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QlikWorld Datenkompetenz as a Service von Qlik

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Die virtuelle QlikWorld hatte weit mehr Besucher als die Präsenzveranstaltung im Vorjahr. Die Qlik-Manager Wolfgang Kobek und Matthias Herkommer fassen zusammen, worum sich die Hausmesse des Datenspezialisten Qlik drehte.

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Bei Qlik dreht sich alles um Daten.
Bei Qlik dreht sich alles um Daten.
(Bild: VectorMine - stock.adobe.com)

Präsenzveranstaltungen haben ihren Reiz, da Geschäfte immer noch zwischen Menschen gemacht werden, aber auch eine Verlagerung in virtuelle Welten hat ihre Vorteile, da für Veranstalter und Teilnehmer weniger Aufwand anfällt. Vor diesem Hintergrund zieht Wolfgang Kobek, SVP für die Region EMEA bei Qlik, das Fazit: „Auf der virtuellen QlikWorld konnten wir mit rund 14.000 Teilnehmern 46 Prozent mehr begrüßen als im Vorjahr, als sie als Präsenzveranstaltung ausgetragen wurde.“ Die ­Frage, inwieweit es sinnvoll ist, „Millionen Euro an Veranstaltungs- und Reisekosten auszugeben“ wird bei Qlik daher diskutiert, um den richtigen Mix zu finden.

Von Rohdaten zur Erkenntnis

Inhaltlich wurde auf der QlikWorld die vor zwei Jahren vorgestellte Strategie vertieft, die Kobek so zusammenfasst: „Qlik ist kein klassischer BI-Anbieter mehr, sondern wandelt sich zur Plattform, die geeignet ist, den kompletten Weg von Rohdaten zu ­Erkenntnissen abzustecken. Was die ­Lösungen dafür angeht, sorgen wir für ­Möglichkeiten, Datenquellen zu integrieren, beispielsweise beim Data-Warehouse-­Management, Daten aufzubereiten, zu ­visualisieren und zu Erkenntnissen zu ­gelangen.“

The Data Literacy Project

Thedataliteracyproject.org im Netz war auch ein Thema. Hier geben unter anderem Accenture, Data to the People und Qlik konkrete Hilfestellung bei der Frage, wie Datenkompetenz-Lücken in Unternehmen gefunden und geschlossen werden können. „Datenkompetenz as a Service bieten wir einerseits durch die Initiative The Data ­Literacy Project, aber auch durch Dienste wie Schulungen – Vor-Ort oder online –, Consulting, 24/7-Enterprise-Support und Analyseoptimierung von den Daten bis zum Dashboard“, sagt Kobek.

Artificial intelligence

Sein Kollege Matthias Herkommer, Manager Presales DACH bei Qlik, ergänzt mit einem Hinweis darauf, unter welchen ­Vorzeichen man bei Qlik an Daten und ­Erkenntnisfindung herangeht: Bei Qlik spreche man von Augmented Intelligence, da der Begriff „Artificial intelligence“ nahelegt, die Maschine würde entscheiden. Mit dem Wording „Augmented“ soll im ­Gegensatz dazu zum Ausdruck gebracht werden, dass dem User eine aufbereitete, angereicherte Datengrundlage für seine Entscheidungen geboten wird. „Metaphorisch gesprochen könnte man sagen, Augmented Intelligence ist eine Mischung aus Kirk und Spok oder Piccard und Data, wenn sie so wollen“, witzelt Herkommer.

Data Value Chain

Ein weiteres gedankliches Gerüst bietet die „Data Value Chain“. Man könnte sie definieren mit „Data to Insights to Action“, so Herkommer. „Am Anfang steht hier die Datenintegration, also das Zusammenführen von Real Time Data in der Zielplattform, wobei das komplette Spektrum von Cloud Data und Warehouse abgedeckt wird. Der Weg zu Insights, also Erkenntnissen beinhaltet nach unserem Dafürhalten dann das Bestreben, Daten auffindbar zu machen. Wir arbeiten hier mit einem Data Catalogue, in dem Datenquellen aufgelistet und Daten mit Metadaten angereichert werden, sodass Suchen über Tags und Volltextsuchen möglich werden.“

Augmented Intelligence

Der dritte Schritt führt dann zur „Augmented Intelligence“, also dem gestützten ­Erstellen von Dashboards, Data-Story-Telling-Funktionen und Liveanalysen. Das „to Action“ in der „Data Value Chain“ sei noch Zukunftsmusik, „aber man kann sie schon leise hören“, so der Qlik-Manager. Das ­Unternehmen strebt an, künftig mehr mit automatisiert angestoßenen „Actions“ zu arbeiten. Das können Alarmbenachrichtigungen sein, die dem Nutzer mitteilen, wenn beispielsweise bestimmte Kenngrößen unterschritten werden – vom Umsatz bis zum Füllstand.

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Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur