden. »Es ging nicht darum, einen Status-Quo zu übergeben. Wir wollten eine Neustrukturierung«, fasst Ralf Stalinski, Vice President und CIO der Cognis-Group zusammen.
Er bat Forrester Research, ihm bei der Suche nach einem geeigneten Kandidaten zu unterstützen. Zehn IT-Dienstleister schrieb die Cognis-Gruppe daraufhin an, von drei lagen später unterschriftsreife Verträge auf dem Tisch. »Die Kosten waren in allen Fällen ähnlich«, beschreibt Stalinski die Situation. »Für Computacenter haben wir uns schließlich wegen der Flexibilität und der weltweiten Qualitätssicherung entschieden.«
Technisch hat Computacenter alle Leistungen, die Cognis bis dato in drei verschiedenen Rechenzentren erbracht hat, in ein zentrales Shared Datacenter übernommen. Die standardisierten End-to-End-Services, die der IT-Dienstleister gleich mehreren Kunden anbietet, werden nach Verbrauch abgerechnet. Klar definierte und messbare Serviceverfügbarkeit auf Basis von SLAs sollen einen reibungslosen IT- und Rechenzentrumsbetrieb garantieren und transparent machen.
In den meisten Fällen fragt der Kunde jedoch nach einem Mix aus der klassischen Auslagerung, mit entsprechend individuellen Ansprüchen, und dem Outsourcing 2.0 mit seinen vorgefertigten Modulen.
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