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Carbon Black Threat Report

Cyberangriffe werden immer ausgefeilter

| Autor: Heidemarie Schuster

Fast alle von Carbon Black befragten Unternehmen waren in den vergangenen 12 Montagen im Visier von Cyberkriminellen.
Fast alle von Carbon Black befragten Unternehmen waren in den vergangenen 12 Montagen im Visier von Cyberkriminellen. (Bild: © Jürgen Fälchle - stock.adobe.com)

Carbon Black hat zum zweiten Mal den Threat Report für Deutschland durchgeführt. In der Umfrage berichten 98 Prozent der befragten deutschen Unternehmen von Sicherheitsverletzungen. Hauptursache sind Phishing-Angriffe.

Für den Carbon Black Threat Report wurden weltweit rund 2.000 CIOs, CTOs und CISOs befragt, davon 256 aus Deutschland. Die Angaben der deutschen Umfrageteilnehmer zeigen, dass das Bedrohungsniveau kontinuierlich hoch ist und Cyberangriffe immer ausgefeilter werden. Phishing-Angriffe sind demnach die Hauptursache von Datenschutzverletzungen.

98 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland geben an, in den vergangenen zwölf Monaten eine Datenschutzverletzungen erlitten zu haben. Im aktuellen Threat Report wurde im Vergleich zum vorigen ein steiler Anstieg der Sicherheitsverletzungen aufgrund von Phishing-Angriffen in Deutschland festgestellt. Angreifer konzentrieren sich demnach auf das schwächste Glied in der IT-Sicherheit – den Benutzer.

99 Prozent der befragten deutschen Unternehmen geben an, dass die Zahl der Angriffe in den vergangenen zwölf Monaten zugenommen hat und 45 Prozent meinen, dass die Cyberangriffe ausgefeilter geworden sind.

Schäden wegen Datenschutzverletzungen

20 Prozent der Unternehmen gaben an, einen finanziellen Verlust aufgrund von Datenschutzverletzungen erlitten zu haben, wobei 9 Prozent davon den Schaden als schwerwiegend einstuften. 64 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer wollten allerdings keine Angaben dazu machen, ob sie durch Cyberangriffe einen finanziellen Schaden erlitten hatten – die Gesamtzahl der geschädigten Unternehmen könnte also höher liegen. Hinsichtlich der Reputation gaben ganze 94 Prozent an, dass durch Datenschutzverletzungen ihr Unternehmensimage beschädigt wurde. 76 Prozent davon gaben sogar einen erheblichen Imageverlust an, während nur 5 Prozent keine Auswirkungen auf ihre Reputation festgestellt haben.

Abwehr von Cyberangriffen

Trotz der ständigen Bedrohungen und deren teilweise gravierenden Folgen fühlen sich die Befragten heute deutlich zuversichtlicher hinsichtlich ihrer Fähigkeiten zur Abwehr von Cyberangriffen als vor zwölf Monaten. 68 Prozent bezeichnen sich in dem Report als erheblich zuversichtlicher, 27 Prozent als etwas zuversichtlicher.

„Die IT-Sicherheitsbranche entwickelt sich ständig weiter und bietet immer bessere Lösungen an“, sagt Rick McElroy, Head of Security Strategy bei Carbon Black. „Unternehmen wissen immer mehr darüber, welche Tools und Strategien ihnen zur Verteidigung gegen Cyberangriffe zur Verfügung stehen. Wir gehen davon aus, dass die größere Zuversicht auf einen Machtwechsel zugunsten der Verteidiger hinweist, die heute proaktiver an das Aufspüren und Neutralisieren von Bedrohungen herangehen als zuvor.“

Dafür spricht, dass 96 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland eine Stärkung ihrer Verteidigungsmaßnahmen durch Threat Hunting feststellen. Ebenfalls 96 Prozent haben bei Threat-Hunting-Aktivitäten Hinweise auf Cyberangriffe gefunden.

Immer mehr Unternehmen sehen zudem die Vorteile von Investitionen in die Cybersicherheit: 98 Prozent planen eine Steigerung ihres Budgets für IT-Sicherheit in den nächsten zwölf Monaten.

Bedenken wegen Digitaler Transformation, 5G-Einführung und Fachkräftemangel

Auf die Frage nach der Sicherheit in Bezug auf Implementierung und Management von Programmen zur Digitalen Transformation und der Einführung von 5G gab nur 1 Prozent der Befragten an, keine Bedenken zu haben. 34 Prozent sind der Meinung, dass dadurch Cyberangriffe effektiver und damit destruktiver werden.

Details zur Studie

Carbon Black beauftragte im Sommer 2019 das unabhängige Marktforschungsunternehmen Opinion Matters mit der Durchführung des Threat Reports. Für diese globale Studie wurden 2021 CIOs, CTOs und CISOs in mehreren Ländern befragt, darunter Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und Singapur. Die Unternehmen gehörten verschiedenen Branchen an, wie etwa Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, Behörden, Einzelhandel, Fertigung, Lebensmittel, Öl und Gas, Professional Services sowie Medien und Unterhaltung.

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04.10.19 - British Airways, Google und Marriott wurden hohe Geldbußen nach DSGVO angekündigt. Doch eine Datenpanne hat nicht nur ein Bußgeld als mögliche Folge. Die verantwortliche Stelle kann auch in die Haftung kommen, auch für Vergehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Datenschutzbeauftragte sollten alle möglichen Folgen von Datenpannen als Argumente für mehr Datenschutz nutzen. lesen

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