0G-Netz Das Internet der Dinge ist auf dem Vormarsch

Autor: Ann-Marie Struck

5G gilt seit Jahren als Innovationstreiber für die Wirtschaft, doch wer hat schon einmal von 0G gehört? Dabei hat die 0G-Technologie von Sigfox Germany in Deutschland bereits 90 Prozent Netzabdeckung erreicht und wächst stetig.

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Für die Wirtschaft ist eine weltweite Vernetzung von Dingen zentral.
Für die Wirtschaft ist eine weltweite Vernetzung von Dingen zentral.
(Bild: NicoElNino - stock.adobe.com)

Im Internet der Dinge steckt Potenzial, dass vor allem durch den fünften Mobilfunkstandard ausgeschöpft werden soll. Der Anbieter Sigfox Germany schwimmt gegen den Strom und setzt seit fünf Jahren auf 0G. Denn anders als 3G, 4G oder 5G ist die 0G-Technologie stromsparender, damit kostengünstiger und vor allem für den großflächigen Einsatz von IoT-Anwendungen geeignet.

Der Erfolg zeigt sich jetzt: Das 0G-Netz erreicht in Deutschland nun eine Netzabdeckung von 90 Prozent. Zudem stieg Ende 2020 der europäische Infrastrukturmanager Cube mit einem milliardenschweren Fond bei dem Netzbetreiber ein. Das Investment ist eine große Chance für das Tochterunternehmen von Heliot Europe, einer der größtem 0G-Netzanbieter in Europe, denn Heliot Europe versorgt nicht nur die Schweiz, Österreich, Liechtenstein, Slowenien, sondern auch Deutschland mit IoT-Konnektivität. Ziele für 2021 sind, der weitere Netzausbau, die Unterstützung von Digitalisierungsprojekten und Investitionen in die Kundenbetreuung.

„Die 0G-Technologie hat sich als Grundstein für die Digitale Transformation hin zur Industrie 4.0 durchgesetzt. Das hat nicht nur unabhängige Finanzinvestoren überzeugt. Es ist auch für viele Unternehmen der Grundstein, um die Chancen der digitalen Vernetzung im Internet of Things für sich zu nutzen“, sagt Thomas Scheibel, Geschäftsführer von Sigfox Germany.

Mehr über 0G

Die 0G-Technologie von Sigfox wurde 2010 in Frankreich entwickelt. Auf Basis der Niederfrequenz-Funktechnologie können Unternehmen ihre Prozesse digitalisieren und Objekte aller Art über das 0G-Netz mit dem Internet der Dinge verbinden. Entsprechende IoT-fähige Devices senden dazu kleinste Datenpakete über große Entfernungen über das 0G-Netz und übermitteln Informationen wie den Zustand oder die Position eines Objektes. Anders als die geläufigen Mobilfunk-Standards sei die 0G-Technologie dabei stromsparend, kostengünstig, nahezu wartungsfrei und für den großflächigen Einsatz von IoT-Anwendungen geeignet.

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Über den Autor

 Ann-Marie Struck

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Redakteurin, Vogel IT-Medien