Die Hoffnung ruht auf Business-Kunden Der Markt für Desktop-PCs sorgt für solide Umsätze

Redakteur: Christian Träger

Das Wachstumspotenzial bei Desktop-PCs ist ausgeschöpft. Vor allem im privaten Bereich werden die unhandlichen Rechner immer häufiger von Notebooks verdrängt. Dennoch sehen viele Hersteller in den Computern ein zentrales Geschäftsfeld mit solidem Umsatz.

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Impulse für den Markt der Desktop-PCs gehen hauptsächlich von Business-Kunden aus.
Impulse für den Markt der Desktop-PCs gehen hauptsächlich von Business-Kunden aus.
( Archiv: Vogel Business Media )

Hohe Wachstumsraten versprechen sich die Hersteller von den Desktop-PCs nicht mehr. Dennoch sichern die Rechner dem Handel einen soliden Umsatz. So weist der Consumer Electronics Marktindex Deutschland (Cemix) für 2007 insgesamt 1,4 Millionen verkaufte Desktop-Rechner aus. Dies sind nach den Erhebungen drei Prozent weniger als noch im Vorjahr. Erfreulich für den Handel ist dabei allerdings die Preisentwicklung, da der Durchschnittspreis in diesem Zeitraum zumindest leicht auf 661 Euro gestiegen ist. Dies entspricht eine Steigerung von rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In den privaten Haushalten hält der Trend zu Notebooks aber weiter an. So sieht Gartner in diesem Bereich für 2008 einen Rückgang der verkauften PC-Stückzahlen um 7,6 Prozent. Ein Trend, der sich nach Ansicht der Analysten in den kommenden Jahren noch verstärken wird – für 2011 prognostizieren die Marktforscher dem Segment der privat gekauften Desktop-PCs bei den Stückzahlen ein Minus von elf Prozent.

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Besser sieht es für die Business-Rechner aus, für die 2008 mit einem leichten Anstieg der Nachfrage von 1,6 Prozent zu rechnen ist. Dank einer Erneuerungswelle sollen laut Gartner nächstes Jahr sogar über sechs Prozent mehr Desktop-Rechner an Unternehmen verkauft werden. Bewahrheiten sich die weiteren Prognosen, bleibt dies jedoch nur ein kurzes Aufflackern des Markts.

Marktanteile

Den Markt für Desktop-PCs in Deutschland dominieren Fujitsu Siemens Computers (FSC) und Hewlett-Packard (HP). Allerdings hat FSC im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr laut Gartner bei den abgesetzten Stückzahlen neun Prozent im Business- und zehn Prozent im Consumer-Segment verloren. Diesen Einbußen steht bei HP ein Zugewinn von neun Prozent im Business- und sogar von 19 Prozent im Consumer-Geschäft gegenüber.

Interessant sind auch die jeweils Drittplatzierten: Bei den professionellen Rechnern ist es Dell mit einem Zuwachs von elf Prozent, während bei den privaten Endkunden Medion mit einem Plus von 21 Prozent mit auf dem Siegertreppchen steht. Sowohl Dell als auch Medion wollen ihre Absätze zukünftig auch über den Fachhandel ankurbeln. Traut man den Channel-Konzepten, dann lohnt sich für den Fachhandel durchaus ein Engagement in diese Richtung.

Leichter Anstieg

Laut Gartner wurden 2007 insgesamt 1,94 Millionen PCs an Privatkunden und etwas mehr als drei Millionen Rechner im Business-Bereich verkauft. Damit trägt die Nachfrage der Unternehmen den Gesamtzuwachs des Markts von zwei Prozent 2007.

Zu den Trends gehört bei den Desktop-PCs immer noch Green IT. Hier setzten die Hersteller vor allem auf den niedrigen Energieverbrauch der Rechner, der den Unternehmen bei der Reduzierung der Kosten helfen soll. Ein sichtbares Kennzeichen bildet die Energy-Star-Zertifizierung, die in der Version 4.0 noch höhere Anforderungen an den Stromverbrauch der PCs im Stand-by-Modus und im Betrieb stellt. Wie die Hersteller den Markt für Desktop-PCs beurteilen, zeigen vier Expertenstatements.

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