Lünendonk und Future Management Group erforschen Zukunft Das sind die Herausforderungen für ITK-Dienstleister

Redakteur: Katrin Hofmann

ITK-Dienstleister und deren Kunden müssen sich in den kommenden Jahren einer Studie der Future Management Group und Lünendonk zufolge zahlreichen Herausforderungen stellen. Auf einzelne Infrastruktur- oder Telekommunikations-Leistungen spezialisierte Anbieter werden es künftig schwerer haben.

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Die stärkere Einbindung der ITK in Geschäftsprozesse, der Einzug privat immer stärker genutzter Technologien wie Web 2.0 in den Firmenalltag, die Vermittlung des Wertbeitrags der ITK, die mögliche Veränderung der Anbieterstrukturen, der Fachkräftemangel: Unter anderem diesen Themen messen Dienstleister und deren Kunden eine hohe Relevanz für die Zukunft bei. Das wurde bei einer Informationsveranstaltung der Marktforscher und Berater Lünendonk und Future Management Group deutlich, bei der die geladenen Anwender und Anbieter sich über aktuelle und künftige Herausforderungen und Chancen austauschten und ausgewählte Ergebnisse aus der Studie »Zukunft der ICT-Beratung und ICT-Dienstleistungen in Deutschland 2015« (ICT = Information and Communications Technology) vorgestellt wurden.

Die Unterstützung von Geschäftsabläufen durch die Technik sei aus heutiger Sicht eines der größten Themen, erklärte Stefan Gruler, COO Field Services bei SAP. Den daraus entstehenden Wettbewerbsvorteil für die Kundenunternehmen herauszukristallisieren werde immer wichtiger. Derzeit werde häufig noch wenig aus der tatsächlich vorhandenen Bedarfsstruktur heraus gedacht, so die Einschätzung von Thomas Lünendonk, Gründer und Inhaber der Lünendonk GmbH. Ein Ansatzpunkt für das Beratungsgespräch und bei der Projektplanung sei die stärkere Einbeziehung des Geschäftsmodells des Kunden und die Wahrnehmung der Vorteile durch den potenziellen Auftraggeber. So könnte der Wertbeitrag der ITK besser vermittelt werden: Diesen Nutzen herauszustellen sei eine permanente Herausforderung für Dienstleister, betonte Dr. Walter Kirchmann, Geschäftsführer des auf den Finanzsektor spezialisierten IT-Dienstleisters IZB Informatik-Zentrum. Dass die Fokussierung auf die ITK-Strategie im Interesse der Kunden liegt, bestätigte Dr. Jörg Rayymann, Leiter des Bereichs »Organisation und Informatik« der Landesbank Hessen-Thüringen.

Insgesamt sind laut der Untersuchung die Chancen auf weiteres Wachstum für die ITK-Anbieter gut. So wurde die Bereitschaft von Firmen, zusätzliche Dienstleistungen von externen Anbietern zu beziehen, von den Studienteilnehmern vergleichsweise hoch eingeschätzt. Allerdings werden sich voraussichtlich breit aufgestellte Dienstleister besser durchsetzen können: unter anderem bedingt durch die weiter wachsende Komplexität der Angebote durch Innovationen.

Auf einer Skala von 1 (sehr geringe Wahrscheinlichkeit) bis 9 (sehr hohe Wahrscheinlichkeit) erhielten Business-Service-Provider, die Kunden vorgefertige Prozesse wie Software as a Service anbieten, mit 6,0 die höchste Bewertung. Auch Application-Service-Provider, die Aufgaben bis auf Applikations-Ebene wie Monitoring übernehmen, liegen mit 5,8 bei der Frage danach, welche Anbieter sich 2015 am häufigsten anzutreffen sind, weit vorn. Basis-Dienstleistern, die lediglich einzelne Infrastruktur-IT- oder –TK-Leistungen anbieten, wird tendenziell am wenigsten Potenzial zur weiteren Verbreitung zugetraut.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung der Kundenunternehmen werden es mittelständische, lokal ausgerichtete Dienstleister aus Sicht Stefan Grulers künftig am schwersten haben. Punkten können sie laut Thomas Lünendonk und Dr. Kirchmann unter anderem durch die Vernetzung mit Partnern, Spezialisierung und Service.

Wichtigste Herausforderungen bis 2015

  • Globalisierung
  • Wahrnehmung der ITK
  • Wertbeitrag der ITK (beispielsweise durch Innovationen)
  • Veränderungen der Anbieterstruktur
  • ITK-Quote in Firmen (Grad der Auslagerung an externe Dienstleister)
  • Arbeitsabläufe und Geschäftsprozesse (wie IT diese verbessert)
  • »War for talents« (Fachkräftemangel)
  • Mobilisierung (Veränderung von Arbeits- und Unternehmensstrukturen)
  • Politik und Gesetzgebung (Rahmenbedingungen, die diese setzen)
  • Energie, Umwelt, Klima (Green ITK)

Die komplette, kostenpflichtige Studie kann zum Preis von 4.800 Euro bei Lünendonk bestellt werden. Daneben besteht die Möglichkeit, einen Präsentationsworkshop zu buchen. Erhebung und Workshop zusammen kosten 7.200 Euro.

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