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Risiko Kryptomining-Software Cyber-Attacken durch Social Media

Autor: Ann-Marie Struck

Social-Media-Plattformen sind in fast jedem Unternehmen ein Teil der Marketing-Strategie. Eine soziale Interaktion mit den Kunden wird dadurch erhofft, doch leider stellen sie ein Risiko für die IT-Sicherheit dar. Einer Studie zufolge spielen Social-Media-Plattformen in der Cyberkriminalität eine wichtige Rolle.

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Laut der ARD-Onlinestudie nutzen 32 Millionen Menschen in Deutschland Facebook.
Laut der ARD-Onlinestudie nutzen 32 Millionen Menschen in Deutschland Facebook.
(Bild: © niroworld - stock.adobe.com)

Twitter, Facebook, Instagram, LinkedIn und viele andere – soziale Netzwerke werden privat oder beruflich genutzt. Eine sechsmonatige Studie „Social Media Platforms and the Cybercrime Economy“ der University of Surrey in Südostengland hat gezeigt, dass Social-Media-Plattformen eine reale Gefahr für die Sicherheit von Unternehmen sind. Laut den Umfrage-Ergebnissen wurden bereits 20 Prozent aller Unternehmen mit Malware infiziert, die über Social-Media-Kanäle verbreitet wurde. 40 Prozent der übertragenden Maleware kam durch Malvertising. Weitere 30 Prozent der Angriffe erfolgten durch Plug-ins und Apps.

Die Gefahr von Social-Media-Plattformen geht mit ihrer Dominanz beim Krypto-Mining einher. Denn elf der weltweit größten 20 Webseiten, die Kryptomining-Software hostet, sind Social-Media-Plattformen. Darunter zählen unter anderem Twitter und Facebook. Kryptomining- und Kryptokjacking-Software wird vor allem durch Apps, Anzeigen und Links verbreitet, die auf den Plattformen eingespielt werden. Ein Risiko stellen hierbei insbesondere die Mitarbeiter dar, die während ihrer Arbeitszeit auf eine Social Media Webseite gehen.

Jochen Koehler, Regional VP Sales Europe bei Bromium, einem Anbieter von Applikationsisolation mittels Micro-Virtualisierung, betont jedoch: „Ein Verbot der Social-Media-Nutzung kann aber nicht die Antwort sein, zumal sie immer mehr zu einem integralen Bestandteil geschäftlicher Aktivitäten wird, gerade in Bereichen wie Marketing oder Human Resources.“

Doch sowohl Social Media-Blockaden als auch klassische Sicherheitsmaßnahmen wie Firewalls, Web- und E-Mail-Filtern oder Antivirenlösungen können die Gefahren, die von Sozialen Netzwerken ausgehen, nicht restlos beseitigen. Da im Social-Media-Umfeld oft neue Malware angewendet wird, können die herkömmliche Sicherheitstools die Schadsoftware vielfach nicht erkennen und sind daher wirkungslos.

Eine Sicherheit kann Applikationsisolation bieten. Insbesondere wenn diese mittels Virtualisierung realisiert werden kann.

„Anzeigen auf Facebook oder Instagram mögen neue Ray-Ban-Sonnenbrillen oder Nike-Schuhe anpreisen, in Wahrheit liefern sie aber oft Malware, sobald sie angeklickt werden“, so Koehler. „Nur wenn eine Sicherheitslösung eingesetzt wird, die ein folgenloses Klicken ermöglicht, bleiben das Endgerät des Anwenders und damit auch das Unternehmensnetz geschützt.“

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Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin