Mehr als 11.000 Branchenvertreter werden zum CloudFest 2026 im Europa-Park Rust erwartet. Im Interview sprechen die Organisatoren Christian Jäger und Sören von Varchmin über neue Themenschwerpunkte und die Entwicklung des Branchentreffens.
Auch in diesem Jahr wird es auf dem Cloudfest volle Hallen geben.
(Bild: by Rene Lamb Fotodesign)
Beim CloudFest 2026 trifft sich vom 23. bis 26. März im Europa-Park in Rust die internationale Cloud- und Hosting-Community. Erwartet werden über 11.000 Teilnehmer aus aller Welt, die über Trends wie KI, Datensouveränität und Infrastruktur entlang fünf neuer Topic Tracks diskutieren. Die beiden Organisatoren Christian Jäger und Sören von Varchmin erzählen im Gespräch mit IT-BUSINESS über die Geschichte des Events und was in diesem Jahr neu auf der Agenda steht.
IT-BUSINESS: Das CloudFest findet in diesem Jahr zum 22. Mal statt und zählt zu den relevantesten Veranstaltungen der Cloud-Branche. Wie ist die Idee zu dieser Veranstaltung ursprünglich entstanden?
Christian Jäger, CEO CloudFest
(Bild: CloudFest)
Christian Jäger: Unsere Wurzeln liegen innerhalb der Industrie. Speziell die Hosting-Industrie war damals wie heute sehr aufstrebend – es fehlte aber an einem zentralen Ort, an dem sich das Ökosystem treffen konnte. Aus diesem Grund hat Thomas Strohe, Mitgründer der intergenia/Plusserver Hosting Gruppe den ‚WebHostingDay‘ geschaffen: Eine sehr klare, abgegrenzte Zielgruppe, echte Mehrwerte und ‚Verkaufs Wischi-Waschi‘. Das Event war gleich ein großer Erfolg. Es wurde aber schnell klar, dass man große Veranstaltungen nicht ‚mal eben nebenbei‘ machen kann, weshalb das CloudFest schnell auf eigene Beine gestellt wurde, auch um wirklich unabhängig zu bleiben. Übrigens halten sich die Ursprünge des WebHostingDays noch heute in unserer Community, denn auch das heutige CloudFest wird von der WHD Event organisiert.
IT-BUSINESS: ‚The Sustainability of Everything‘ ist ein weit gefasstes Leitmotiv – besonders vor dem Hintergrund energieintensiver KI-Workloads. Wie definiert ihr dieses Leitmotiv und den Begriff der Nachhaltigkeit in diesem Jahr?
Christian Jäger: Natürlich liegt eine Interpretation des Leitmotivs im Sinne von ‚grüner Nachhaltigkeit‘ nahe – und in der Tat ist Nachhaltigkeit für unsere Industrie nach wie vor ein wichtiger Bestandteil und tief verwurzelt, gerade weil unser Ecosystem extremen Ressourcenhunger verspürt.
Wir haben aber bewusst mit der Mehrdeutigkeit von Nachhaltigkeit gespielt. Es geht also auch um nachhaltige Kunden- und Businesspartnerbeziehungen. Darum, mit den Produkten und Services nachhaltig Werte zu schaffen, die langfristigen Erfolg liefern. Kurz: Wie schaffe ich es als Brand nicht nur schnell zu wachsen, sondern nachhaltig erfolgreich zu sein? Tatsächlich glaube ich persönlich, dass unsere Industrie viel vom deutschen Mittelstand und speziell von Familienunternehmen lernen kann. Nehmen wir den Europa-Park, unsere Event-Heimat, als Beispiel. Die Familie hinter dem ‚besten Freizeitpark der Welt‘ konzentriert sich nicht nur auf kurzfristige Ziele oder denkt in Quartalen – stattdessen haben wir einen verlässlichen Partner, der im Einklang mit der Gesellschaft langfristige Werte schafft – und das seit über 50 Jahren. Auch wenn es übertragen auf unser Ökosystem vermutlich etwas zu romantisch klingt, tun wir gut daran, unseren Blick auch nachhaltig in die Zukunft zu richten. Wir beim CloudFest haben nach 22 Jahren jedenfalls noch lange nicht genug und möchten auch noch in 50 Jahren ein verlässlicher Partner und Spiegel unserer Industrie sein.
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Das CloudFest ist das zentrale Branchentreffen für Cloud- und Hosting-Anbieter sowie Internet-Infrastrukturen. Im Europa-Park Rust kommen jedes Jahr Fach- und Führungskräfte zusammen, um aktuelle Themen, Trends und Entwicklungen zu diskutieren.
Als Medienpartner begleiten wir die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder. IT-BUSINESS-Leser, die sich das Event nicht entgehen lassen möchten, können sich kostenfrei über den Button ein Ticket sichern.
IT-BUSINESS: Die Agenda des CloudFests zeigt, dass KI inzwischen quer durch viele Cloud-Themen verankert ist. Nach welchen Kriterien entscheidet ihr als Organisatoren, welche KI- und Cloud-Schwerpunkte ins Programm kommen – und wie stellt ihr sicher, dass sie die tatsächlichen Herausforderungen der Branche widerspiegeln?
Christian Jäger: Es gibt nicht den einen Moment, an dem eine Agenda final entschieden wird. Vielmehr ist es eine Art Gesamtkunstwerk aus vielen Teilen – und am Anfang fangen wir auch gerne einfach mal kreativ an zu malen, ohne dass das finale Ziel definiert ist. Was aber wichtig ist: Das CloudFest ist die weltweit führende Plattform für die Cloud- und Internet-Infrastruktur-Industrie. Wir sprechen also ab ‚Tag 1‘ nach dem CloudFest, täglich mit hunderten Marktteilnehmern darüber, was sie interessiert, welche Problemstellung sie haben – und natürlich auch welche Lösungen der Markt aktuell bereithält. Seit vergangenem Jahr führen wir zudem quartalsweise den ‚State of the Cloud‘-Report durch. Hier befragen wir tausende CSPs, MSPs sowie IT-Entscheider großer und mittelständischer Unternehmen wissenschaftlich, was sie bewegt, und können durch die Regelmäßigkeit der Umfragen schon Nuancen frühzeitig erkennen. All dieses Feedback fließt dann in unser Advisory Board ein, das sich regelmäßig trifft und gemeinsam mit unserem eigenen Team Themenschwerpunkte aber auch einzelne Sessions ausarbeitet und kuratiert. Aber ich bin ehrlich – manche Sachen passieren auch spontan, wie z.B. die ‚Ask Me Everything: Hacker Edition‘ bei dem uns ein White-Hacker gezeigt hat, wie er sich für ein gratis VIP-Ticket registrieren konnte – oder das mittlerweile weltbekannte, zweitägige Server-Throwing – solche Sachen, die denkt man sich nicht einfach so aus.
IT-BUSINESS: Das CloudFest bringt Hyperscaler, europäische Cloud-Anbieter, MSP und Softwarehersteller zusammen. Welche Rolle seht ihr für das CloudFest künftig im Spannungsfeld zwischen globalen KI-Plattformen und dem Anspruch auf europäische Cloud- und Datensouveränität?
Christian Jäger: Aktuell prallen viele unterschiedliche Interessen aufeinander. Manchmal treffen unklare, oder in Teilen auch zu strenge Regulatorik auf junge, innovative Unternehmen, die den Rahmen des Möglichen austesten oder auch ausreizen. Zusätzlich leben wir aktuell in spannungsgeladenen Zeiten, speziell zwischen den USA und Europa, wissend, dass ein Großteil der SaaS- und auch Hyperscaler- Dienste von US-amerikanischen Anbietern gesteuert werden. Wir als CloudFest sind ein neutraler Ort, wo sich aber alle Parteien treffen und fachlich in den Austausch gehen können. Ich bin überzeugt, dass die Wichtigkeit von Plattformen wie unserer sogar noch weiter zunimmt. Nur über den Dialog und Interessenaustausch werden wir den Status Quo auflösen und nachhaltig verbessern können – also auch hier wieder ganz im Sinne unseres Leitmotivs ‚The Sustainability of Everything‘. Nicht zu vergessen, dass in jeder Krise auch eine Chance steckt – so können wir uns schon vorstellen, dass bei einigen europäischen Cloud- und Managed Service Providern die Sektkorken knallen, wenn sich die Europäische Gesellschaft wieder auf eigene, souveräne Produkte besinnt. Dennoch gilt: Wir haben auf beiden Seiten des Atlantiks und natürlich auch in allen weiteren Regionen weltweit starke Partner und es ist unsere Aufgabe als CloudFest möglichst vielen dieser Stimmen und Interessen Raum zu geben.
Sören von Varchmin, Chief Evangelist, CloudFest
(Bild: CloudFest)
IT-BUSINESS: Was können die Teilnehmer in diesem Jahr von den fünf neuen Thementracks erwarten?
Sören von Varchmin: Anders als in den vergangenen Jahren, in denen jeder Veranstaltungstag unter einem eigenen Themenschwerpunkt stand, verfolgen wir in diesem Jahr mit dem Leitmotiv ‚The Sustainability of Everything‘ einen ganzheitlicheren Ansatz. Statt einzelner Tagesmottos strukturieren wir das Programm erstmals in fünf klar definierte Topic Tracks, die sich über alle Eventtage hinwegziehen. So stellen wir sicher, dass unsere unterschiedlichen Kernzielgruppen, von Hosting- und Cloud-Anbietern über MSP und Enterprise-IT bis hin zu Technologie-Partnern, an jedem einzelnen Tag relevante Inhalte, strategische Impulse und praxisnahe Einblicke erhalten.
Stand: 08.12.2025
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Diese Struktur basiert nicht nur auf aktuellen Marktentwicklungen, sondern auf fundierten Erkenntnissen aus den quartalsweisen Erhebungen unseres eigenen State of the Cloud Reports. Die Tracks spiegeln damit sehr konkret die größten Herausforderungen, wie regulatorischen Druck, Sicherheitsanforderungen und Fachkräftemangel ebenso wider wie die Chancen durch KI, Automatisierung und neue Plattformmodelle.
Jeder Speaker, jede Keynote und jedes Panel ist einem dieser Tracks klar zugeordnet. In der Agenda können Teilnehmende bereits im Vorfeld erkennen, welche Sessions welchem Schwerpunkt angehören. Dadurch wird eine gezielte, individuelle Programmplanung ermöglicht – ob mit strategischem Fokus auf C-Level-Themen oder mit technischem Deep Dive für Software Architects und Entwickler. Darüber hinaus bietet jeder Track eigene Highlight-Sessions mit internationalen Top-Speakern, Best-Practice-Cases und interaktiven Formaten.